Review Leica Noctivid 10×42

Ich hatte mich vor kurzem zur Leica Testaktion für ein Fernglas beworben. Erst bekam ich eine dieser Standardmails „Danke das Sie mitgemacht haben. Es haben VIELE mitgemacht. Bitte nicht traurig sein wenn es nicht klappt“. Was vollkommen Ok gewesen wäre. Dann aber stand ein paar Tage später der Postbote in der Tür mit einem unscheinbaren Karton und drinne war ein schwarzer Koffer. Da hab ich mich erst gefragt ob gleich die MIB um die Ecke kommen oder Männer mit schwarzen Sonnenbrillen und Anzug mir komische Fragen stellen werden. Als ich den Koffer dann aber aufgemacht habe kam ich mir doch schon etwas wie in Pulp Fiction vor.

 

Ich darf also nun eine Woche lang mit solch einem Leica Noctivid 10×42 rumspielen. Mein erster Eindruck als ich die grüne Tasche aufgemacht hatte war schon „Wow, was ein schwers Teil“ und es macht einen superguten sehr wertigen Eindruck! Ich bin zwar kein reiner Fernglas Typ und mich hatte als Fotoraf ja eher die Bilddarstellung im Auge, aber mich hat es dann doch umgehauen wie nah man Dinge heranbekommt.

Es ist zwar etwas schwierig so ohne alles durch ein Fernglas mit dem Smartphone zu fotografieren und ich kam mir im Büro schon etwas komisch dabei vor beide Geräte so voreinander zu halten, aber ich hoffe es kommt rüber wie nahe man das ranbekommt.

ich habe die Fotos mit einem iPhone einmal aus meinem Bürofenster und einmal durch das Fernglas gemacht.

Und hier nochmals ein Blick direkt am Fernglas. Auch das Bild mit dem iPhone durch das fernglas hindurch ist nicht weiter bearbeitet. man sieht also sehr schön die Fenster im Turm. Alle Bilder sind bei morgentlichem Sonnenaufgang entstanden (also noch nicht so richtig hell) und die Entfernung ist wohl etwas weniger als 1Km gewesen.

Die Qualität des Fernglases hat mich wirklich im gesammten überzeugt. Kein Schnickschnack, irgendwelche elektronischen Verbesserungen oder sonstiges. Einfach ein sehr wertiges Fernglas, robust aber auch schwer. Längere Zeit freihand halten ist hier eher nicht möglich man sollte also immer ein Geländer, Stativ oder etwas ähnliches zum abstützen haben (auch wegen der Bildstabilität). Die vorderen und hinteren Deckel sind aus Gummi und schliessen gut ab. Mir hat es auf alle Fälle beim spazierengehen und aus dem oberen Stockwerk unseres Bürogebäudes schon Spaß gemacht zu schauen ob auf der nahegelegenen Autobahn ein Stau ist oder alles frei.

Das Fernglas liegt aber sehr gut in der Hand. Mir persönlich hat das Metallgehäuse mit der matten Lackierung auch vor dem Hintergrund der langen Haltbarkeit sehr gefallen. Wer schoneinmal eine Computermaus mit dieser samtig matten Oberfläche ein paar Jahre in derSchublade liegen hatte wird feststellen, das die Gummierung klebrig geworden ist. Hier gibt es keine Möglichkeit das wieder weich zu machen und es bleibt klebrig. Bei solch einem Metallgehäuse kann sowas nie passieren und auch wenn man solch ein Fernglas seinen Kindern vererbt wird dieses auch nach Jahrzehnten noch Freude bereiten (was bei dem Preis auch der Fall sein sollte!). Ich persönlich würde mir anstatt der Nylon Hülle ggf. eine Ledertasche bzw. Lederköcher dazuwünschen. Das würde das Ganze noch etwas Stilvoller machen. Aber das ist dann wiederum Geschmackssache.

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht mit dem Fernglas. Danke an dieser Stelle an Leica für diese nette Aktion!

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