DIY

DIY Tether Table

Wie viele von euch ja schon mitbekommen habe bin ich ein großer Fan davon Sachen erst einmal selbst zu bauen anstatt Sie fertig zu kaufen zumal man Sie wirklich viel zu oft nur wenige Male benötigt. Die Werbung und unser Verhalten verleiten uns aber (leider) allzu oft dazu dieses „Haben wollen“ Gen auszuleben. Ich gehöre auch dazu, mag viele Gadgets, aber habe mir eben auch angewöhnt erst mal zu überlegen ob es nicht auch selbst gebaut geht. Fast IMMER komme ich dann zu dem Schluß, das beim selbst gebauten dann viel mehr Freude dabei ist und man sogar oft noch VIEL flexibler it dem Material umgeht.

So auch mit dem sog. Tether Table oder Tethered Tool Tisch. Viele Fotografen kennen das gerade im Studio aber auch OnLocation. Man braucht einen kleinen Tisch um sein Notebook in Augenhöhe darauf abstellen zu können oder auch nur als Ablage für das ganze Zubehör. Da ist ein kleines Tischchen genau richtig.

Natürlich gibt es da auch fertige Modelle für mehrere hunderte von Euronen. Die sind sicherlich auch sehr gut. Wenn man dann aber eh noch zig Anbauteile braucht, die Hälfte dann passt, die andere Hälfte entweder gar nicht gebraucht wird, nicht für das passen was man damit machen will, etc. … Naja.

Bautechnisch ist das wie man ja sieht eher GANZ einfach: Zwei L-Winkel mit ein paar fertigen Löchern vom Baumarkt, eine Schraube samt (Flügel)-Mutter zum zusammenschrauben. Einen der Winkel an eine Grundplatte geschraubt (hier eine Holzplatte aber man kann da natürlich auch eine Blechplatte oder was aus Plastik nehmen) und den anderen Winkel mit der Mutter dran, fertig. Wer da jetzt was wirklich schweres draufstellen möchte (mein Lenovo Thinpad hat es problemlos getragen und man konnte ohne das es wackelt drauf tippen) der kann noch Unterlegscheiben verwenden dann ist das wirklich bombenfest und stabil.

Ich hab das Ganze gerne auf einem Mikrofonstativ, weil da eine Schraube bereits dran ist und ich nur mit einer Stativmutter das Ganze festschrauben kann. Das Ganze passt aber auch natürlich auf jedes andere Kamera-, Video- oder Lichstativ. Wer will kann da jetzt ähnlich wie bei den diversen anderen Stativhalterungen seinen Ideen freien Lauf lassen, Kabelführungen, Becherhalter, Festplattenhalter, etc. dran anbingen und Spaß haben.

Ich meine nur, das es ein gewaltiger Unterschied ist auch im Profibereich wenn man einfach auf den „Bestell Button“ klickt, mehrere Tage oder gar Wochen später ein Paket bekommt für MEHRERE Hunderte von Euronen, das Zeugs aufbaut und dann doch noch feststellen muß, das das für die kommende Produktion oder für das eigene Studio „nur“ zu 60-70% das ist was man sich vorgestellt hat, zig Anbauteile dazu bestellen muß, diese dann nicht oder nur so halb passen oder das bringen was man will oder man besser gleich selbst los in den Baumarkt geht oder den Praktikanten das Ganze innerhalb weniger Minuten (bei mir hat das glaub ich samt Einkauf eine halbe Stunde gedauert) zusammenbasteln lässt, es am Ende dann eh dasselbe macht aber für nur so ca. 5-8 Euro je nachdem ob man in der Kiste irgendwo noch Schrauben und Muttern rumfliegen hat. Eine „Tischplatte“ gibts beim Baumarkt in der Restekiste umsonst oder man verwertet einfach irgendwas. Selbst wer jetzt GANZ außergewöhnlich irgendwas aus Aluprofilen und Carbon zusammengeschustert wird EINIGES an Geld sparen aber an Erfahrung und Spaß sammeln. Also: Viel Spaß beim nächsten Foto mit DIY.

Die DIY Hohlkehle

Der ein oder andere hat ja schon mitbekommen, das ich gerne Dinge selbst baue wenn es nicht sein muß dafür Geld aus zu geben. Dies verbindet mich u.a. mit Internet Größen wie Casey Neistat und Anderen.

Das gilt speziell für Foto Equipment, welches ich nicht tagtäglich brauche, was aber ein Nice to Have Gadget ist, was man aber gerne wenn man es braucht SOFORT da haben möchte. So geht es mir mit einer Hohlkehle für das Fotostudio. Es gibt sicher zig Möglichkeiten wie z.B. mit weißem Brotpapier und einem großen Pappkarton. Ich wollte aber auch in der Lage sein das Ganze etwas stabiler und mehrfach transportabel zu haben. Deshalb habe ich mich für eine simple, aber sehr flexible Lösung entschieden.

