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Adobe XD Plugin Developer

War das ein Tag! Da denkst Du das wird so ein normaler „ich zeig euch ein „Hello World“ und das wars und dann kommts knallhart mit „wir programmieren uns gleich was vernünftiges“. Aber der Reihe nach.

Adobe hat zum Adobe XD Plugin Developer Workshop Tag geladen. Das hört sich schon sehr speziell an, aber da mich als nicht-Developer das schnelle erstellen von UI’s interesiert hat und man mit plugins in Adobe XD nun mal eine ganze Menge machen kann bin auch ich diesem Ruf gefolgt. Anwesend waren rund 25 Leute und der Meetingraum im C-Hub in Mannheim war somit voll.

Nach der kurzen Einführung ging es auch gleich los mit dem erstellen des ersten plugins und einigen Übungen. Das was einem hier innerhalb von 2 Stunden beigebracht wurde dafür würde man bei einer „normalen“ Developer Schulung gleich mal einen Tag brauchen und der Trainer geht dann noch gemütlich rum. Wer also eine gemütlich langweilige Verkaufspräsentation irgendeines Vertrieblers erwartet hatte war hier definitiv falsch. Wissen pur wurde unter Druckbetankung vermittelt. Einfach WOW!

Innerhalb des halben Tages hat man also bereits ein funktionierendes Plugin mit einer Dialogbox und einer Abfrage. Für eingefleischte Developer im Adobe XD Bereich war das natürlich Kinderkram, aber es zeigt auch wie schnell man was herzeigbares sogar als Anfänger erstellen kann. Nur mit ein kleinbisschen Programmiererfahrung.

Um die Mittagszeit haben einige Plugin Developer einmal über Ihre Schultern schauen lassen wie Sie einige bekannte Plugins entwickelt haben bzw. was der workflow dabei war.

Nach der Mittagspause wurde dann an den eigenen Plugin Ideen gebastelt und zusammen mit den erfahrenen XD Developern an Fehlern oder einzelnen Plugin Teilen gearbeitet.

Am späten Nachmittag hat man dann das Ganze nach einigen Plugin Demos zum gemütliche Teil hin ausklingen lassen. Zwischendrin blieb natürlich noch mehr als genug Zeit zum Netzwerken.

Mir ist beim Workshop dann aufgefallen, das man gerade mit plugins viel automatisieren kann. Dadurch kann man XD nicht nur als reines Rapid Prototyping Tool verwenden sondern mit den entsprechenden Plugins auch produktiven Content hinten raus fallen lassen. Hier sind dann natürlich auch diverse Kopplungen an andere Produktive Systeme sei es andere Adobe Produkte, wordpress, Trello, etc. machbar. 

Wer also selbst Lust hat sich tiefer mit dem programmieren von Adobe XD Plugins zu beschäftigen für den habe ich hier noch einige Infoquellen:

 

Wer jetzt nicht so arg der Developer ist, aber dennoch was im Bereich der kreativen Adobe Produkte dazulernen will sollte sich den Adobe Blog oder die diversen Facebook Gruppen und Seiten zu den jeweiligen Produkten genauer anschauen. Hier werden immer wieder entsprechende Veranstaltungen geteilt.

Einen offiziellen Bericht zum Event ist von Ingo Eichel Ingo Eichel auch schon verfasst.

Nette Beobachtung: rund 95% der Teilnehmer hatten ein Macbook dabei. Davon hatte ein Großteil die Kamera mit Gaffa abgeklebt. Drei Leute hatten Lenovo Notebooks und der Rest bunt gemischt samt Surface Geräten. Fast die Hälfte hatte Logitech Mäuse dabei … ob die meinen Artikel gelesen haben?!

