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Guitar Summit 2018

Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit in in Mannheim fand das Alljährliche Guitar Summit 2018 statt. Es war wie immer SEHR gut besucht, man konnte viele Marken ausprobieren und an den Food Trucks vor dem Congress Zentrum des Mannheimer Rosengartens gab es gutes zu Essen.

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Mein persönliches Highlight war, das man es u.a. geschafft hat dieses jahr ganz leise auf mehreren Bühnen dem Publikum die neuesten Gitarren, Techniken, etc. vor zu führen. Jeder Besucher konnte sich am Bühnenrand einen Kopfhörer aufsetzen und der Live Performance des Künstlers folgen. Dies gehört wohl zur Regelung des Rosengartens und es wurde meiner Meinung nach brillant umgesetzt. Das Klangvergnügen war in keinster Weise getrübt und das lauteste was man in den hallen gehört hat war der jeweilige Applaus nach den Vorführungen und Auftritten. Auch gab es neben all der Technik auch Dinge, die eher am Rande etwas mit Musik zu tun hatten wie z.B. Hersteller für Gehörschutz und man konnte sich die Technik eines Verstärkers von Grund auf von Universitätsmitarbeitern erklären lassen.

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Hier Elena Seagalova am Sigi Braun Guitars Stand.

Es war u.a. ein großes Vergnügen eine so ruhige Performance von Victor Smolski zu fotografieren OHNE einen Gehörschutz tragen zu müssen.

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Es hat wie immer viel Spaß gemacht und ich kann es nur JEDEM Gitarristen egal ob Hobby, in einer Band oder Profi empfehlen. Es war sehr familiär und jeder hat irgendwie jeden gekannt. Es war nicht so wie man sich eine steife Musikmesse wie z.B. die in Frankfurt vorstellt sondern eher wie eine große Jam Session. Jeder hat Spaß, man probiert neue Sachen aus, trifft sich und verabredet sich vielleicht für spätere Projekte. Einfach ein schönes Wochenende unter Gitarrenverrückten.

Achja, und nicht vergessen: Nächstes Jahr gibts hoffentlich wieder ein Guitar Summit!

Events fotografieren lernen

Immer wieder wenn jemand andere oder auch meine Konzertbilder sieht kommt die Frage

Oh, das will ich auch. Wie kann man das lernen?

Die Antwort ist ganz einfach: machen.

Dann kommt die Frage

aber man muss sich doch da irgendwie anmelden? Das ist mir zu kompliziert.

Naja, von nix kommt nix. Aber der Weg dahin ist eigentlich auch ganz leicht. Man muß es nur angehen. Ich verrate mal einen Trick. Geht einfach auf öffentliche Veranstaltungen und übt dort. Am besten eignen sich hier Volksfeste mit einer Bühne oder Wahlveranstaltungen. Das kann ein Karnevalsumzug, Maifest, Oktoberfest, die Parteiveranstaltung, Geflügelzüchterfest oder sonst was sein. Wichtig ist hierbei wie gesagt, das es öffentlich ist (also am besten draußen auf einem offenen Platz) und das es keinen Eintritt kostet. Somit kann man normal hingehen und Fotos machen. Somit ist die „komplizierte“ Hürde für viele Anfänger erst einmal gar nicht da.

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DANN finden diese Veranstaltungen ja meist bei etwas hellerem Tageslicht statt. Auch die Bühne ist meist noch überdacht oder zumindest außen etwas abgeschattet sodass das Licht auch recht gut ist. Von da kann man sich zur Abenddämmerung und eben den Lichtverhältnissen an der Bühne langsam anpassen, die Kameraeinstellungen prüfen und üben, üben, üben.

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Bei eben solchen Veranstaltungen ist es dann eben nicht so schlimm wenn es eben mal nicht klappt, alle Bilder unscharf sind, weil man den Fokus falsch gesetzt hat, über- oder unterbelichtet ist, etc. weil man eben nicht akkreditiert ist bzw. jemand auf gute Bilder wartet. Man hat also die besten Voraussetzungen ohne Druck sich erst einmal auszuprobieren. Dabei sollte man auch nicht allzu wählerisch sein was die Veranstaltungen ansich angeht. Es geht hierbei darum um das Gefühl in einer Menschenmenge andere Menschen zu fotografieren und die Technik im Griff zu haben.

