Rheinwerk Verlag

Review Die Perfekte Mappe

 
Das Buch „Die Perfekte Mappe“ von Andreas Modzelewski und Regine Hellwig-Raub ist eigentlich für angehende Design Studenten und Auszubildende in den Bereichen Kommunikationsdesign, Modedesign, Grafikdesign, Industriedesign, Architektur, Transport Design, etc. gedacht. Für mich war der Bereich Fotografie von besonderem Interesse.
Die Autoren stellen hier im Lehrbuch Stil jeweils nach den entsprechenden Studienrichtungen unterteilt die wichtigen Informationen zusammen die man bereits bei der Auswahl des Studienganges, dem Aufbau der Mappe, der Ideenfindung und Ausarbeitung, den Dos und Don’ts bis hin zur Prüfungsvorbereitung der Mappenpräsentation braucht. Auch Beispiele aus den einzelnen Bereichen mit Vorstellungen von den Mappen von Studenten sind ebenso hilfreich wie Tipps zum zeichnen, Schrift und Grafik, Plastiken, etc. Auf den ersten Blick sind die jeweiligen Infos die für einen selbst wenn man sich auf einen Studiengang eingeschossen hat, recht überschaubar. Aber es hilft auch im gesamten sich über andere Studiengänge zu informieren. Besonders schön fand ich die jeweiligen Beispiele der Mappen einiger Studenten. Hier hätte ich mir allerdings auch mal das Zeigen einer kompletten Mappe gewünscht und nicht nur je 3-4 Bilder aus der Mappe. Ebenso würde man sich ein paar mehr Tipps zu den ersten Studiensemestern passen wo man dann ggf. auch Infos zu verwendeten Tools, Materialien, Büchern und weiterführende Links erfährt. Auch ist der Preis mit Knapp 35,- im Verhältnis zum Informationsgehalt eher im oberen Preissegment anzusiedeln. Alles in Allem ist das Buch aber für angehende DesignstudentInnen ein Zugewinn und man kann etwas beruhigter ins Studentenleben starten.

Rezension Das Authentische Porträt

 
Ich habe mich für ein Buch zum Thema Porträtfotografie interessiert, welches zur Abwechslung nicht zu technisch ist und einem das Thema Menschenfotografie und wie man die Emotionen zu Bild bringt nahe bringt. Das Buch „Das Authentische Porträt – Bild für Bild erklärt!“ aus dem Rheinwerk Verlag kam mir dabei gerade recht.
Über 150 Fotografien werden von den 9 Autoren Felix Brokbals, Michael Färber, Moritz Fuchs, Sabrina Guthier, Marina Kloess, Corwin von Kuhwede, Ute Mans, Anton Rothmund, Ronald D. Vogel in diesem Buch beleuchtet, gezeigt und erklärt.
 
Dabei kann es einmal ein junges Anfänger Model sein, einmal die eigene Familie oder das Nachbars Baby. Dabei sieht man die verschiedenen Macharten ob nun vor einem großen Fenster, im Wald, im Studio gestellt oder natürlich.
Sehr gut hat mir dabei die Kapitelartige Unterteilung gefallen, die eher nach emotionalen Themen aufgebaut ist:
 
  • Klassisch und seriös
  • Schön und zart
  • Verträumt und Melancholisch
  • Entspannt und lässig
  • Kühl und unnahbar
  • Fröhlich und verrückt
Darunter kommen dann Bildtitel passend zu diesen Stimmungen dann Fotos am Strand, Die Verkäuferin, Tea Time, die neue Kappe, etc.
Man hat also schon anhand des Bildtitels und wo die Stimmung hingehen soll eine Ahnung. Fast jedes Porträt hat jeweils eine Seite Platz und auf der gegenüberliegenden Seite ist dann jeweils der erklärende text zum Bild in dem man dann nachlesen kann was einen zu diesem Bild bewogen hat, wie man das aufgebaut hat oder wie es zu dem Foto in freier Natur gekommen ist. So kommen über 150 Porträts auf knapp 300 Seiten zustande. Auch jeweils beim text dabei stehen die Eckdaten der kamera wie Brennweite, Zeit und ISO. Diese sind aber eher nebensächlich und unterstützend gemeint. Wichtiger ist den Autoren wie es eben u den Bildern gekommen ist, weil es ja eben um ganz persönliche Porträts geht. Ob man jetzt das Buch einfach als eine Art Inspirationsbuch oder eine Art Lehrbuch nimmt ist denke ich jedem selbst überlassen. Es ist für ambitionierte Fortgeschrittene aber auch Anfänger auf dem Gebiet gut geeignet. 
Als Porträtfotograf ein Muss.