 

Rezension Office 2019 das umfassene Handbuch

Wie bei fast allen Büchern die mit „Der umfassende „oder Das umfassende“ anfangen ist es hier nicht anders und es erwartet Einen mit dem Werk „Office 2019 – Der umfassende RatgeberOffice 2019 – Der umfassende Ratgeber“ von Robert Klaßen ein Buch aus dem Rheinwerk Verlag mit über 1000 Seiten an Wissen rund um das Thema Office 2019. Es erscheint auf den ersten Blick wirklich sehr umfangreich, aber hierbei werden alle Office Module in Office 2019 und Office 365 abgedeckt. Im einzelnen geht es dabei um die Office Produkte Microsoft Word, Excel, Powerpoint und Outlook. Somit relativiert sich die Seitenzahl pro Programm schon wieder, also hat man sozusagen 5 Einzelbücher in einem Buch vereint. In Teil 1 des Buches geht es um einen groben Überblick, in den folgenden Teilen werden die einzelnen Produkte besprochen und in den Teilen 6-8 geht es dann um das Zusammenspiel der Einzelprodukte untereinander sowie das erstellen von Makros um die Arbeit zu erleichtern und zu automatisieren.
Das Buch richtet sich meiner Meinung nach an den Anfänger bis zum Vielnutzer, der allerdings etwas tiefer in die Materie einsteigen und Office 2019 optimal nutzen möchte. Alle Seiten sind in Farbe und die jeweiligen Erklärungen wie man im Menu zu dieser oder jener Funktion kommt sind detailliert erklärt. Der Schreibstil ist leicht verständlich und durch die farbliche Unterscheidung zwischen den Kapiteln und somit Einzelprogrammen sowie unzählige Zusatzinfos innerhalb der Kapitel ist dieses Buch sehr gut als Lesebuch neben dem arbeiten innerhalb der Programme geeignet. Besonders gut hat mir das umfangreiche Kapitel über Makros gefallen, weil dies in anderen Büchern eher selten vorkommt oder man sich gleich ein ganzes Programmierbuch zulegen muss.

Review Handbuch Online Shop

Der Titel „Handbuch Online-Shop – Strategien, Erfolgsrezepte, Lösungen „Handbuch Online-Shop – Strategien, Erfolgsrezepte, Lösungen“ der Autoren Alexander Steireif, Rouven Alexander Rieker, Markus Bückle aus dem Rheinwerk Verlag klingt schon sehr vielversprechend und es verspricht auf dem Cover neben „inkl. DSGVO“ auch „Ihr Begleiter für einen erfolgreichen Online-Handel“. Da ich einen Online-Shop in eine Homepage integrieren wollte war das Buch hier genau richtig. Als erstes geht es dann auch erst einmal darum wie man ganz untechnisch starten sollte, seinen Bedarf zu analysieren und Vorbereitungen fürs E-Commerce zu treffen. Danach geht es um einen Überblick über die technischen Möglichkeiten, die Unterschiede und technischen Voraussetzungen. Danach geht es weiter mit Produkt- und Warengruppen, Usability und Design, Warenauslieferungsprozess, Zahlungsmethoden, Online-Shop in der IT-Landschaft, Online-Marketing, Suchmaschinenmarketing, Conversion-Messung, Internationalisierung, Online-Recht, Kundenbindung und Kundenzufriedenheit, Buchhaltung und zum Schlkuß noch Tipps und Tricks.
Man merkt also schon das es ein allgemeines und allumfängliches Werk ist welches für kleine und mittlere Unternehmen gut geeignet ist den kompletten Verkaufsprozess von Grund auf aufzubauen. Die Zielgruppe ist hier klar auf den Businessmenschen ausgelegt.
Gerade bei der Übersicht der verschiedenen Shop-Lösungen werden rund 21 der gängigen Lösungen aus allen Bereichen vorgestellt. Da ist dann für jeden was dabei.
Auch hat mir sehr gut gefallen, das es hier nicht nur um den Aufbau seines eigenen Shops geht sondern eben darum was man insgesamt braucht und was noch aussenrum um den Handel wichtig ist bis eben hin zur Buchhaltung – was bei vielen anderen Büchern fehlt.
Das Buch wächst auch mit den Anforderungen. Egal ob man nun ein Einmann-Unternehmen ist, der selbstgemalte Bilder oder Töpferwaren verkaufen möchte, die Autowerkstatt mit Folierungen, der Hochzeitsfotograf mit Fotoalben Bestellservice oder der Mittelständische Betrieb mit 120 Einzelprodukten samt Lagerhaltung, Anbindung an das Firmeeigene Rechnungswesen und und und. Besonders gut haben mir die Tipps und Tricks gefallen, weil hier auf Fehler hingewiesen wird, die man gerne allzu oft macht und die man dann eben vermeiden kann.
Mit rund 830 Seiten, die zudem noch verständlich und gut erklärt geschrieben sind ist das Buch jedem (Online-)Händler ob neu oder schon länger im Geschäft zu empfehlen.