Das Ziel ist am Ende seine Kamera so zu beherrschen, das man dann im Einsatz in der dunklen Konzerthalle bei lautester Musik direkt vor den Boxen stehend sich nicht vom Getümmel ablenken lässt und gute Fotos macht. Auch wenn man beim Stadtfest oder der Geschäftseinweihung die gespielte Musik ganz und gar nicht mag die Musiker oder der Moderator ist meist ein gutes Übungsobjekt. Es geht darum Emotionen einzufangen, zu lernen wann der richtige Moment ist abzudrücken und wo man sich am besten hinstellt, das weder das Mikrofon im Gesicht ist noch irgendwelche Köpfe. Ebenso lernt man dabei sich unauffällig bei solchen Veranstaltungen zu verhalten und nicht mit Werbeshirt in rot mit gelber „wewewe.ich-bin-der-größte-Fotograf.de“ direkt auf der Bühne vor dem Sänger oder Redner zu stehen sondern eben unauffällig von der Seite. Ebenso lernt man ggf. gerade wenn die Veranstaltungen dann mit der Zeit etwas größer werden und ggf. der ein oder andere Star bzw. Promi z.B. zur Kaufhauseröffnung oder Sache-für-den-guten-Zweck die Werbetrommel rührt wie man mit mehreren Fotografen gemeinsam dasteht und sich gegenseitig genug Raum zum fotografieren gibt, das jeder mal dran kommt.

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Denn wer es dann in den Konzertgraben vor die Bühne geschafft hat und gerade mal die typischen 3 Lieder Zeit hat möglichst viele und gute Bilder zu produzieren wird froh sein vorher eben genug geübt zu haben!

Viel Spaß!

 

der Politiker Gregor Gysi

Ich hatte das große Glück einen Politiker von alten Schlag wie man so schön sagt fotografieren zu können und Ihm ganz nah zu sein. Auch solche Fotos gehören ins Portfolio.

Ich glaube man erkennt sehr gut, das ein solch erfahrener Redner wie Gregor Gysi es versteht für die Kamera zu posieren. Auch das macht es einfach bei solchen Veranstaltungen gute Fotos zu machen.

 

Review Ubuntu 18.04 LTS Bionic Beaver

 

Was „Der Kofler“ als Standardwerk für Linux allgemein ist wird wohl das Buch „Ubuntu 18.04 LTS“ eben für die Ubuntu Distribution. Ebenso wie „Der Kofler“ hat auch dieses Buch von Marcus Fischer über 1000 Seiten und kann somit als Ubuntu-Bibel bezeichnet werden. In den 19 Kapiteln wird neben den Grundlagen natürlich alles Mögliche angefangen von Installation und Konfiguratin des Systems selbst, der Einrichtung des Desktop mit dem Dock und Panel, Windowmanager GNOME, Einrichtung von Netzwerk und Internet Diensten, Office Anwendungen wie LibreOffice, Calibre oder LaTeX, Grafik und Bildbearbeitung, Multimedia um dann in der zweiten Hälfte des Buches verstärkt auf tiefergehende Aspekte wie das Terminal und Programmierung (Shell, Python, Perl, etc.) Serveradministration (DNS, DHCP, BIND, Squid,etc.), Datenbanken (MySQL), Virtualisierung (Virtualbox),Datensicherung und Backup, Software und Paketverwaltung zu beschäftigen. Zum Abschluß gibt es noch ein ganzes Kapitel zu den Versionen von Ubuntu und eine Befehlsreferenz runden das Ganze ab.
Hier bleibt wirklich kein Aspekt offen und man kann nach dem Durcharbeiten sicher sein einen Ubuntu Server gut im Griff zu haben. Auch der Schreibstil ist nicht zu trocken und auch wenn es eben ein technisches Buch ist kann man den Erklärungen gut folgen. An der ein oder anderen Stelle mag der erfahrenere User ggf. auch entsprechend tiefergehende Erklärungen erwarten, aber das ist bei solch einem umfanhreichen Werk, welches als Handbuch gelten soll nicht der Anspruch und das Ziel.
Wer noch gar keine Ahnung vom Betriebssystem Linux und Netzwerken hat wird mit diesem Buch ebenso gut umgehen können wir der schon erfahrene Netzwerkadministrator wobei es natürlich mehr Spaß macht wenn man schon einige Grundlagen hat.

