Rezension

Review Halbe magnetische Bilderrahmen

Ich habe vor kurzem die Möglichkeit bekommen bei Halbe Bilderrahmen deren magnetische Bilderrahmen zu testen. Hierzu habe ich mir zwei unterschiedliche Rahmen kommen lassen. Auf der Webseite kann man sich deren Bilderrahmen mit einem Konfigurator nach Größe, Material, Farben, Rahmendicke, Glasart und Zubehör nach Lust und Laune zusammenstellen. Dies kann am Anfang ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen gerade, weil es verschiedene Holzarten bzw. Maserungen gibt. Der Auswahlprozess ist aber sehr gut strukturiert und man kommt gut damit zurecht.
Ich habe mich für zwei unterschiedliche Rahmen entschieden.
 
  • 1x Classic Magnetrahmen ALU 8, Natur matt, Glas IV, 280 x 350
  • 1x Classic Magnetrahmen Holz 16, Erle dunkel, Glas M, 280 x 350
Kurz zur Erläuterung: Das Profil ALU 8 ist dabei die Rahmentiefe die man von der Draufsicht her sieht (das geht von 8mm bis 18mm bei ALU und 10mm bis 22mm bei Holz), die Rahmenfarbe ist hier mattes Silber (man kann hier auch auch Chrom glänzend, grau, gebürstetes Eisen oder weiss, u.a. auswählen), Glas ist Plexiglas matt und zusätzlich hatte ich noch ein weisses Passpartout. Der Holzrahmen HOLZ 16 mit eben 16mm, Farbe Erle dunkel hat ein sog. Mirogard Glas.
„Mirogard“ von Schott ist der Inbegriff unter den interferenzoptisch entspiegelten Gläsern und nach wie vor erste Wahl für Bilderglas in Museumsqualität. Die Größe habe ich so gewählt, das meine bereits im Ordner vorhandenen ca. DIN-A4 großen Bilder reinpassen. Ohne Passpartout können de Bilder natürlch noch etwas größer werden (ich hab also noch Optionen falls ich das Bild wechseln möchte). Der Holzrahmen ist wegen des höheren Gesamtprofils auch insgesammt etwas größer was man beachten sollte falls man unterschiedliche Rahmen kombinieren möchte.
Mehr dazu natürlich auf der Internetseite .
 

 
Camera
iPhone 6
Focal Length
4.15mm
Aperture
f/2.2
Exposure
1/100s
ISO
40
 
Camera
iPhone 6
Focal Length
4.15mm
Aperture
f/2.2
Exposure
1/100s
ISO
40
 
Camera
iPhone 6
Focal Length
4.15mm
Aperture
f/2.2
Exposure
1/100s
ISO
40
 
Camera
iPhone 6
Focal Length
4.15mm
Aperture
f/2.2
Exposure
1/100s
ISO
40
 
Die beiden Rahmen kamen wirklich sehr gut verpackt und ohne Macken bei mir an. Der Zusammenbau gestaltete sich wegen des Magnetsystems sehr einfach. Wer schon einmal diese Rahmenlosen Bilderrahmen oder auch welche mit Rahmen zusammengebaut hat wird das vielleicht kennen: Erst die ganzen Klammern ab, dann Bild auf dem Hintergrund Karton platzieren und ggf. ein Passpartout drüberlegen, Glasplatte vorsichtig drauflegen und ja nichts verschieben, dann den Rahmen überstülpen und dann hat man manchmal das Problem das Ganze umdrehen zu müssen um die Klammern anzubringen. Wenn man DAS geschafft hat OHNE das sich das Bild wieder verschiebt und die Klammern dann sitzen und man denkt das alles passt kommt der Teil mit dem aufhängen und wenn man dann einen günstigeren Rahmen hat dann sind die Klammern auch gleichzeitig die Haltepunkte zum aufhängen. Und DANN merkt man … Ihr ahnt es … das diese Klammern noch verschoben werden müssen damit das Bild gerade hängt.
 