Mausologie oder wie die Computermaus entstanden ist

 

 

-Werbung- Der neue Artikel zum Thema Mausologie oder Ein Blick auf die Technik und Geschichte der Computermaus ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift c’t Ausgabe 05 / 2019 erschienen. Es hat wie immer Spaß gemacht hierüber zu recherchieren und einen Dank geht raus an Logitech. Es hatte sich nämlich schnell herausgestellt, das die Firma im Grunde genommen DER Platzhirsch schlechthin in diesem Bereich ist. Ich hatte nun das Glück das aus meiner Sicht aktuelle technische Flaggschiff die Logitech MX Anywhere 2 während meinen Recherchen zum Artikel im Einsatz zu haben. Was sich da im Laufe der letzten Jahrzehnte so getan hat ist schon bemerkenswert.

Jeder hat schon mal eine in der Hand gehabt oder arbeitet wahrscheinlich tagtäglich damit ohne sich weiter Gedanken dazu gemacht zu haben. Hin und wieder kommen aber einige Hersteller auf die Idee die alt bekannte Maus noch etwas weiter zu entwickeln und diese noch besser zu machen. Die MX Anywhere 2 ist sowas wie das Arbeitstier des Digitalen Nomaden oder die kleine Eierlegende Wollmilchsau.
Diese Maus ist nicht zu klobig, kann per Kabel Bluetooth oder Funk mit dem mitgelieferten Dongle benutzt werden und ist darüberhinaus mit extra Tasten und der sehr guten Verarbeitung trotz allem noch sehr kompakt. Die Maus selbst besitzt neben den beiden obligatorischen Maustasten ein Mausrad dessen Freilauf man per Druck auf das Rad an und abschalten kann. Dazu kommt auf der Oberseite noch eine Optionstaste mit der man z.B. bei Windows10 zwischen den Fenstern bzw. Desktops umschalten kann. An der linken Seite sind noch zwei tasten, die Standardmäßig mit „Vorwärts“ und „Rückwärts“ belegt sind. Das Mausrad selbst kann man natürlich auch noch nach links und rechts „kippen“ welches dem Rechtsscroll und Linksscroll entspricht. Das Umschalten zwischen den verschiedenen Anschlußmodi erfolgt durch eine Taste auf der Unterseite. Hier befindet sich auch der An- und Ausschalter.

Ein weiteres Higlight ist aber die Möglichkeit die Maus gleichzeitig an bis zu drei Computern zu verwenden und diese (ebenso wie auch entsprechende Tastaturen) damit interagieren zu lassen. Man kann also auch Dateien oder Texte /Bilder in der Zwischenablage zwischen den Computern hin und herschieben indem man einfach die maus auf den entsprechenden Bildschirm schiebt. Die Computer müssen dazu lediglich im selben Netzwerk sein und das Logitech Tool „Options“ welches man unter www.logitech.com/options findet muß auf allen Computern installiert sein. Danach muß in der Software die Option „Flow“ aktiviert sein. die Maus muß auf beiden Computern zudem einmal verbunden sein, d.h. auch wenn man die Maus nicht am zweiten Rechner verwenden will muß Sie in der Options-Software per Unify Empfänger oder per Bluetooth einmal erkannt und somit registriert sein. Ich habe im Test meinen alten Windows7 Rechner mit einem zweiten Monitor auf der einen Seite stehen und mein Windows10 Laptop auf der anderen Seite. hat einwandfrei funktioniert, kann man nicht anders sagen. Dies erleichtert mir z.B. das Arbeiten als digitalen Nomaden an mehreren Arbeitsplätzen ungemein.

Wie man sieht ist hier ein weiter Weg gegangen worden von den alten rein Kabelgebundenen Computermäusen die ggf. noch mit einer Metallkugel unten drin und maximal zwei Tasten und dem Mittelrad ausgestattet daherkamen und keinerlei Sonderfeatures hatten. Viel Spaß noch beim Mäuseschubsen.

