Allgemeines

Fotografie lernen – Ressourcen

angeregt durch Ideen die beim letzten Online-Fotostammtisch zur Sprache kamen und immer wiederkehrende Fragen wie „wie kann man lernen solche Fotos zu machen? Wie kann man überhaupt erstmal erkennen wie man zu solch einem Motiv kommt…? Wieso sieht das Bild so gut aus und meine eher so durchschnittlich…?) habe ich mir gedacht hier einfach mal einige Erkenntnisse die ich über die letzten Jahre gemacht habe wieder zu geben. Manche kommen einem sicher bekannt vor, manches mag man auch anders sehen aber dem ein oder anderen hilft es sicher sein eigenes fotografisches Sehen zu verbessern.

üben, üben, üben

Irgendein Fotograf hat irgendwann mal den Spruch geprägt „die ersten 10.000 Fotos die man macht sind schlecht. Danach fängt man erst an gute Bilder zu machen“ oder so ähnlich. Im Grunde stimmt das auch. Am Anfang probiert man vieles aus, ist überzeugt von seinen Bildern, zeigt diese her und stellt sehr häufig fest das die Anderen Leuten gar nicht gefallen. Dadurch sollte man sich natürlich nicht verunsichern und entmutigen lassen. Man macht ja die Fotos in erster Linie für sich selbst. Wenn man dann aber einen gewissen Anspruch für sich selbst entwickelt und sein Hobby auf die nächste Stufe heben möchte, besser und besser werden möchte, mit Bildbearbeitung wie Adobe Photoshop, Lightroom oder Express noch mehr aus seinen Fotos rausholen möchte, weil man vielleicht auch mal etwas mehr Zeit und Ideen in Fotoshootings investiert hat dann ist man auf einem guten Weg.

Ich habe schon mehrere Artikel bei mir im Blog zu den Themen gehabt

und bei vielen Talks, Events und Online-Meetings.

Wo bekomme ich aber nun Infos, Tutorials und Hilfen her?

Wenn man jetzt an dem Punkt ist, das man nicht nur die Urlaubsbilder für Tante Gerda und Opa Hans machen will, sondern z.B. seine Social-Media-Kanäle im 4-5stelligen Bereich der Klicks und Follower sehen möchte ist ein höherer Qualitätsstandard angesagt und das heißt dann lernen, lernen, lernen.

Neben vielen Büchern die man zu allen möglichen Themen von der eigentlichen Fotografie über die Bildbearbeitung bis hin zum Marketing lesen kann gibt es natürlich auch viel Online. Hier mal einige meiner Links die ich regelmäßig anschaue.

The Analog Journal – Youtube Kanal mit ruhiger Musik. Viele kreativen Ideen kommen bei passender Hintergrund Musik. The Analog Journal bietet mir hier entsprechende Abwechslung.

Adobe Live – hier kommen REGELMÄSSIG viele Videos. Auch wenn man nicht Adobe Photoshop oder andere Adobe Produkte nutzt findet man hier sicher VIEL Inspiration was gerade angesagt ist und wie man seine eigenen Fotos verbessern kann. Adobe selbst bietet auf der Website natürlich auch viele Tutorials an.

Adobe DE – wer es lieber in deutscher Sprache hören und sehen möchte kann sich den deutschen youtube Kanal anschauen und abonnieren. Hier gibt es dann natürlich auch viele Videos zu anderen Themen rund um die Adobe Produkte.

Adobe Express – natürlich haben auch einzelne Tools wie z.B. Adobe Express Ihre eigenen Kanäle

Adobe Creative Cloud – in dem Kanal landen dann viele Themen rund um Events von und mit Adobe wie die Adobe MAX, Werbeclips oder Kurztutorial Reihen.

PixImperfect – eines der größeren Youtube Kanäle welcher sehr gute Tutorials zum Thema Bildbearbeitung hat.