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Wie zu sehen braucht man dafür eigentlich nur zwei Eckspanner aus dem Baumarkt mit dem man z.B. Bilderrahmen oder eben Ecken zusammenleimen bzw. halten kann. Dann mehrere dieser Klammern (gibt es auch als große Metallklammern), zwei Holdbretter, je ca. 50cm x 70cm und je nach belieben Hintergrundkarton (Bastelkarton) eben in A1 Größe.

Die Bretter kann man sich entweder zurecht schneiden lassen oder man kann ich auch zwei solcher Bretter aus dem Holzrestebereich suchen, die ungefähr passen und dann auf dieselbe Breite zuschneiden. Das ist wichtig, da man die Eckspanner sonst nicht setzen kann. Wer mag kann auch Bretter mit unterschiedlicher Maserung nehmen, das man das gleich schon als Hintergrund/Untergrund verwenden kann. Man kann die Bretter natürlich noch nach belieben anmalen, mit Folie oder Tapete bekleben oder sonst wie verschönern.

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Der Hauptteil unserer Holhkehle besteht also aus diesen zwei Brettern, die im 90 Grad Winkel mit diesen Eckspannern zusammengehalten werden. Darauf kann man dann mit den Klammern den Bastelkarton oder einen sonstigen Hintergrund spannen. Ich habe die Brettgrößen so gewählt, das wenn ich einen Bastelkarton von 70cm Länge habe, das ich theoretisch zwei davon anbringen kann. Einen an der horizontalen und einen an der vertikalen Seite. Wenn ich nun EINEN solchen Karton verwende dann habe ich an den Brettern jeweils noch Platz um z.B. Lampen oder weitere Props zu befestigen.

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Man kann hier natürlich auch mehrere dieser Bastelkartons in unterschiedlichen Farben hintereinander an dieser Hohlkehle anklemmen und dann zwischendurch schnell den Hintergrund ändern. Wenn man die Holzbretter auch noch beklebt oder angemalt hat vervielfachen sich die Möglichkeiten.

Es gibt z.B. sehr schöne Tapeten mit Ornamenten drauf. Eine solche Rolle (würde für ca. 2 Wandbahnen reichen) kosten zwischen 30-50,- was wenn man im Studio eine ganze Wand damit tapezieren will doch einen gewissen wenn auch nicht gerade großen Kostenfaktor ausmacht. Oft gibt es hier aber bereits ausgepackte Muster-Rollen und wenn man nett fragt schneidet da ein Mitarbeiter auch gerne mal ein ca. 1m langes Stück ab. Das reicht dann also vollkommen um eines unserer Bretter zu tapezieren.

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Wie hier sehr schön zu sehen kann man die Hohlkehle auch schnell mal im Keller oder unterwegs aufbauen. Das Material nimmt wenig Platz weg und die Bretter können natürlich auch anderweitig verwendet werden. Wenn man das Ganze hochkant aufbaut kann man sich damit eine Ecke in einem Raum z.B. für Stilleben oder ähnliches zusammenbauen. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

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Das Beispielbild ist hier natürlich nicht optimal ausgeleuchtet, aber man sieht denke ich sehr gut wo das Ganze hinführt und wer eine schnelle, flexible und kostengünstige Lösung sucht (die Eckklammern kosten ca.  EUR 10,- und die Plastikklammern je ca. EUR 2,- ) ist hier genau richtig. Egal ob für den nächsten eBay Verkauf, den Freisteller vom Smartphone oder der Glühbirne für das nächste Composing oder das Stilleben der Obstschale aus dem Urlaub.

Poppcorn Pinselspitzen mit Adobe Brushes

Ich nutze das Tool schon eine ganze Zeit und bin immer wieder begeistert. Mit Adobe Brushes welches mittlerweile in die App-Collection Adobe Capture CC integriert wurden kann man sich seine eigenen Pinselspitzen für Photoshop CC und andere Programme die dieses Format verwenden selbst erstellen. Das schöne dabei ist u.a. das die mit dem Smartphone erstellte Pinselspitze gleich mit der Adobe Cloud synchronisiert wird und man nicht erst umständlich die Pinselspitze erst irgendwie vom Smartphone auf den Computer transferieren muß oder so.

Als Vorlage kann hier natürlich nicht nur ein Pinselstrich in breit oder schmal dienen sondern auch alle möglichen anderen Objekte. Wie man das nun umsetzt habe ich hier einmal beschrieben.