 

Midi Controller mit Adobe verwenden

-Werbung da Link- Bereits in der vergangenheit habe ich mich ja schon mit dem Thema Alternative Eingabegeräte für Kreative beschäftigt. Produkte wie Loupdeck, Palette Gear, Wacom Grafiktabeletts und andere haben sich hier ja schon etabliert. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Geräten die man noch viel Flexibler einsetzen kann wie nämlich sogenannte MIDI-Controller.

Es gibt hier sehr viele Geräte zur Auswahl wie z.B. Behringer X-Touch Mini oder Korg nanoKontrol 2. Ich habe mich vor einiger Zeit bereits für das worlde Easykontrol 9 entschieden. Dies wird auch unter verschiedenen Bezeichnungen u.a. auch bei amazon von Ammoon angeboten.

Auf das Gerät selbst möchte ich garnicht weiter eighene. Es ähnelt sehr stark den bereits genannten Geräten von Behringer oder Korg. Ich wollte nun diesen MIDI-Controller stellvertretend für alle Midi-Controller zur Steuerung von Adobe Produkten verwenden. Dies geht im Moment male mehr, mal weniger gut.

Für Adobe Lightroom benötigt man z.B. das Plugin MIDI2LR (kostenlos). Es gibt für Windows und Apple IOS Benutzer noch PFixer (kostenpflichtig).

Für Adobe Photoshop scheint es eher schwer zu sein und eher über Umwege, das man den Midi Controller extern mit Tasten belegt und die dann nach Photoshop umleitet. Hierzu habe ich allerdings keinen wirklich brauchbaren Weg gefunden (bisher!).

Für Adobe Audition scheint es bis dato nichts zu geben obwohl man sich eigentlich denkt das ein Audio Programm damit umgehen kann.

Für Adobe Premiere ist dies wiederum kein Problem und wird hier nativ unterstützt.

Alles in allem bleibt es nach wie vor einem selbst überlassen ob er NUR und AUSSCHLIESSLICH z.B. mit Adobe Lightroom und z.B. Loupdeck arbeiten möchte, man recht flexibel mit PaletteGear und einer vielzahl vorgefertigter und selbst erstellbarer profile arbeiten möchte oder mit einem Standard Midi-Controler arbeitet, weil man eh schon aus dem musikalischen bereich das ein oder andere Gerät besitzt und dies hier weiterverwenden kann. Die Möglichkeiten sind da – man muß Sie nur nutzen.

 

Weiterfühende Links zu externen Seiten:

ausführlicher Blogbeitrag zu Midi2LR und dessen Workflow: https://www.making-of-fotografie.de/mof001-lightroom-midicontroller/

Midi mit Adobe Audition: https://www.cinemasound.com/audition-midi-hack/

Midi mit Adobe Premiere: https://helpx.adobe.com/de/premiere-pro/using/control-surface-support.html

Wie man Midi-Controller mit Videosoftware verwendet: https://www.provideocoalition.com/tutorial-using-any-midi-controller-as-a-video-controller-in-your-editing-software/

 

 

mechanische Tastatur Qisan Magicforce 68

– Werbung da Link – Wie man ja bereits an meinem letzten Artikel und der Veröffentlichung des Artikels in der ‚ct 21/2018 erkennen kann hat mich das Tastaturfieber erwischt. Schon seit mehreren Jahren habe ich auf der Arbeit die Razer Blackwidow Tournament mit MX-Blue Switchen und habe mir nun für zu Hause die Qisan Magicforce 68 mit Gateron Brown-Switches welche den Cherry MX-Brown doch sehr arg gleichen was den Anschlag angeht aber um einiges leiser sind als die MX-Blue Switche (ohne klick, aber mit taktilem Feedback sprich Andruckpunkt) zugelegt.