Daneben habe ich natürlich noch viele andere Kanäle. Viele davon (auch viel deutschsprachige Kanäle) folge ich aber eher aus Inspiration und einfach um in Kontakt mit Fotokollegen zu bleiben. Netzwerken gehört schließlich auch ein bisschen dazu.

Sich hier einen eigenen Workflow anzueignen, ist dann jedem selbst überlassen. Ich versuche pro Monat z.B. 1-2 Bücher zu lesen und 1-2mal die Woche durch die youtube Abo Liste zu gehen, was mich von den Themen her interessiert. Dann gehts raus zum Fotografieren und die ein oder andere Idee umsetzen.

Dann gibt es natürlich auch noch Schulungen und Workshops. Die sind oft schon etwas spezifischer und für einzelne Themen recht interessant. Hier ist es aber meist noch schwerer was zu empfehlen, weil jeder anders lernt und andere Erwartungshaltungen zu solchen Schulungen hat. Hier ist also mein Tipp: Muß jeder für sich selbst entscheiden.

Wie macht Ihr das so? Habt Ihr noch weitere Ideen, Tipps und Tricks? Lasst es mich wissen.

Bob the Blob

Ich stolpere immer wieder über Kleinigkeiten, wenn ich was in Photoshop, Adobe Express oder sonst wie bearbeite. Hier hab ich mir einen kleinen Lifehack erarbeitet um einfach Designelemente einzubauen, die entweder als Platzhalter oder zum auffrischen dienen. Darf ich hiermit vorstellen: Bob, the Blob!
Er steht stellvertretend für eine Art kreativen Platzhalter, eine Art „kreativer Statist“.

Hinweis: Natürlich gibt es noch andere Wege. Es mag auch sein, dass meiner nicht gerade der effizienteste und Beste ist, aber ich mag ihn und vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

Zuerst erstellt man sich eine Grundform. Ursprünglich kam „Bob the Blob“ in einem Livestream vor und wurde in Illustrator erstellt. Ich bin aber eben mehr der Photoshop Typ also hab ich das hier einmal weiterentwickelt.

Die Grundform ist einfach ein Pinsel mit harter Kante der eine ordentliche Dicke hat. Hintergrund Transparent. Dann einfach Freihand einen „Blob“ nach eigenem Design malen. Danach den Blob noch mit der gleichen Farbe ausfüllen, fertig.

Als nächstes fügt man das Element bzw. komplette Bild in seine Bibliothek (Library) ein.

Danach wechselt man in z.B. Adobe Express, Indesign oder eben irgendeinem anderen Kreativprogramm welches auf die CreativeCloud zugreifen kann um sein Poster, Flyer, Facebook Banner oder was auch immer zu designen. An der Stelle, wo dann später ein Logo oder anderes Designelement hin soll, platziere ich dann Bob. Bob ist also mein Statist. Manchmal wird Bob auch wichtig, wenn er eben aus seiner Minirolle als Statist eben eine tragende Rolle spielt und ich ihn einfach als Designelement so wie er ist drin lassen.

Und wie in jedem großen Monumentalfilm ist Bob natürlich nicht allein, sondern ich erstelle mir hier gleich eine ganze Armee an Blobs.

Man kann Bob natürlich auch drehen, in verschiedene Farben einbauen, andere Design Assets in die Bibliothek laden, etc. Das schöne dabei ist dann, das wenn man z.B. immer dieselben Symbole, Formen oder eben Designelemente verwendet, diese dann immer beisammen hat. Wer z.B. viel mit Feuer oder so arbeitet wird noch die guten Popcorn Pinsel oder  Nupsies kennen. Auch die kann man sich dann in den Bibliotheken ordnen.

 

 

 

Wie Fonts Projekte verbessern in Adobe Express

Flyer und Poster designen, Briefkopf, Visitenkarte, etc. und immer nur die beiden Standard Schriftarten Arial oder Times? Gerade wenn man viel auf Social Media unterwegs ist weiß man wie wichtig Vielfältigkeit und Design sind. Die Schriftart bzw. Font ist dafür ein gern genutztes Mittel. Vor ein paar Jahren hab ich an der Stelle immer dicke Backen gemacht und mich auf einen laaaaangen Abend eingestellt. Mit viel Kaffee natürlich. Heute gehts einfacher.