Rezension Synology NAS

Das Taschenbuch zu Synology NAS von Autor Dennis Rühmer ist wirklich ein Einsteiger Büchlein und wer noch garnicht weiss wozu man alles ein im Netzwerk verbundener Speicher (NAS) zu Hause oder im Büro einsetzen kann ist hier genau richtig. Erfahrenere Menschen werden gerade in den ersten Kapitel in denen es um die Synology NAS Modelle, den Aufbau und die Installation des NAS Systems sobald man die Festplatten einbaut und die ersten Schritte im sog. DSM, dem Synology DiskManager eher überblättern. Hier wird das NAS sehr genau erklärt ohne technisch zu wirken. Im zweiten Drittel des Buches geht es dann um die verschiedenen Softwarepakete die man installieren kann und die genauere Konfiguration des NAS wie z.B. Zugriffsberechtigungen, Kalender und Adressbuchverwaltung und die Synchronisation mit anderen Diensten sowie Smartphones und Tablets. Auch die Haupt Softwarepakete der DiskStation wie das Audio- und Videostreaming sowie die Fotostation werden eingehend behandelt. Im letzten Drittel geht es dann noch um die Themen Backup, Verschlüsselung und VPN um auch von außen auf Daten zugreifen zu können sowie diverse weitere Dienste wie z.B. die Einrichtung eines Mailservers und der Survailance Station. Alles in Allem ist dieses Buch wirklich sehr gut für Anfänger im Bereich NAS und Einrichtung von Netwerkkomponennten in einem Heimnetzwerk geeignet. Auch wenn viele Sicherheitsthemen angesprochen werden und oft angesprochen wird, das man ein solches NAS natürlich auch in einem Büro mit mehreren Mitarbeitern nutzen kann würde ich hier doch zur Vorsicht raten sobald es um sensible Firmendaten geht (was fast immer der Fall ist) weil die ganzen Zusammenhänge und technischen und rechtlichen Gegebenheiten eher einem erfahrenen Administrator übertragen werden sollten. Auch fehlt meiner Meinung nach ein großes Kapitel zum Thema Installation externer Softwarepakete. Hier kommt das Thema Community-Pakete und andere Paketquellen ins Spiel. Erst damit wird meiner Meinung nach ein solches NAS erst so richtig schick und die Installation eines Browser basierten Office Paketes welches die bearbeiteten Dateien ähnlich wie bei google Docs dann in der eigenen Cloud abspeichert oder die eigene Website, Nextcloud, etc. machen das Ganze erst so richtig spannend. Nichts desto trotz eignet sich das Buch wie bereits erwähnt super für den Anfänger und die rund 30 Euro für ein 350 Seiten starkes Buch sind durchaus gut angelegt.

Joplin der Evernote Killer

Ich bin ja seit Jahren begeisterter Evernote Nutzer für all meine Notitzen und Texte. Viele meiner Buchrezensionen schreibe ich in Evernote und es ist flexibel einsetzbar. Seitdem es aber von der kostenlosen Variante auf die Bezahlversion umgestellt wurde bzw. man in der kostenlosen Variante nur 2 Geräte gleichzeitig nutzen kann ist es etwas mühselig. Wenn man also z.B. zu Hause (erste Anmeldung) ist und auf dem Tablet (zweite Anmeldung) dann muß man wenn man z.B. unterwegs auf dem Smartphone oder im Büro/Schule damit arbeiten will eines der anderen beiden Geräte abmelden … oder eben in die Bezahlvariante wechseln.

Leider hat mir hier nie so recht zugesagt, das ich nie so recht wusste wo meine Daten liegen, wie das mit der Verschlüsselung nun GENAU funktioniert und was ist z.B. wenn man von der Bezahlvariante wieder zurück will oder wie sieht die Preisentwicklung aus? Auch war mir ansonsten der Zusatznutzen nie so ganz geheuer und dann lebt man eben mit dem „abmelden/anmelden“ der Geräte. Jetzt mag der ein oder andere wieder argumentieren … sei es drum.

Nun gibt es aber eine OpenSource Variante zum erstellen von Notizen mit dem Namen Joplin. Das schöne daran ist, das es

  • OpenSource
  • Dateiablage zur Synchronisation auf dem eigenen Dropbox, OneDrive, WebDav, Nextcloud oder Filessystem (eigenes Netzwerk)
  • Webclipper vorhanden
  • sehr klein (90MB)
  • Werbefrei
  • unbegrenzte Geräte
  • Für Windows, Apple IOS, Linux, Android und iPhone (entsprechende App Stores) verfügbar

ist.