Wenn man auf amazon und Co. sucht findet man mehrere Modellausführungen. Ich habe mich für

Gateron Brown-Schalter, 69 Tasten, DE QWERTZ-Layout, Weißgraue Combo-PBT-Tastenkappen

entschieden. Mir war die deutsche DE-QWERTZ Ausführung wichtig. Man kann auch die Internationale noch einfacher bekommen, wobei hier die Tastenkappen sogar wohl durchsichtig sind und sich das gerade bei der Hintergrundbeleuggchtung besser macht (diese hier sind Lichtundurchlässig und sehen nicht ganz so schick dadurch aus) aber das ich meist bei guten Lichtverhältnissen Tippe ist mir persönlich das eher egal. Die Hintergrundbeleuchtung ist im übrigen einfarbig weiss und hat verschiedene Modi wie z.B. eine Art Lichtorgel bei Anschlag, durchlaufed, pulsierend, Dauerhaft leuchtend und eben aus. Ebenso kann die Intensität noch angepasst werden.

Die kleine Bauweise und Abmessungen gefallen mir sehr gut. Das Metallgehäuse macht einen wertigen, stabilen und Gewichtstechnisch guten Eindruck. Die Tastatur nimmt wenig Platz auf dem Schreibtisch weg und die Tasten fühlen sich gut in der Hand an. Manchen ist die Tastatur vielleicht wegen den Abmessungen und fehlendem Nummernblock etwas zu klein, aber mir reicht das da ich den Nummernblock nie verwende. Auf der Tastaturrückseite befindet sich noch ein kleiner Dip-Schalter mit dem man die WIN-Taste und FN-Taste vertauschen kann, Caps-Lock und Links STRG oder auch Win mit ALT vertauschen.

Neben dem Anschlagverhalten der Tasten der gerade für Vielschreiber wie Autoren, Journalisten, etc. besonders interessant ist gefällt mir persönlich die Anpassbarkeit der Tastatur. Wie zu sehen kann man z.B. die Tastenkappen austauschen. Es gibt hier komplette Tastaturkappen Sets oder Einzelkappen je nachdem was man wünscht. Zusätzlich kann man natürlich noch das mitgelieferte weiße USB Kabel gegen ein anderes vielleicht sogar individuell zusammengestelltes austauschen, da es sich hierbei um ein Standard Mini-USB auf Standard USB handelt.

Was soll man sagen dazu ist der Preis mit ca. EUR 60.- (Stand 02/2019) fast unschlagbar. Andere Modelle von Qisan kosten hier ggf. etwas weniger. Auch gibt es natürlich von anderen Herstellern  Tastaturen mit mehr LED Funktionen, Makro, etc. aber als Arbeitstier hab ich mich richtig in das kleine Monster verliebt.

Passwort Verlust und wie man sich davor schützen kann

Und wieder schafft es ein Sicherheitsvorfall in die Presse (u.a. Hier oder Hier): In den sogenannten Collection #1 bis #5 haben Cyber-Kriminelle insgesamt 2.2 Milliarden E-Mail-Adressen und Kennwörter, teilweise mit weiteren Daten wie Kreditkartennummer, Vorname, Nachname und Geburtstag zusammengetragen.

Dann hört man „Die Internetseiten sind doch eh per https verschlüsselt“ oder „aber das betrifft uns in der Firma doch nicht. Wir haben für den Zugang von zu Hause oder unterwegs unsere zwei-Faktor-Authentifikation mit RSA … ” oder ähnliches.Das ist nur zum Teil korrekt. Richtig ist, dass sich niemand nur mit einem Kennwort von Außen in ein entsprechend abgesichertes Firmennetzwerk einloggen kann.Allerdings verwendet man an vielen Stellen eine Anmeldung mit Benutzername und Passwort – und insbesondere im privaten Umfeld ist diese Art der Anmeldung der Standard:

  • Firmenportale bei VMWare, Cisco, Checkpoint, etc.
  • Social Network Facebook, etc.
  • Amazon & Co.
  • privates E-Mail Konto bei GMX, web.de, google, etc.
  • Cloudspeicher Dropbox, etc.

Ob die eigene Identität von dem Leck betroffen ist, kann man mit dem “Identity Leak Checker” des Hasso-Plattner-Institus unter https://sec.hpi.de/ilc/search prüfen. Dort einfach dienstlichen und/oder private E-Mail-Adresse eingeben und prüfen lassen. Der Checker durchsucht darauf seine Datenbank und sendet an die angegebene E-Mail-Adresse einen Report über die gefundenen Daten (natürlich ohne Passwörter).