Stellen wir uns einfach mal als Beispiel vor wir wollen einen Fotostammtisch, der Online am 17. November stattfindet promoten und dafür einen Flyer machen, der auf Instagram, facebook, etc. gepostet werden kann. Nun fängt man ja meistens mit irgendeiner Idee an und baut dann darauf auf. Meist hängt es dann bei entsprechenden Ideen, wie man weiterkommt. Mir hat jetzt bei Adobe Express gut gefallen, das man hier entsprechende Schriften vorgeschlagen bekommt und dann auch gleich wirklich SIEHT wie es mit der neuen Schrift aussehen kann.

Wie im Beispiel Screenshot aus Adobe Express rechts zu sehen, bekommt man entsprechende Font-Vorschläge aus den über 20.000 Schriften, die in Adobe Express zur Verfügung stehen. Man muss sich da also auch keine Gedanken machen, wo man bestimmte Schriften überhaupt herbekommt. Auch gut zu sehen ist, dass der entsprechende Text auch gleich vor dem Hintergrund eingepasst wird und nicht als Vorschautext vor einem weißen Hintergrund.

Ab hier heißt es dann einfach ausprobieren, was einem am besten gefällt.

Wer noch mehr Ideen und Inspiration braucht, kann sich auch gerne den Blogbeitrag bei Adobe „10 font pairings for maximum impact“ (englisch) durchlesen. Der ist natürlich nicht NUR für Adobe Express User interessant. Viel Spaß.

#AdobeExpress

Haribo macht Wacken Froh

Ich habe gesündigt. Ich hab mir Gummibärchen gekauft. Und nicht nur eine Tüte sondern eine Kiste. Schließlich wird es nicht oft vorkommen, das eine limitierte Jubiläumsedition in Kooperation mit dem größten Hard Rock Festival Wacken zustande kommt.

Mein Review

Zu kaufen gibts die Sonderedition „Wacken“ ausschließlich beim Festival selbst oder im Haribo Online-Shop. Ich hab mir also gleich 5 Tüten a 175g geholt (man weiß ja nie). Ich hatte erst Zweifel, das die schwarzen Gummibären irgendein ganz dunkles dunkelrot sein könnten, aber hier hat Haribo es geschafft. Die Dinger sind schwarz! Auch gegen das Licht gehalten! So muß das.

Das gefällt schonmal SEHR gut. An der Stelle hätte ich mir noch gewünscht, das das rot auch etwas mehr ins dunkelrot bzw. mit hohem Schwarzanteil gehen würde, aber vom Kontrast her passt es auch so.

Die Verpackung ist typisch Haribo, kein Schnickschnack, keine nervenden „Glutenfrei, Tierversuchsfrei, Genderneutral, ohne Zusätze von wasweissich, etc.“ also wirklich schön schlicht.

Vom Biss her sind die Gummibärchen schön hart. Nicht ZU hart, aber eben mit schön festem Biss. Passt also auch zum Thema.

Geschmacklich passt es auch mit den Geschmacksrichtungen Fassbrause Zitrone (schwarz) und Fassbrause Holunder (rot). Wirklich schöne Kombination wie ich finde. Ich kann mir jetzt schon diverse Festivalgetränke Kreationen mit den Bärchen vorstellen.

Alles in allem eine runde Sache. Ich hatte mir überlegt ggf. eine Tüte so aus Nostalgie gründen aufzuheben und in 20 Jahren bei ebay zu versteigern oder so, aber während ich das hier schreibe ist bereits eine halbe Tüte leer geworden .. ich glaube die 5 Tüten überstehen keinen Monat!