Das Look&Feel ist Evernote sehr ähnlich und die Notizen werden im Markup Language gespeichert. Die Dateien können auf Wunsch nochmal verschlüsselt werden.
Auch ist das Aussehen bisher zumindest noch sehr puristisch nicht zuletzt, weil eben auch keine Werbung darin läuft. Die Installation egal auf welchem Gerät und unter welchem unterstützen Betriebssystem ist einfach und selbsterklärend. Alle Notizbücher und Notizen werden in entsprechenden einzelnen Dateien im von Joplin angelegten Unterverzeichnis /App/Joplin z.B. im Dropbox Verzeichnis abgelegt. Bei den anderen Synchronisationsmöglichkeiten sieht es ähnlich aus.

Mir persönlich gefällt es sehr gut, da es nicht überladen ist aber man alles beieinander hat was man zum schreiben benötigt. Der Aufbau ist ähnlich man legt Notizbücher an in denen dann die Notizen liegen.

Der Import UND Export von und zu Evernote ist beides vorhanden aber man kann auch in PDF exportieren.

Von den Funktionen her mir fehlt eigentlich nichts (mehr), bleibt zu hoffen, das mit den nächsten Updates Kleinigkeiten wie z.B. noch ein paar Verbesserungen der Benutzeroberfläche, diverse Import- und Export Formate, bessere Unterstützung der Tags, Vorlagen/Templates/Themes, Rechtschreibprüfung, Wortzähler dazu kommt. DANN ist das Ganze eine richtig gute und runde Sache!

Rezension Fronturlaub

Werbung – Der Jungautor Enno Lenze hat mit dem Buch „Fronturlaub“ in dem er erzählt wie er dazu gekommen ist zum einen überhaupt ersteinmal zu einer Zeit wo keiner daran gedacht hat nach Kurdistan zu reisen dies zu tun und seine Eindrücke an der IS-Front festzuhalten.
Hierbei schafft er es mit seiner bildhaften und fesselnden Sprache den Leser mit auf die Reise zu nehmen. Sei es nun das teils unbürokratische Verhalten von Politikern und Staatspersonen, die Ihm Türen öffnen oder tragische Schicksale, die er hautnah erlebt und nicht nur erzählt bekommt. Er ist wirklich mittendrin und dies spürt man regelrecht beim lesen. Das rund 230 Seiten starke Buch hat einen innerhalb kürzester Zeit in seinen Bann gezogen. Es zeit einem auf wie andersartig und schön andere Länder sein können, wie herzlich es auf der Welt zugeht, aber auch wie grausam.  Der Bericht ist hierbei spannend und kurzweilig erzählt. Nachdem der Autor im ersten Drittel des Buches ein bisschen was über sich geschrieben hat, wie er aufgewachsen ist und wie es zu den ersten Besuchen in Kurdistan im Jahre 2011 gekommen ist. Er besucht Staatsoberhäupter, Soldaten und Ihre Familien und Flüchtlicngscamps. Dabei ist das Buch kein „Kriegsbericht“ und auf gar keinen Fall reißerisch. Es nimmt einen mit in dieses Land, erklärt die Leute und wie es im Kriegsgebiet zugeht, aber auch was sich am Rande politisch und sozial abspielt. 
Wenn man dann z.B. nach mehreren Stunden z.B. in einem Straßencafe gesessen ist und das Buch förmlich verschlungen hat und aufschaut denkt man „wo bin ich hier eigentlich?“ und ist in einer total anderen Welt. Das hatte ich so eigentlich noch nicht erlebt. 
Ich glaube es ist sehr fesselnd, weil es zum einen eine Art Erlebnisbericht aus unserer Zeit ist und nicht irgendetwas historisches, was irgendwie weit weg von einem ist. Man kann es direkt nachvollziehen. Dann weil man was über ein land und dessen Leute lernt mit denen man ansonsten hier in Deutschland noch eher wenig Berührungspunkte hat es sei denn es ist irgendwo ein Multikulti Fest in der Stadt. Und zu guter Letzt sind noch einige Bilder dabei, die dem Ganzen noch etwas mehr Eindrücke verschaffen.
Besonders in Erinnerung ist mir z.B. eine Szene geblieben in der ein Frontkämpfer mit Hawaiihemd dasitzt und als er gefragt wird warum er keine Tarnuniform anhat antwortet er, das er gerade auf dem Weg in den Urlaub war als der Krieg losging und er sich von einem Krieg nicht vorschreiben lasse wann er Urlaub macht. Diese und andere Eindrücke werden hier sehr bildlich beschrieben.
Alles in allem ist es ein flüssig lesbares Buch um sich einen Eindruck über Land und Leute zu verschaffen. Natürlich kann man auf den „nur „230 Seiten nicht alles erzählen und Analysieren und Vergleichen, aber vielleicht wird es ja bald einen zweiten Teil mit mehr Hintergrundinformationen und vielleicht noch mehr Bilder geben. Ich würde mich sehr darüber freuen!
 