Und wenn diesen Beitrag so weit gelesen hat, möchte ich euch noch zwei Tipps mit auf den Weg geben:
1. In den (fast) unendlichen Weiten des Internets gibt es sicherlich auch “Identity Leak Checker”, die neben der E-Mail-Adresse auch die Eingabe des Passworts verlangen. Deren Nutzung ist natürlich keine gute Idee!

2.Man kann es den Bösen Buben deutlich schwerer machen, wenn man für jedes Konto bei einem Anbieter ein anderes Kennwort vergebt. Da man sich dutzende von Passwörtern nicht merken kann, empfiehlt sich die Nutzung eines Passwort-Managers, wie er z.B. im Firefox oder in Chrome eingebaut ist. Aber bitte unbedingt den Passwort-Manager mit einem guten Passwort schützen!

3. Zusätzlich hierzu kann man auch privat mit Zweifaktor Authentifizierung arbeiten wie z.B. mit der App basierten Lösung Authy oder einem Hardwarebasierten Yubikey.

Wer darüberhinaus noch wissen möchte wie man unseriöse Websites erkennt kann meinen anderen Beitrag zu dem Thema (nochmal) durchlesen.

Rezension Heimautomation mit KNX, Dali, 1-Wire und Co.

Wie der Titel des Buches Heimautomation mit KNX, Dali, 1-Wire und Co.“ aus dem Rheinwerkverlag schon vermuten lässt geht es um das Thema Smarthome im Zusammenhang mit strukturierter Gebäudeverkabelung. Dabei legt der Autor Stefan Heinle hier wert auf die Punkte Grundlagen, Planung und die technische Umsetzung. Hiernach ist es dann möglich in seiner Wohnung oder Haus die entsprechende Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Multimedia und Sicherheitseinrichtungen intelligent automatisiert zu regeln und kontrollieren. Hierzu stellt der Autor in seinem sehr umfangreichen über 1300 Seiten starken Wälzer alles zur Verfügung was man wissen muß. Es werden die Themen rund um die Elektrik, Gebäudeverkabelung, Verkabelungstechniken Dali, 1-Wire, DMX, Ethernet, Schaltschranktechnik, etc. ebenso detailiert und sehr ausführlich beschrieben wie die entsprechende Softwareseite mit der Installation des entsprechenden Servers auf Linuxbasis. Auch wenn man kein Technikexperte ist wird man hier an das Thema sehr genau herangeführt. An vielen Stellen wirkt dies etwas arg trocken technisch und man fragt sich vielleicht warum das alles notwendig ist, aber am Ende wird dann alles wieder zusammengeführt. Spätestens mit der Einrichtung der entsprechenden Sensoren und Aktoren zur Temperatursteuerung, Rollosteuerung, Multimediaverteilung, Energiemanagemet, etc. wird hieraus eine runde Sache.
Wie bereits erwähnt liest sich das Buch an vielen Stellen eher etwas trocken und es ist von Vorteil wenn man ein grundlegendes Verständnis von Elektrotechnik und Netzwerktechnik sowie Linux als Betriebssystem mitbringt. Der Autor hat meiner Meinung nach einen sehr guten Job gemacht hier alles Wissen was es hierzu gibt zusammen zu tragen. Das umfassende Handbuch ist hier allerdings durchaus angebracht da hier wirklich ALLES enthalten ist. An der ein oder anderen Stelle hätte es sicher geholfen einfach reale Beispiele zu verwenden um z.B. einmal eine Wohnung mit Licht und Rollo und einmal ein komplettes Haus samt Heizugssteuerung und Überwachungs- und Sicherheitstechnik durchzuspielen samt Apps fürs Handy, Automatisierungen, etc. Auch wenn man vielleicht nur einige Kapitel benötigt und man hieraus sicher 2-3 einzelne Bücher hätte machen können ist dieses Buch im gesammten hevorragend für dieses Thema geeignet und wer hier wirklich in die Materie von vorne bis hinten einsteigen will ist da genau richtig.