 
 
Die Halbe Bilderrahmen haben mich MEHRFACH begeistert. Zum einen ist der massive Metallrahmen schon mit entsprechenden Löchern zum aufhängen versehen. In diesen Rahmen legt man das Bild samt Passpartout von oben rein und der eigentliche Rahmen hat etwas höhere Kanten sodass hier nichts verrutschen kann. Dann wird der eigentliche magnetische Rahmen oben drauf gestülpt und hält das Ganze bombenfest. Ich hab den Rahmen samt Bild mehrfach geschüttelt um z.B. einen Transport im Auto zu simulieren (nicht, das man wahrscheinlich eh solch montierte Bilder eher liegend transportieren würde, aber man weiß ja nie..) und da hat sich nichts verschoben. Wenn man das Ganze nun zwecks Bildwechsel wieder abnehmen will geht das eben auch ohne Werkzeug ganz einfach.
 
 
Die Qualität der Verarbeiteten Materialien ist wie man sieht sehr hochwertig. Mich hat besonders die Auswahl der Holzarten begeistert obwohl es sehr schwer ist zwischen Ahorn, Eiche, Erle und Nussbaum zu unterscheiden da die Angaben z.Zt. auf der Webseite auch wenn man genau hinschaut und mit den Maserungen von Möbeln vergleicht hier einige Abweichungen auftreten können. Hier sollte man eine gewisse Toleranz am zu erwartenden Farbspektrum und Maserung beachten. Die Verarbeitung, das Holz an sich, das Finish und auch die Gläser überzeugen auf ganzer Linie!
Einen Unterschied bei dem verwendeten Glas fand ich insofern, das ich mich eher für das etwas günstigere matte Plexiglas in Zukunft entscheiden werde was aber eher eine Geschmackssache ist. Im Langzeittest wird sich die UV Beständigkeit des Miroglases noch unter Beweis stellen müssen.
 
 
Wer seine Bilder nur vom Computerbildschirm oder einem Fotoalbum kennt wird hier einen wahren WOW-Effekt erhalten. Wer darüber hinaus in seinem Fotostudio, Büro, Ladengeschäft oder an einem sonstigen öffentlichen Ort seine Bilder so präsentiert wird hier die Blicke sicherlich auf die Bilder ziehen. Mich haben die Rahmen auf Ganzer Linie überzeugt.
 
 
 

Rezension Ins Herz der Welt

 
Deutschlands beste Reporter und Ihre Such nach der Wahrheit heißt es vollmundig im Untertitel des Buches „Ins Herz der Welt„. Seit 2009 vergibt das Reporter-Forum aus Hamburg den Deutschen Reporterpreis. In diesem Buch sind die 16 besten Geschichten von Herausgeber Cordt Schnibben zusammengetragen worden. Das Buch ist also so eine Art Readers Diggest der Reportagen und im Zeitalter von schnellem Internet und Snapchat eine willkommene Abwechslung im Tagesgeschehen sich etwas zu entschleunigen.
Wer gerne Stern, Spiegel, Tageszeitungen und Co. liest wird hieran also seine wahre Freude haben aber auch einfach Leseratten, die gerne Alltagsgeschichten genießen. Alle wirklich sehr gut recherchierten Geschichten sind nicht nur lesenswert und spannend sondern sie erzählen wirklich große Geschichten.
 