Ich habe allerdings einen Punkt abzuziehen, weil in der Mitte des Buches zwar einige Bilder gezeigt werden dies aber meiner Meinung nach VIEL zu wenig ist. Das der Autor auch fotografisch einiges Erlebt hat würde dem Buch ruhig einige zig Seiten mehr mit Fotos gut getan. 

Review DSGVO für Website Betreiber

Werbung – Das Buch DSGVO für Website Bereiber aus der bekannten Rechtsanwaltskanzlei Solmecke (bekannt aus youtube und Co.) gibt einen Leitfaden zur Umsetzung der DSVGO. Hierbei ist der Stil des Buches wie bei fast allen Büchern über Rechtsthemen recht allgemein und mit Paragraphen gespickt. Dennoch ist es recht gut verständlich. Dieses Buch ist wohl im Moment eines der Verständlichsten Werke zu dem Thema. 
Die DSGVO wird zum einen durchgesprochen und Änderungen zu bereits bestehenden Gesetzeslagen erklärt. Danach wird die Umsetzung bei Websites angesprochen und wie man diese jetzt DSVGO konform gestaltet, Datenverarbeitungsverzeichnisse anlegt, Datenschutz Vereinbarung schreibt, etc.
Hierbei ist die Zielgruppe aber eher die Business orientierte Website mit ggf. einem Online shop oder die große Firmenwebsite wo dann die Mitarbeiter aus einer kleinen Marketingabteilung oder eine Sekretärin damit beauftragt ist das Thema DSVGO umzusetzen. Es wird natürlich auch angesprochen wie eine Datenschutzerklärung sowie weitere Texte aussehen können. Hier ist das Buch sicherlich sehr gut geeignet sich einen Überblick zu verschaffen und nicht zu viele unterschiedliche teilweise private Quellen im Internet zu durchforsten und dann eine gewisse Unsicherheit zu haben. Hier hat man die Sicherheit, das ein Rechtsanwalt einem erzählt wie es geht und was man machen kann. Hierbei wird einem aber nicht die fertigen Texte geliefert, sondern nur die Anleitungen gegeben wie man sich diese selbst erarbeitet, weil es ja von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Eine Schritt-für Schritt-Anleitung wie man das umzusetzen hat wird hier nicht geliefert und das kann auch nicht der Ansatz eines Buches über Recht-Themen sein. Auch wenn das Thema für Viele sicherlich trocken und verwirrend sein kann gerade wenn man nicht viel mit Rechtstexten und Paragraphen zu tun hat hilft dieses Buch hier erheblich weiter.
Es werden einem aber mehr als genug Hineise und Tipps gegeben wie man zu seinen eigenen Anpassungen kommt. Mit diesem Wissen ist es möglich seine eigene Website DSGVO konform anzupassen und natürlich auch weiter rechtssicher an zu passen.
 

Rezension Google Data Studio Professionelle Berichte und Dashboards erstellen

 
Werbung – Mit google Data Studio kann man geschäftliche Analysen und Reportings durchführen. Hierzu gibt es noch nicht viele Bücher, deshalb habe ich mich für das Buch aus dem Rheinwerkverlag von den Autoren Sascha Kertzel und Sina Mylluks entschieden.
Aufgeteilt ist das Buch Google Data Studio: Professionelle Berichte und Dashboards erstellen in insgesamt 14 Kapiteln wobei hier die Einleitung auf Seite 13 anfängt und der Epilog auf 361 anfängt. 
Angefangen von den ersten Schritten, Datenquellen, Dimensionen und Messwerte, Datenvisualisierung, Berichtkomponenten anpassen, Community Connectoren, Berichte, Fallstudien, Vorlagen und diversen Tipps wird das umgehen mit dem komplett Online basierten Tool im einzelnen erklärt.
Hierbei wirkt das Thema an sich relativ trocken und die Erklärungen sind Vielerorts recht technisch. Dies ist gut für Techniker oder sehr technisch versierte User geeignet, der eher Vertrieblich oder Marketing orientierte Mitarbeiter wird hier allerdings etwas Nachholbedarf haben.
Ausser ein paar Beispielen ganz am Anfang der Einführung oder am Ende bei den Fallstudien kommen leider recht wenig Praxisbeispiele dran. Wie man z.B. seine facebook oder Youtube, Instagram oder Twitter Besuche im Detail analysiert wird garnicht angesprochen (nur, das es hierzu entsprechende Connectoren gibt).
Das Buch konzentriert sich im wesentlichen auf die Grundlagen zum Umgang mit dem Online Tool, welches im wesentlichen stark an die bereits bekannten google Docs oder google Analytics vom Aufbau her erinnert. Ebenso geht es stark um den Aufbau solcher Berichte bzw. Reportings und wie man die Daten anpassen kann. An dieser Stelle würde man sich doch VIEL mehr Praxisbeispiele wünschen damit man sieht wie mächtig das Tool sein kann.
Am Ende des Buches im Anhang finden sich noch einige Links wobei auch hier wieder ein paar Praxisbeispiele oder Dashboards wünschenswert wären.
Alles in allem ist natürlich das Thema ansich schon recht umfangreich und es kann einen erschlagen. Insofern ist es nicht verwunderlich, das die Ausführungen etwas haken. Das Buch wird alledings schon wegen des Umfangs und genauer Erklärung im Umgang mit dem Tool zu einem Standardwerk werden.
 