Rezension Expedition ins Licht

Das Inspirationsbuch „Expedition ins Licht“ aus dem Rheinwerk Verlag Ist für alle Fans außergewöhnlicher Bilder eine wahre Augenfreude. Die einzelnen Kapitel bzw. Themengebiete Tropfenfotografie von Andreas Drobny, Lightpainting von Bernhard Rauscher, Mikrofotografie von Karl E. Deckart, Sternenfotografie von Christian Westphalen, Extremwetterfotografie von Dennis Oswald und Luftbildfotografie von Timo Lieber werden dabei hervorragend abgedeckt, zeigen Meisterwerke und die Autoren geben Einblicke zur Entstehungsgeschichte und Tipps zum selbst fotografieren. Hierbei ist das Buch nicht als Lehrbuch im eigentlichen Sinne zu verstehen, da hier nur in Ansätzen berichtet wird wie die Bilder entstanden sind. Entsprechende Fachbücher werden für den ein oder anderen da sicherlich noch weitere Tipps liefern müssen. Das Buch ist auch von der Aufmachung her eher ungewöhnlich. Man kann bis zur Mitte blättern und sich inspirieren lassen. Dann ist das Buch sozusagen verkehrt herum und man muß es einfach um 180 Grad drehen und dann von der anderen Seite lesen. Mir persönlich hat dieses herumdrehen eher nicht so arg gefallen. Zum einen, weil ich gerne unterschiedliche Bilder parallel betrachte und beim hin und herblättern dann immer dieses rumdrehen eher störend fand und man nie weiß wo der Anfang ist um sich zu orientieren. Es macht inhaltlich auch eher weniger Sinn und gerade in der Mitte wird teurer Bildplatz durch geschwärzte Seiten verschenkt. Nichts desto trotz sind durchweg alle dargestellten Fotos von höchster Qualität und es ist eine wahre Freude sich diese anzuschauen und als Inspiration zu verwenden. Egal ob man im heimischen Keller mit ein paar Farbklecksen Tropfenfotos machen will oder am Wochenende Nachts den Sternenhimmel ablichten möchte. Eine wahre Pracht.

Review Das Buch für Ideensucher

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Einmal ein ganz anderes Buch in der Aufmachung und Inhalt ist Das Buch für Ideensucher von Philipp Barth aus dem Rheinwerk Verlag. Danach sucht sicher jeder Kreative sei es schreibend, malend, fotografierend, filmend oder anderweitig nach Ideen suchend. Oft ist es da ja so, das man kreativ sein möchte, aber dieses Potential genau dann wenn man es braucht nicht ausnutzen kann und dann vor dem berühmten leeren Blatt Papier sitzt. Hier setzt das Buch an und gibt einem als eine Art Lesebuch und Lehrbuch viele Tipps angefangen von der Definition und der Richtigen Einstellung zum Ideen finden. Dann geht es darum wie man erst mal anfängt, denn aller Anfang ist schwer. Danach geht es um all die Ideen, die eh schon um einen herum sind diese richtig zu erkennen und zu nutzen, Kreativtechniken in der Praxis anzuwenden, Leitsätze für die Kreativität bis hin zur richtigen Präsentation von Ideen und wie man damit nachhaltig erfolgreich sein kann. 
 
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Das Buch liest sich dabei sehr locker und nicht irgendwie anstrengend. Es macht Spaß die Ideen zum Ideenfinden wie eine Art Roman oder Kochbuch in sich auf zu nehmen. Auch das Buch selbst sticht aus der breiten Masse hervor. 
 
Die Buchseiten und das Buchcover schließen bündig ab und wie in einem Arbeitsbuch sind bereits wichtig erscheinende Textstellen gelb hinterlegt.
 
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Überall im Buch sind Checklisten die man gut umsetzen und für seine Arbeit adaptieren kann. Auch lenken nicht zu viele Grafiken ab. Sie sind jeweils nur am Anfang eines Kapitels sozusagen als Musegeber vorhanden. Jedes Kapitel ist recht kurz und prägnant geschrieben. Trotz der viele Beispiele ist das Buch nicht irgendwie zu speziell und man kann egal ob man nun eine Einmannfirma ist und wasweissich T-Shirts bedruckt oder ein weltweites Unternehmen mit Kreativabteilungen ist von diesen Tipps profitieren. Es erweitert einfach den Horizont ungemein. Selbst wenn man typisch Lustlos mit einem Auftrag dasitzt und so garnicht weiss wo man anfangen soll oder wie man in der Kürze der Zeit überhaupt fertig werden soll findet man mit den Tipps doch noch den roten Faden, die Idee, die Motivation und die richtige Umsetzung. Egal ob es jetzt um eine neue Brötchenform oder ein Auto handelt. Viel Spaß mit neuen Ideen!