 
Zu allen Autoren gibt es im hinteren Teil noch ein Kleinwenig Zusatzinfo. Diese fällt allerdings sehr klein aus, reicht aber um das Gesamtbild abzurunden. Besonders gut hat mir der Mix aus den unterschiedlichen Geschichten gefallen. Sei es die Freundschaft zwischen dem Polizeibeamten und dem von Ihm überführten Täter und wie die mittlerweile ergrauten älteren Herren immer noch zusammen hängen oder die Schließung eines alt eingesessenen Kaufhauses und die Gedanken von Mitarbeitern und Kunden in den letzten Minuten vor der Schließung. Weitere Schlagworte wären noch auf den Spuren von Honeckers erstes IT-Girl, Alltag einer überladenen Behörde in Berlin, Entwicklungshelfer, der größte Finanzbetrug der Geschichte (auch eines der längsten Geschichten im Buch), auf Spurensuche beim Abschiebehäftling Slawik C. der Selbstmord beging, Kleingärtner in Hoyerswerda, die Geschichte einer Stolpersteinverlegung und andere Geschichten. Manche Geschichten machen nachdenklich, andere regen an und wieder andere sind unterhaltsam. Eines haben aber alle Storys gemeinsam: Sie lassen einen nicht gleichgültig. Ich finde besonders diese kunterbunte Zusammenstellung aus Gegenwart und Vergangenheit, Arm und reich, diese Gegensätze sehr interessant. Bei vielen Geschichten ist man parallel dabei im Netz nach Hintergrund Infos zu recherchieren. Sei es zum Autor, zu den in der Geschichte vorkommenden Menschen und Fakten. Manchmal findet man noch was auf youtube und wikipedia und das mach es zusätzlich noch spannender.
Schön wäre an der ein oder anderen Stelle einfach noch ein bisschen mehr sachliche Infos zu den Reportagen und den Autoren zu haben. z.B. mehr Bilder. Trotzdem ein sehr lesenswertes und nachdenkenswertes Buch.

Review Selbstständigkeit als Fotograf

 
Auf das Buch „Selbstständigkeit als Fotograf(in)“ von Ralf und Nicole Obermann habe ich schon lange gewartet. Mit dem rund 240 Seiten starken Buch aus dem dpunkt Verlag haben es die beiden geschafft einen Ratgeber für den Einstieg in den Beruf als Voll- oder Teilzeit Fotograf zusammen zu stricken den es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Viele Fotografen stehen immer wieder vor genau denselben Fragen. Wie fange ich an? Was möchte ich können und womit genau mein Geld als Fotograf verdienen? Wie finde ich meine Kunden? Wie arbeite ich mit meinen Kunden? Was muss ich rechtlich und wirtschaftlich beachten? Was brauche ich an Versicherungen? Diese und andere Themen wie z.B. den Aufbau eines Businessplanes, Standortwahl, die Büroarbeit, Marketing, Projektplanung Preisgestaltung und vieles vieles mehr werden ebenso wie Empfehlungen zu hilfreichen Dienstleistern aus allen Bereichen gegeben.
 
 
Aufgelockert wird das Ganze durch die Fotografien unterschiedlichster Fotografen in dem Buch. Zu den Fotos gibt es im hinteren Buchteil dann ein paar Infos zu den jeweiligen Fotografen. Dieses rundet das Buch im gesamten um einiges ab und man hat hier ein wirklich allumfassendes Nachschlagewerk, welches aber nicht zu langatmig und ausschweifend wirkt. Das Buch ist sozusagen die Quintessenz dessen was Ralf und Nicole Obermann als selbstständige Fotografen über die Jahre selbst erlebt und erfahren haben. So macht es diesen Praxisratgeber noch authentischer für jeden Hobbyfotografen oder Neueinsteiger in dieses Business. 
Das Buch ist sehr persönlich und locker geschrieben und egal ob man es im Ganzen oder Kapitelweise durcharbeitet es ist immer was neues dabei was man lernt. Ein echtes Highlight im Buchregal.

Rezension Tell Me!

 
Seit Anbeginn der Zeit erzählen wir uns Geschichten. Geschichten um Emotionen, Wissen und Argumente zu transportieren. Thomas Pyczak kennt das Geschichtenerzählen von vielen Seiten. Als Journalist, Chefredakteur und Schriftsteller hat er Einblicke wie sonst kaum jemand. In diesem Buch  „Tell Me! – Wie Sie mit Storytelling überzeugen“ hat er sein Wissen zusammengetragen und in einer lehrreichen unterhaltsamen Art bringt er einem die Kunst des Erzählen oder eben zu neudeutsch Storytelling. Allein die Überschriften wie „Ein Hai in Hollywood“, „Nemo trifft einen Raben“ oder „Von Odysseus zu Star Wars“ machen schon Lust auf mehr. Besonders gut hat mir seine Bildsprache gefallen in der man sich sehr schnell wiederfindet und schnell Aha Effekte erfährt. Es werden viele Rezepte oder besser Methoden und Tipps zum Aufbau von Storys gezeigt und Anhand praktischer Beispiele wie z.B. Harley Davidson, Dove, Red Bull, Sixt, IKEA und anderen großen Firmen gezeigt.
 