Vorbereitung: Der Pentel Stift

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Man kann im Grunde alles als Vorlage verwenden was sich fotografieren läßt. Ich wollte ein paar echte Brushes haben, die ich für Stempelarbeiten ebenso wie für künstlerische Schreibarbeiten verwenden kann. Hier gibt es die sog. Pentel Brush Pens, die man z.B. bei Jetpens bekommt. Ich habe mir hier zum einen den Pocket Pilot mit Schwammartiger Spitze und einmal den Pentel Standard Brush Pen Medium zum wieder auffüllen (auswechselbarer Tintentank) geholt.

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Hiermit habe ich einfach diverse Pinselstrokes auf Papier gemalt. Unter anderen kann man damit sehr realistische Nupsies selbst malen um diese dann für fliegende Staubpartikel, SciFi artige Partikel in der Luft, Schnee oder andere Partikelchen zu verwenden. Einen Eindruck wie das dann aussehen kann habe ich einmal versucht in Teil 2 dieser Artikelreihe wieder zu geben.

Die beiden Stiftarten verhalten sich hier wegen der unterschiedlichen Spitzen-Materialien auch auf Papier unterschiedlich und man erhält schöne Texturen.

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Man kann hierbei also ein bisschen rumspielen und verschiedene Formen malen. Je nachdem wofür man die Brushes später verwenden möchte.

Brushes in Adobe Capture CC

Danach öffnet man einfach in Adobe Capture CC auf seinem Smartphone den Bereich „Brushes“ und bekommt die Kamera angezeigt. Hier einfach eine Pinselspitze grob auswählen. Dann hat man noch einen Regler mit dem man den Freistellungsgrad einstellen kann. Nachdem man dann das Bild aufgenommen hat kann man noch den Ausschnitt anpassen um die Spitze dann ab zu speichern.

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Danach kann man der Spitze noch einen Namen geben unter dem man dann später in z.B. Photoshop diese Spitze dann auch wieder findet.

Achja, mein Favorit ist natürlich mein Poppcorn Brush, der immer wieder gut ankommt.

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Gratis Brushpen Download

Und wer jetzt seine eigenen Brushpen Spitzen zusammen mit Adobe Capture CC erstellen möchte, aber keinen Pentel Brushpen Stift zur Verfügung hat für den habe ich hier einmal ein paar meiner Malarbeiten zur kostenlosen Nutzung hinterlegt. Ich würde mich lediglich freuen wenn Ihr mir eure damit erstellten Arbeiten zeigt wenn Ihr die verwendet.

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Blatt1

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Blatt2

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Blatt 3

Bild am besten runterladen oder gewünschte Pinselspitze vom Bildschirm abfotografieren – wie man das auch möchte und danach eben in Adobe Capture CC weiter bearbeiten. Enjoy.

 

 

DIY Stativhalterungen für Handy, Tablet und Co

Oft habe ich das Bedürfnis diverse Gerätschaften wie z.B. mein Tablet oder mein Smartphone direkt an der Kamera zu haben um damit z.B. einen Fernauslöser zu betätigen, beim Tethered Shooting die Bilder sehen zu können oder diverse andere „Teile“ direkt am Stativ zu haben (wasweiss ich z.B. die Kaffeetasse oder eine Wasserflasche…).

Mein Novoflex Tripod Stativ hat hierzu ein 1/4 Zoll Gewinde im Stativkopf. Daran kann ich dann einen Gurt oder wie in diesem Beispiel einen MagicArm anschrauben. An dem MagicArm habe ich dann hier ein Handhalter (auch mit einem 1/4 Zoll Gewinde welches ich normalerweise auf einem Saugnapf habe) befestigt.

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Wie man sieht ist solch ein zusätzliches Gewinde am Stativ unheimlich praktisch. Wenn man nun aber kein Gewinde parat hat und auch keine Löcher bohren möchte oder kleben oder schweissen möchte gibt es noch eine Lösung.

Man kann einfach den Kugel- oder Schwenkkopf oben kurz abschrauben und eine Querstange dazwischen schrauben. An dieser Querstange kann man dann wie bereits gezeigt einen MagigArm, Getränkehalter, Kabel oder sonstiges Equipment befestigen.

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Ebenso kann man auf diesen Schienen die es im Musikbedarf gibt oder die man selbst anfertigen kann (Stange, drei Löcher rein, fertig) auch Blitze und/ oder Lampen anbringen.

Wenn man genug Phantasie hat kann man eine ganze Menge mit diesen Querstangen, MagicArms und dem 1/4 Zoll Gewinde erreichen. Enjoy!