Review Traumwerke phantastische Composings mit Photoshop

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Der bekannte Digitalkünstler Peter „Brownz“ Braunschmid aus Österreich führt in dem Videotraining „Traumwerke“ in seine Art der Arbeit ein und zeigt wie er seine digitalen Traumwerke erstellt. Zuerst zeigt er die Basistechniken wie man z.B. Skizzen anfertigt um von da entsprechende Freisteller und Composings zu erstellen, Farblooks zu kreieren und den Umgang mit diversen Pinseln und deren Auswirkungen zu üben. Danach geht es auch schon an die ersten Quick-Composings in praktischen Workshops in dem diese Techniken dann geübt werden. Im nächsten Kapitel zeigt er dann seinen Workflow im Detail also wie er angefangen von der Idee, dem sammeln von Ideen, dem entwerfen des Hintergrundes und einbinden der Hauptfigur bis hin zum hinzufügen von Effekten und dem finalisieren des ganzen arbeitet.

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Im darauffolgenden Kapitel wird es dann noch etwas fantastischer und es werden Feuerwesen, Flammenmeere, Partikel und Eisprinzessinen in Photoshop erschaffen. Hier zeigt sich meiner Meinung nach das volle Potential und Peter Braunschmid zeigt hier sehr gut wie man dahin kommt. Dann geht es in einem Kapitel um weitere Traumwelten und wie man mit 3D Techniken Diese erschaffen kann. In den nächsten Kapiteln wird es dann etwas härter und Apokalyptische Themen in Filmplakaten und Dark-Art sowie Cyberpunk Composings werden gezeigt.

 

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Hierbei macht es wirklich richtig Spaß Peter zu zu schauen und zu zu hören, denn seine lockere Art macht das Ganze noch interessanter. Seine Arbeitsweise ist hierbei einfach nachvollziehbar und leicht vom Anfänger wie vom Fortgeschrittenen nachvollziehbar. Die meisten verwendeten Fotos und Bildmaterialien sind auf der DVD mit geliefert, man kann aber auch mit eigenem Material direkt mit arbeiten.

Review Der eigene Blick

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Eines der wohl am meist genannten Dinge, die man tun sollte sobald man ein ernsthafter Fotograf werden will ist seinen Bick zu schärfen um eine eigene fotografische Handschrift zu bekommen. Aus diesem Grund hat mich das Buch „Der Eigene Blick“ von Robert Mertens aus dem Rheinwerk Verlag besonders interessiert.
Was mir zuerst aufgefallen ist war die Anmerkung auf einer der ersten Seiten, das viele Bilder im Buch mit Leica Kameras- und Objektiven gemacht wurden. Leider steht später im Buch bei den Bilder nicht dabei welche Bilder mit welcher Kamera gemacht wurden, aber das ist auch gar nicht das Ziel des Buches. Vielmehr geht es um die eher künstlerische und philosophische Auseinandersetzung mit dem wie, was, warum. Fragen wie Bildstil und Bildsprache zusammenhängen, Wie man durch das nicht zeigen ein Bild verdichtet wie man unsichtbares sichtbar machen kann, wie man beobachtet, kombiniert, Ideen sammelt und daraus Collagen erstellt und improvisiert und es werden Fragen beantwortet wie z.B. wieso ein perfektes Bild unperfekt sein muss, wie Bilder eigentlich wirken, wie man mit Farbe spielt und man Geschichten erzählt. Es werden also viele Ansätze und Gedanken vermittelt wie man zu besseren Bildern kommen kann. Hier steht aber nicht die Kameratechnik, welche Blende und Zeit man einstellt oder welchen Filter man in Photoshop nimmt und welche Einstellung man da und da wählt im Vordergrund sondern ganz grundlegende Dinge wie eben die innere Einstellung und das Gefühl für das Bild an sich.

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Wem das im ersten Moment etwas zu philosophisch ist dem wird hier auch geholfen, denn zu jedem Kapitel gibt es einen kleinen Workshop in dem etwas praktischer beschrieben wird wie man z.B. eine Selbstportraitreihe machen soll oder man ein Bild aus seinem Fotoarchiv analysiert. Das Buch ist also wunderbar für Abends zum lesen vor dem Schlafen gehen geeignet um sich zu inspirieren und zu motivieren. Besonders gut gefielen mir die Workshops in denen die Aufgaben etwas umfangreicher waren wenn man z.B. aus 10 Romanen wahllos Sätze sammelt um daraus eine Geschichte zu entwickeln für eine Bildidee. Meist hängt man ja genau an dieser Stelle und so ist eine der ersten Hürden schnell überwunden. Man merkt auch sofort den künstlerischen Stil des Autors, der sehr oft seine Bilder durch Überlagerung und Mehrfachbelichtungen zu wahren Kunstwerken knetet. Das Buch ist mit viel Gefühl und Liebe zum Detail geschrieben. Gerade die Bildauswahl beeindruckt schon ganz erheblich obwohl einige bearbeitete Bilder des Autors doch manchmal etwas zu arg im Vordergrund zu sein scheinen.