 
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil (Connect) nimmt der Autor den Leser mit in die Welt der Story und dessen Wirkungsweise. Hier kommen Psychologen, Evolutionsbiologen und Gehirnforscher zu Wort, die sich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit Storytelling beschäftigt haben. Im zweiten Teil, (Copy) präsentiert Thomas Pyczak praktische Tools und Techniken („Kopiervorlagen“), die bei der Entwicklung der eigenen Story hilfreich sein können. Im dritten Teil (Create) stellt der Autor Beispielgeschichten für typische Situationen aus dem Arbeitsleben, wie Gründung, Branding oder Change vor.
Wer hier eine Art Anleitung im Gesamten sucht wird hier wohl eher nicht so ganz glücklich werden. Das Buch ist eher eine Art Workshop und Unterstützung beim selbst erarbeiten der Story, des Konzeptes und des Schreibens an sich. Es ist ebenso wie „Das Buch für Ideensucher“ eine zusätzliche Inspiration statt eines reinen Lehr- und „Wie mach ich das nun“-Buches. 

Rezension OneNote für Journalisten

Das Taschenbuch „OneNote für Journalisten“ von Stefan Malter welches über amazon erhällich ist führt auf über 220 Seiten in das Thema dieses digitalen Notitzblockes ein.
Angefangen vom Aufbau und ersten Schritten in OneNote, organisieren von einzelnen Notizbüchern und Unterabchnitte in OneNote samt Synchonisationsoptionen, Texte und Bilder einfügen und formatieren, bis hin zu Zusatztools wie den Webclipper oder Scan Apps. Der Focus der rund 7 Kapitel liegt dabei im allgemeinen Umgang mit den Programm. Obwohl viele der gezeigten Beispiele eben für Journalisten und Redakteure ist kann man das natürlich auch beliebig auf seine eigene Arbeit anwenden. Angefangen vom einfachen anlegen von Notitzbüchern, dem formatieren der Texte, einbinden von Bildern, Videos und Tondateien, Tabellen, Arbeiten mit Kategorien, etc. ist alles dabei was man auch vom Umgang mit anderen Office Produkten so kennt.
Sehr gut hat mir der allgemeine Aufbau gefallen. Egal ob man nun eher im Radio, TV, Print oder Online unterwegs ist man wird in jedem Bereich fündig. Als kleiner Vierbesserungswunsch würde ich mir die Shortcuts als EINE Extraseite zum ausdrucken wünschen. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen, wirkt nicht zu schwer geht aber genug in die Tiefe das es nicht nur Anfänger sondern auch erfahrenere Computerfreaks anspricht.
Sehr gut finde ich, das auch das Zusatzmaterial und den Zusatztools mit denen man eben ganze Webseiten sichern kann oder per Smartphone Kamera eine abfotografierte Seite „einscannen“ kann oder der Webclipper mit dem man ganze Seiten aus dem Web als Quelle speichern kann angesprochen werden. Gerade diese Zusatzoptionen machen OneNote eigentlich erst wertvoll. Allerdings muß ich auch sagen, das mir Ende hin beim Bonusmaterial so ein paar Tipps und Kniffe die WIRKLICH aus der Redaktionspraxis kommen und einen Workflow zeigen gewünscht hätte. Also wie dann z.B. ein ganzes Notitzbuch von z.B. einem Zeitungsjournalisten aussieht, welche Unterabschnitte wann wie befüllt werden und welche Vorlagen und AddIns am Ende wie verwendet wurden.
Nichts desto Trotz bietet OneNote gerade den Journalisten und Pressekollgen aller Ressourcen ziemlich viel gerade im Umgang in größeren Redaktionen mit Funktionen wie das teilen von ganzen Notitzbüchern, etc.
Somit liefert das Buch von Stefan Malter eine solide und gut geschriebene Grundlage.