Buchrezension Light, Style, Shoot mit DIY Equipment

Das Buch von Christina Key „Light, Style Shoot mit DIY Equipment“ ist stark für die eher jüngere und experimentierfreudigere Generation geschrieben und weniger für etwas ambitioniertere Fotografen.
Es werden auf knapp über 300 Seiten viele Ideen gegeben wie z.B. das Spiel mit Schattengebenden Rollos und Spiegelkugeln, aber es fehlen Klassiker wie z.B. die Noppenmatte aus dem Baumarkt die man zu einer Röhre drehen kann und das Model dann daraus herausschaut. Bei den Aufnamedaten wird durch kleine Symbole gekennzeichnet zusätzlich noch Aufwand, Wow-Faktor, Dauer, Zubehör und Kosten aufgeführt. Auch die Qualität des DIY-Equipments schwankt im gesammten ziemlich stark. Oft ist es eher nur ein Experiment und an anderer Stelle kommen dabei richtig gute Fotos heraus. Das hat mir ebenso gefallen wie die teilweise recht guten Fotos die zu eigener Initiative anregen.
Bei einigen DIY Projekten wie z.B. beim Beautydisch aus einem Pappteller und einer Plastiksuppenschüssel hat mir auch die Ausführung nicht so ganz gefallen, da hier z.B. die Suppenschüssel ja im gesammten als Diffusor gilt und der eigentliche Effekt einer Beautydisch nur halb rüberkommt. Es fehlen also an einigen Stellen auch Einschränkungen des so gebauten Equipments. Auch gibt es wenn man im Internet etwas recherchiert bessere Ausführungen.

Mein Fazit ist, das man sich hier sicherlich gute Anregungen holen kann. Für den Einsteiger oder jemand, der Inspiration zum experimentieren sucht oder weiß wie man anfangen soll ist das sicher ein guter Ansatz. Wer allerdings produktiver oder umfangreicheres DIY-Equipment erwartet ist hier fehl am Platz. Viele Ideen wie Licht-Schatteneffekte mit allen möglichen Gegenständen (Gardine, Jalousie, Sieb, etc.) werden auf über 20 Seiten ausführlichst aufgefürt aber der Umgang mit dem Klassiker Baustrahler findet dann auf gerade mal 4 Seiten statt und Optionen wie Klappen oder Tubes werden garnicht weiter angesprochen. Als Einstieg und durch die gute Qualität der Bilder als Inspirationsbuch aber sehr gut geeignet.

Buchreview Influencer Marketing

Der Begriff Influencer-Marketing ist in aller Munde. Insofern hat mich das Thema aus Sicht Des Unternehmers interessiert und wie man eben mit Influencern seine Kunden besser erreichen kann.
Das rund 300 Seiten starke Buch von Sven-Oliver Funke „Influencer-Marketing“ aus dem Rheinwerk Verlag ist hier eines der ersten welches sich mit dem Thema beschäftigt.
In den 11 Kapiteln geht es neben der Einführung, Arten der Zusammenarbeit, Auswahl eines geeigneten Influencers, Erstkontakt und Zusammenarbeit organisieren, Briefing, Kooperation auswerten, Beispiele, was tun wenn es schief geht und Rechtliches. Auch wenn das Buch eher für Unternehmen geschrieben ist lohnt es sich sicherlich auch aus Influencersicht das ganze durchzulesen. Das Buch ist reich in Farbe bebildert und bei Videolinks ist jeweils ein QR Code mit dabei das man sich das Video schnell auf sem Smartphone nebenbei anschauen kann. Ebenso sind viele Checklisten und allgemeine Marketing Hinweise vorhanden welches einen besseren und tieferen Einblick in das Thema ansich gibt.
Der Leser sollte ggf. schon ein wenig Ahnung im Bereich Marketing haben obwohl viele Begriffe auch im Buch nochmal erklärt werden. Das Buch gibt zwar keine reinen HowTo Vorschläge oder Beispiele zun nacharbeiten allerdings viele Anregungen, Checklisten und Vorgehensweisen an die Hand um entsprechende Influencer-Marketing Kampagnen durchzuführen.
Als Fazit kann ich nur sagen, das dieses Buch wohl eines der ersten Bücher speziell für das Thema Influencer-Marketing aus Industriesicht ist und man hier sehr viele Aha-Effekte hat.