Compagnon oder die Liebe zu Taschen

Vor einigen Tagen war ich dem bekannten Fototaschen Hersteller Compagnon Bags in der Nähe von Pforzheim zum Kaffee mit Vitalis Baidinger verabredet. Der Ein- oder Andere wird die Marke als Hersteller hochwertiger Ledertaschen kennen und Ich wollte einfach wissen wie es bei so einem Deutschen und dazu noch erfolgreichen Hersteller von Fototaschen aussieht. So habe ich nicht nur einen super Einblick in die Taschenproduktion erhalten sondern konnte mir auch einen Überblick über aktuelle Fototaschen und Rucksäcke aus Leder und Canvas direkt beim Hersteller im Laden verschaffen. Eins vorweg: Wer entweder ein Fototaschen Freak ist oder sich eine gute, schicke, langlebige Fototasche kaufen möchte der sollte auf alle Fälle da mal vorbei fahren. Ein Besuch lohnt sich.
 
 
Ich: Wann war die Idee zu den Taschen eigentlich entstanden?
Vitalis Baidinger: Im Jahr 2009 ist die Idee mit der Indigogo Kampagne enstanden. Valentin Schüle hatte zu der Zeit angefangen zu fotografieren und wir beiden hatten da nach einer Tasche gesucht aber nicht so richtig das gefunden was wir wollten und so ging das dann los. Da habe Ich dann die ersten Zeichnungen, Materialsourcing, usw. gemacht. Die erste Messenger Tasche wurde dann 2012 verkauft. Damals wurde das Ganze ja auch noch als Hobby betrieben. Im Jahr 2013 wurde dann letzendlich die Firma Compagnon gegründet.
Der Messenger war am Anfang sogar in hellbraun geplant, dann gab es aber einen Fehler in der Lederbestellung und dann nimmt man das was man da hat. Seitdem ist das so unsere Standardfarbe neben schwarz und anderen Farben. Danach kam dann der kleine Messenger, weil die Spiegellosen doch weniger Platz brauchen. Dann gibts noch den Weekender, der dann für Hochzeitsfotografen oder Fotografen mit eben richtig viel Equipment gedacht und beliebt ist. Der Anspruch von Anfang an war aber das es hochwertig sein soll und nicht so nach Kameratasche aussehen soll. Man kann die Tasche also auch so als normale Messenger Bag für z.B. ins Büro oder zum verreisen am Wochenende verwenden. Und dann kam der Rucksack.
Eigentlich haben wir uns immer so ein bisschen gegen den Rucksack gewehrt. Aber dann waren wir in Schottland und hatten diese gewachste Baumwolle, die wir für unsere Messenger Bag entdeckt hatten und waren dort wandern. Dabei hatten wir festgestellt, das so eine Umhängetasche fürs wandern nun mal nicht geeignet ist und ein Rucksack wäre da schon sinnvoll. 
Das Neueste was wir nun im Angebot haben ist der Explorer. Letztes Jahr im November 2017 war hierzu die Kickstarter Kampagne und jetzt im Juni 2018 wurden die ersten ausgeliefert.
 
ich: Da war dann die Entwicklung im Vergleich zu den Messenger Bags aber schon um einiges schneller, oder?!
Vitalis: Ja, wobei wir das eigentlich noch schneller geplant hatten. Durch Produktionsschwankungen beim Partner Deuter und Probleme mit dem Verschluß, der nochmal vom Hersteller überarbeitet wurde hat sich das ca. 2 Monate verzögert.
Der Explorer erweitet auch die Produktpalette in die Richtung Wandern und schwereres Equipment.
 