Das Marketing

Danke. Glückwunsch an wen auch immer die Idee hatte „Lass uns doch mal Gummibären auf Wacken packen“. Wie man sieht geht es auch für sagen wir mal wirklich alt eingesessene Firmen sich auch mal was gutes überlegen. nach den ganzen InfluenderEintagsfliegen Produkt wo der Name mehr Grips gekostet hat als das minderwertige Produkt selbst, wo Geiz ist Geil eher im Vordergrund steht als langfristiges Marketing, wo das Produkt und der Kunde zur Nebensache geworden ist. Wacken ist eine kulturelle Institution ebenso wie Haribo. Insofern passt das schonmal wie die Faust aufs Auge.

Dann hier wirklich mit einem EINFACHEN Design wo man eben NUR eine thematisch passende Rezeptur entwickelt hat und die Verpackung ein klein wenig angepasst hat … fertig. Nix mit Fanfaren und Trompeten ein Produkt Monatelang wie bei Indigogo & Co. anpreisen und am Ende kommt nix. Nein, einfach das Produkt rausbringen und ZEITGLEICH die Pressemitteilungen rausschicken, abwarten, fertig. Ich wette das ich nicht der erste alte De*** gewesen bin, der sich da eingedeckt hat nach dem Motto „Wenn die ganzen Wacken Festivalgänger erstmal eingekauft haben krieg ich wieder nix“ hihihi.

Natürlich kenne und liebe ich die Haribo Goldbären seit meiner Kindheit, die auch schon über 40 Jahre her ist und natürlich spielt dieses „Oh, das kennste doch. hach waren das schöne Zeiten. lass mal probieren“ -Gefühl da eine große Rolle. Aber es verbindet ja auch! Die heutige Jugend mit der schnell schnell immer was neues zack zack Mentalität hat vielleicht von Haribo von Opa und Oma gehört, aber ist eher mit so fancy „speziell auf DICH und DEINE Bedürfnisse“ zugeschnittenen Wohlfühlprodukten aufgewachsen. Jetzt gibts halt was wo der Sohn oder Enkel das mal Mama und Papa oder Oma und Opa unter die Nase halten kann (wenn was übrig bleiben sollte bzw. so ne halbe Tüte in der zugeschwitzen Reisetasche ganz unten dann wieder auftaucht beim waschen von Mutti… ) und dann zusammen wohlige Gefühle und dieses „Hach, das waren schöne Zeiten“ zusammen denken. Also eigentlich modernes Marketing so wie es sein soll.

Falls das nicht schon in der Mache ist würd ich mir jetzt nur noch als I-Tüpfelchen so ein T-Shirt in schwarz mit „B * Ä * R“ statt „W * A * C * K * E * N“ und einen kleinen Headbangenden Goldbären drunter wünschen. DAS hatte ich im Haribo Online-Shop irgendwie vermisst.

Auch darf man jetzt natürlich gespannt sein ob es irgendwann sagen wir mal in ein paar Monaten/nächstes Jahr auch eine Andere „Sorte“ als Normale Sorte aber eben in schwarz geben wird, denn vom farblichen Kontrast sieht das schonmal spitze aus.

Es ist wirklich erfrischend mal solch Bodenständiges und vollendetes Marketing ohne lautes Geschreie und rumwedele in den Medien außer eben den „normalen“ Meldungen zu sehen. Danke dafür.

Achja, und wenn Mama und Papa sagen man soll sich gesund ernähren kann man beruhigt sagen „Ich hab viel Obst und Gemüse zu mir genommen“ denn zu den Zutaten zählen neben Sonnenblumenöl und Rettich auch eben diverse Fruchtkonzentrate. Viel Spaß.