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Ebenso hat mir das Kapitel zum Thema Bildanalyse gut gefallen, weil dies nicht nur weiterhilft seine eigenen Bilder selbstkritisch zu beurteilen und daraus zu lernen sondern auch wie man gerade in den sozialen Netzwerken besser Bilder beurteilen kann. Auch wenn die häufigen W-Fragen immer wieder auftauchen kann man Sie gar nicht oft genug wiederholen. Wer sich also vorher eher theoretisch oder eher aus technischer Sicht und der Perfektion im Umgang und dem einstellen der Kamera beschäftigt hat wird hiermit zu einem guten Fotografen werden. Wer bereits eine gewisse Erfahrung oder Ausbildung genossen hat wird hier viele Aha-Erfahrungen machen und sich oft denken „so spielt das zusammen“ und vieles was vorher eher durch Zufall entstanden ist kann man dann auch gelassen und voller Hingabe reproduzieren.

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Mein persönliches Fazit: Man merkt die jahrzehntelange Erfahrung des Autors und Fotografen dem Buch an und es sollte in keinem guten Bücherregal fehlen! Insgesamt ein sehr gutes Buch auch wenn man sich etwas mehr fotografische Vielfalt gewünscht hätte. Hier hätte der Autor sicher noch einige Fotokollegen finden können.

Rezension Traumfabrik Photoshop

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Eigentlich besteht das Buch „Traumfabrik Photoshop“ aus 5 einzelnen Büchern, denn jeder der 5 Autoren Jurek Gralak, Uli Staiger, Marie Beschorner, Olaf Giermann und Simon Kopp zeigen hier Ihr Bestes und alleine das wäre schon ein komplett eigenes Buch wert. Nun haben diese Photoshop Künstler es zustande gebracht auf den rund 360 Seiten zum Einen sich selbst, Ihre Besten Arbeiten und darüber hinaus einen Einblick in Ihre Arbeitsweise bis hin zu einem Kunstwerk welches durchgearbeitet und besprochen wird zu bieten. Den Anfang macht der Steampunk Art Photoshopper Jurek Gralak.

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Angefangen vom Bau der Requisiten bis hin zum Shooting, dem Rendnern der 3D Objekte in Cinema 4D, dem Composing bis zum finalen Look wird alles durchgearbeitet. Sehr schön finde ich hier die Liebe zum Detail und das erarbeiten des finalen Looks. Uli Staiger baut nach einem kurzen Überblick dann eine auch wieder in Cinema 4D erstellte lange Wasserrutsche in eine malerische Küstenlandschaft ein. Hier merkt man die doch eher etwas andere Herangehensweise an die Sache mit Anlegen von Bildarchivmaterial, einem etwas längeren Part zu Cinema 4D und einem schön erklärenden Part wie man die vielen Composing Fotos zusammenbaut. Bei Marie Beschorner stehen dann eher die gezeichneten Figuren in der Art von Disney auf dem Programm. Hier kommt es viel auf Farbe und Pinsel in Photoshop an. Bei Olaf Giermann kommt dann Dark Art und das einarbeiten von alltäglichen Gegenständen in einige futuristischen Bilder gezeigt. Bei Simon Kopp’s Bild „Airborn – Reparaturen“ geht es dann um eine futuristisch anmutende schwebende Plattform und wie diese aus diversen Grundformen und Vorlagen zusammengebaut wird.

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Zu allen 5 Kapiteln im Buch gibt es das Bildmaterial und die entsprechenden Photoshop Dateien zum Download auf der Rheinwerk Seite. Aber Vorsicht das sind im gesamten schon so ca. 5GB und das kann ggf. je nach Downloadrate und Kapazität einige Zeit dauern bis man die Materialien auf seiner Festplatte hat.
Mein Fazit: Wer also zum einen schon ein bisschen Erfahrung mit Photoshop hat und sich mit dem Erstellen von fantastischen und außergewöhnlichen Composings beschäftigt wird an diesem vielfältigen Buch seine Freude haben. Gerade die abwechslungsreichen Techniken gefallen doch sehr gut.