Review Grundkurs C

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Als erstes ist mir aufgefallen, das das Buch Grundkurs C von Jürgen Wolf aus dem Rheinwerk Verlag im Gegensatz zu vielen anderen Lehrbüchern für Schule und Studium ein Taschenbuch ist. Dadurch ist es sehr kompakt und man kann es super mit sich herumtragen oder neben sich auf dem Schreibtisch lesen und dabei noch an der Tastatur arbeiten. Viele andere Bücher mit Hardeinband sind hier etwas unpraktisch im handling.
Das Buch umfasst über 420 Seiten und geht hierbei im Aufbau recht klassisch vor. Nach einer kleinen Einführung und den ersten Schritten in der Programmiersprache C samt Einrichtung einer kleinen Entwicklungsumgebung werden die verschiedenen Basisdatentypen, Operatoren und Rechnungen, Anweisungen und Verzweigungen, Schleifen, Funktionen, Präprozessor-Direktiven, Arrays und Zeichenketten, Pointer, dynamische Speicherverwaltung, komplexe Datentypen, Datenstrukturen sowie die Ein- und Ausgabe Funktion detailliert betrachtet. Zu jedem Kapitel gibt es am Ende noch Kontrollfragen zum jeweiligen Kapitel und Beispielprogramme. Somit kann man die Programmiersprache wunderbar erlernen und hat auch gleich Ergebnisse auf dem Bildschirm. Die Lösungen der entsprechenden Aufgaben stehen dann im letzten Kapitel dabei, allerdings nicht als download sodass man doch angehalten ist die wirklich kurzen Programme selbst zu programmieren. Dies trägt natürlich trotz der einfachen Programme zu einer gewissen Übung beim eingeben von Code bei. Alles in allem fand ich es ein gutes und verständliches Buch was ich einfach so weiterempfehlen kann.

Rezension Linux Kommandoreferenz

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Eigentlich kenne ich „den Kofler“ also die sogenannte Linux-Bibel schon seit 20 Jahren seitdem ich mit Suse Linux auf 4 CD’s angefangen habe. Das Buch „Linux Kommandoreferenz Shell-Befehle von A bis Z“ war hier dann eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich es im Regal stehen haben wollte. Der Autor Michael Kofler hat es meiner Meinung nach geschafft auf den 467 Seiten des Buches aus dem Rheinwerk Verlag eine wirklich sinnvolle Ergänzung zu seiner umfangreichen und dicken Linux-Bibel raus zu bringen.

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Aufgeteilt ist das Buch in 4 große Abschnitte: Thematische Kommandoübersicht, Die Kommandos von A bis Z, die Konfigurationsdateien und Tastenkürzel. Bei der Thematischen Kommandoübersicht werden die Kommandos eben Thematisch unterteilt kurz aufgelistet also z.B. Dateien suchen, Bearbeitung von Textdateien, LVM-Kommandos, Netzwerkverwaltung, etc. und darunter dann die jeweiligen Kommandos mit einer kurzen Erklärung was es tut und der Seite später im Buch wo das genauer beschrieben ist. Wenn es hier mal zu Distributionsspezifischen Kommandos kommt steht diese in Klammern mit dabei wie z.B. Suse, RedHat, Fedora, Ubuntu, CentOS, etc. In dem wohl umfangreichsten Kapitel mit über 350 Seiten geht es dann dann um die Befehle im einzelnen. Hier wird jedes Kommando dann im Detail mit den Parametern erläutert und mit sehr viele Beispielen anschaulichst erklärt. Abgerundet wird das Ganze dann durch das Kapitel mit den Konfigurationsdateien. Sehr gut fand ich hierbei z.B. die Hervorhebung bei z.B. /etc/network/interfaces nach IP V4 und IP V6 so das man sich schneller zurechtfinden kann. Auch sehr hilfreich sind Hinweise auf Raspberry-Pi-spezifische Kommandos. In dem relativ kurzen Kapitel über die Tastenkürzel werden eben die wichtigsten Tastenkombinationen zur bash, joe, gnome, mutt oder vi/vim tabellarisch dargestellt. Ich habe dann auf dem hinteren Bucheinschlag noch eine CD gefunden, die in der Buchbeschreibung und im Inhalt nicht weiter beschrieben wurde. Hier ist das komplette Buch nochmals als 2,5MB große PDF Datei zu finden. Wer keinen Internetanschluss hat kann so das Buch als durchsuchbare PDF am Rechner lesen. Meiner Meinung nach ist das durchlesen und ggf. aktive verwenden einer Kommandoreferenz viel effektiver, eine PDF Datei rundet das ganze aber sicherlich ab. Als klitzekleinen Wunsch für eine Zweitauflage bzw. update des Ganzen würde ich mir noch weitere Config-File Beispiele wie z.B. mutt, vim, etc. wünschen aber das geht dann schon eher in die „Advanced“ Schiene des ganzen. Ebenso wird dann bestimmt noch die bessere Erkennbarkeit welche Kommandos es bei Suse, Raspberry-Pi oder Fedora NICHT gibt bzw. wo die Unterschiede liegen geben.