Ich: Wie sehen die Planungen in der Ledertasschen bzw. Rucksäcke aus?
Vitalis: Wir arbeiten gerade an einem entsprechenden Lederrucksack und Accessoires wie Handschlaufe sowie noch an einer Art Fahrrad Messenger Bag. Es ist aber immer so, das es schwer ist in Europa entsprechende Partner zu finden. Die Produkte in Leder sind recht aufwendig und dann soll auch noch der Preis passen. 
 
Ich: Die Lederfrage ist ja für euch auch wichtig.
Vitalis: Das ist für uns auch ein wichtiger Punkt. Erst hatten wir Büffelleder von einem Lederlieferanten, der das aus Italien importiert hat. Da wussten wir aber auch nicht wo GENAU das jetzt herkommt und wie das verarbeitet wurde. Jetzt sind wir umgestiegen auf eine deutsche Gerberei, die auch deutsche Rohlederhäute verwendet. Die Lederart ist dieselbe, die auch im neuen Porsche Modell verwendet wird. Da wir wissen wo die Rohware herkommt ist es ein besseres Gefühl.
 
 
Ich: Das heißt Ihr wisst wo das Leder sozusagen vom Tier bis zum fertigen Produkt herkommt?
Vitalis: Ja, hier kommt es ja auch auf die entsprechenden Zertifikate an, damit die europäischen Normen was im Leder drin ist eingehalten werden. Da ist oft viel mehr dahinter als man sich denkt. Uns ist es wichtig, das wir hier Transparent sind wo das Material herkommt. Das Innenmaterial bzw. Klettmaterial kommt von einer Firma aus Bayern, Die Metallteile kommen aus Italien und die Reißverschlüsse sind von YKK, die auch recht bekannt sind.
 
Ich: Wo kommt Ihr dann eigentlich beruflich her?
Vitalis: Ich selbst habe Feinwerkmechaniker Stanztechnik gelernt und dann Maschinenbautechniker bis zum Jahr 2009. Danach hab ich noch in der Projektleitung gearbeitet bis dies dann in den Fulltime Job Compagnon führte. Valentin kommt hier mehr aus dem Kaufmännischen. War dann bei einem ebay Powerseller selbständig. Da waren die Aufgabenbereiche dann gut aufgeteilt, das Valentin den kaufmännischen Teil mit dem Marketing macht und ich eher dir Produktionsseite und den kreativpart. 
 
Ich: Wie seid Ihr eigentlich auf den Namen Compagnon gekommen?
Vitalis: Als erstes war ja die Idee für die Tasche da. Dann braucht man ja auch einen namen für eine Marke. Dann sassen wir ein paar tage dran und dann kam uns die Idee wegen „Wegbegleiter“ aber Wegbegleiter da wollen wir zeitlos sein. Compagnon soll Dein Wegbegleiter sein und so hat das gepasst. Ebenso hat es schon einen internationalen Charakter. Als Marke ist somit dann auch der Name eingetragen worden und gut angekommen. Das war auch erstmal die Frage ob es z.B. die Marke oder gar die Domain gibt. Vor 6 Jahren war das sicher noch einfacher wie heute. Das nette ist, das wir es geschafft haben eine Marke zu schaffen, die sich in der Fotoszene etabliert hat und für wirklich gute Produkte steht.
 
Ich: Wie ist eigentlich diese Partnerschaft mit Deuter für den Explorer Rucksack zustande gekommen?
Vitalis: Wir hatten ein Tragesystem für unsere Rucksäcke gesucht. Deuter war hier die erste Anlaufstelle für hochwertige Wanderrucksäcke. Also haben wir da einfach angerufen und gesagt wir würden gerne so einen Rucksack machen. So kam das zustande. Dann hat man sich zusammengesetzt und nach ca. einem Jahr Entwicklungszeit ist er nun fertig. Das gut erprobte Tragesystem wurde mit dem Design von Compagnon ausgestattet. Das war also eine gute Kombi. 
 
Ich: Wie sieht es eigentlich mit Farben aus? 
Vitalis: Da gibt es immer wieder Anfragen wegen unterschiedlicher Farben, aber durch die Stückzahlen ist es sehr schwierig. Wir haben allerdings einen guten Draht zum Hersteller so das wir auch mal andere Farben wie z.B. gerade das grau probieren. 
 
Ich: Wie sieht es mit entsprechende Weiterentwicklungen aus? Werden bestehende produkte weiterentwickelt oder gibts nur Neues?
Vitalis: Wir verbessern ja laufend unsere Produkte obwohl diese schon sehr ausgereizt und perfektioniert sind. Allerdings arbeiten wir an Weiterentwicklungen wie z.B. eine Art Fahrrad Messenger oder es gibt auch Anfragen für einen entsprechenden Trolly. Wir haben das aber im Hinterkopf in der ToDo Liste. Auch für die bereits bestehenden Messenger Taschen arbeiten wir an AddOns wie z.B. einer Möglichkeit ein Stativ mit zu nehmen.
 
Ich: Was ist eigentlich euer Verkaufsschlager?
Vitalis: Im Onlinebereich ist das eher unser Canvas Backpack der sich gut fotografieren läßt also gut bei den Influenzern ankommt. Beim Messenger ist der Medium Messenger der Verkaufsschlager weil der eine DSLR aufnehmen kann, aber auch noch als normale Umhängetasche geht. 
 
Ich: Ganz andere Frage: Ihr habt es ja geschafft binnen kurzer zeit aus einer Idee ein Produkt und eine Marke zu erschaffen. Was würdet Ihr Neuen Kreativen als Rat an die Hand geben?
Vitalis: Den Goldenen Weg gibt es nicht. Das Geheimnis ist es zu machen. Ideen haben Viele. man muß es einfach umsetzen. Das merken wir selbst immer wieder. Dann kommt oft „ja, das müssen wir mal machen“, dann kommt der Alltag und dann verschwindet vieles wieder. Einfach probieren und schauen ob es klappt. Das eine klappt, das andere nicht. 
Dann muß man auch mal entscheiden ob man solch ein Testprodukt weiterentwickelt und verbessert wird oder ob man das ganz aufgibt und was Neues bzw. ganz Anderes macht in dem Bereich. 
 
Ich: Wie sieht es bei Compagnon in Zukunft aus?
Vitalis: Wir wollen die Marke Compagnon noch weiter ausbauen. Man kann nicht einfach so weitermachen, man braucht immer neue Ideen. Das wir nicht nur für die ein oder andere Tasche stehen und für alles rund um die Fotorafie stehen. Das Motto made for Creatives steht hier ganz vorne.
 
Nach einer kleinen Tour durch das Geschäft und das Lager hätte ich am liebsten alles mitgenommen, denn es gibt so viele Unterschiedliche Varianten – auch für die weiblichen FotografInnen unter uns versteht sich – das man garnicht weiß für was man sich entscheiden soll. Auch konnte ich ja alle Taschen im Laden ausprobieren, schauen ob mein Equipment auch reinpasst, es nirgends drückt, wie der Tragekomfort ist, wie die Verschlüsse zu bedienen sind, wie eben die Haptik und das Handling im Alltag ist. Da die Taschen auch nicht ganz billig ist will man ja auch nicht gleich umsonst so viel Geld ausgeben und sich ärgern obwohl ich auch nach dem ausprobieren aller Messenger Bags, Weekender und Explorer nichts zum meckern gefunden habe. Wirklich nicht!
 
Hier noch einige Impressionen:
 
Der Little Messenger in Braun und Grau
 
the unique für die modebewußte Frau
 
 
Der Explorer … Design by Compagnon …
 
und der Explorer mit den erprobten Tragesystem von Deuter.
 
Auch das Verschlußsystem ist Einzigartig.
 
Auch von der Seite macht der Explorer eine gute Figur. Hier ist natürlich genug Platz für zusätzliche Trinkflaschen oder ein Stativ.
 
Besonders die kleinen Details machen es aus. Hier ein Blick auf die Reißverschlüsse. Wenn man diese mit einem Schloß oder Karabiner sichert kann dieser in das darunterliegende fach gesteckt werden, damit da nichts rumbaumelt und unnötig Krach macht .
 
In eigener Sache: Für diesen Artikel bin ich natürlich weder bezahlt worden noch wurde ich beeinflußt welche Fragen ich stelle. Ich hab mich einfach nur für diese Fototaschen interessiert und so ist es dazu gekommen. Es war einfach ein netter Sommernachmittag bei einem Kaffee und einem gemütlichen Plausch.