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Mein persönliches Fazit: Wer also Täglich mit Linuxbasierten Betriebssystemen zu tun hat und den großen Kofler schon durchgearbeitet hat wird hiermit seine wahre Freude haben. Aber auch wer eben eine schnell zugreifbare Kommandoreferenz sucht die darüber hinaus noch wertvolle Zusatzinfos zu den einzelnen Kommandos liefert und wo noch Config Dateien erläutert werden wird glücklicher sein. Im Grunde wird genauso wie die Formelsammlung in der Schule, das Tabellenbuch in den wissenschaftlichen Studiengängen diese Kommandoreferenz das Unverzichtbare Grundwerk für alle Linuxer werden. Vielen Dank dafür.

Rezension Photoshop für Fotografen

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Diesen Monat habe ich mir mal das Videotraining „Photoshop für Fotografen“ zu Gemüte geführt. Die erfahrene Trainerin und Buchautorin Maike Jarsetz hat hier eine schöne Zusammenstellung an Themen gefunden. Neben den Basiskorrekturen und dem sogenannten entwickeln mit Camera Raw über verschiedene Techniken in Photoshop unterschieden in Themen zur Landschaftsfotografie, Architektur oder Portraitfotografie bis hin zur Arbeit mit Studioaufnahmen und Fotomontagen bzw. Composings wird das Ganze Spektrum in rund 11 Stunden abgedeckt. Man kann sich die einzelnen Kapitel am Stück hintereinander oder einzeln anschauen je nachdem wie man es braucht. Schön gefallen hat mir, das z.B. bei der Portraitfotografie alles angefangen von der Hautretusche, Hauttöne angleichen bis hin zu Frequenztrennung, Bildlooks und einfügen von Catchlights im Auge besprochen wird. Der Stil der Trainerin ist hier sehr geradeaus und Zielgerichtet.
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Fast alle sogenannten Basiskorrekturen werden in Camera Raw durchgeführt um dann später die spezifischen Retuschen angepasst auf den Aufgabenbereich durch zu führen. In den vorderen Kapiteln werden die Schlüsseltechniken wie z.B. Masken, Ebenen, Verflüssigen, Füllmethoden und Smart Objects besprochen damit man eine entsprechende Grundlage für die darauf folgenden Kapitel und Workflows hat. Hierbei werden die Techniken und deren Unterschiede bei Themenbereichen wie der Landschaftsfotografie wo es mehr um Farben, Luminanz, Schärfe und die Panoramaerstellung geht, der Portraitfotografie bei der es dann mehr um Hauttöne, Licht und Schatten sowie Bildlooks geht, der Architekturfotografie wo es dann eher verstärkt um Perspektive, Schatten und Kontraste sowie HDR geht, der Studio- und Stillife Fotografie wo es auf Flächenretusche, Formen und Lichtreflexe ankommt bis hin zu den Fotomontagen bei denen es dann um das Freistellen, Maskenkanten und Bildfarben geht. In einem Extrakapitel zum Schluss geht es dann nochmal um die Adobe Bridge, Bildformate und das abspeichern für das Web sowie das erstellen von Aktionen.
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Sehr schön ist, das die verwendeten Bilder von Fotolia ebenso mit auf der DVD dabei sind. Ebenso sind die Arbeitsdateien im Photoshop Format zu den einzelnen Kapiteln auch mit auf der DVD. So kann man schön die einzelnen Tutorials mitmachen.
Alles in allem ein sehr schönes Videotraining was man im einzelnen oder im Gesamten schauen kann und die 11 Stunden Gesamtspielzeit werden einem sicher nicht langweilig.