P.S.: Das ist keine Werbung. Ich hab mir das Zeug selbst gekauft und schreib hier nur meine Meinung.

ein halbes Jahrhundert

Ich glaube wenn man gerade ein halbes Jahrhundert jung geworden ist wird es Zeit die bisher gesammelten Weisheiten an das Jungvolk zu verbreiten. Ja, Ihr da draußen seid gemeint! Leider ist es in den letzten Jahren irgendwie ausser Mode gekommen auf Weise Menschen zu hören und Ihr Wissen umzusetzen und weiter zu geben, aber ich hab irgendwie noch nicht die Hoffnung aufgegeben. Deshalb hier mal einiges für die Nachwelt.

Apropos Mode … Sobald Ihr auf die Straße geht überlegt euch GENAU was Ihr anzieht. Jungs und Mädels aus er Sturm und Drang Zeit lasst euch gesagt sein Ihr ärgert euch mehr als das es den Lacher wert ist wenn Ihr meint das schicke ausgefallene Outfit was gerade sooooo arg angesagt ist an zu ziehen. Sobald Ihr vor die Tür geht lauft Ihr ja IMMER potentiell Gefahr, das ein Bild von euch im Internet landet UND DA BLEIBT ES AUCH! Irgendein Algorithmus wird euch dann nach 20-30 Jahren verfolgen und diese Jugendsünde wieder ausgraben und euch wird diese Schreckenstat vorgehalten und Ihr werdet euch in grund und Boden schämen (sofern Ihr noch einen halbwegs brauchbaren IQ habt … wer jetzt IQ mit einem SocialNetwork oder Energieriegel in Verbindung bringen will … Ihr seid dann raus). Ihr werden dann eh zum Gespött einer ganzen Generation und jeder wird mit dem Finger auf euch zeigen „Boah, so schei**** ist man früher echt rumgelaufen?! krass“.

Mode war bei den Kids vor 20-30 Jahren eh noch VIEL stärker angesagt und gehörte zur Lebenseinstellung der Teenager als Heute. Dennoch hätte man sich auch damals denken können, das Schulterpolster in Bomberjackenartigen Blousons aus Seide für Männer irgendwann mal aus der Mode kommt und dazu noch überaus dämlich aussieht.

Und Ja, auch ich hatte solche Verwirrungen sogar mit eng anliegenden schwarzweiß gestreiften Leggings und blonden Strähnen. ABER zu früheren Zeiten gabs noch keine digitalen Fotoapparate geschweige denn Handys und so kleben diese Bilder lediglich in den Gehirnen meiner Eltern und der Klassenkameraden.

Sehr interessant ist auch die Entwicklung in der Popkultur. Während Musik viel weichgespühlter geworden ist, kaum innovation bei Sounds, weniger echte Musiker und mehr „ich klicke mir Beats zusammen“ am Computer.

Bei Fernsehserien gabs früher innerhalb von 45 Minuten eine abgeschlossene Geschichte innerhalb eines Geschichtenstrangs. Heute tut sich innerhalb einer Folge einer Serie eigentlich recht wenig, es gibt mehr Dialoge, weniger Szenenwechsel und am Ende weiß man eigentlich nicht was passiert und wie es in der nächten Folge weiter geht.

Früher gab es viele Fernsehshows für die ganze Familie. Man saß mehr miteinander zusammen und schaute sich die Shows an. In den Shows wurde mehr miteinander gelacht anstatt übereinander. Seit den Anfängen von BigBrother und Co. geht es in den Shows aber eher darum sich gegenseitig fertig zu machen. Selbst in irgendwelchen Gameshows bei denen Gruppen gebildet werden ist eigentlich die Frage wer den anderen aus der Gruppe ausgrenzt, damit man sich darüber das M*** zerreißt.

Man hat das Ende des kalten Krieges, Mauerfall, Fremdenhass, Pandemie und gestreifte Leggings sowie blonde Strähnen im Haar mitgemacht. Rauchen gehörte zum guten Ton, Benzin hat noch eine Mark und später lange Zeit um EUR 1,20 gekostet. Zigaretten haben am Automaten DM 4,- gekostet und wenn man am Kiosk welche gekauft hat dann wurde man nicht nach einem Ausweis oder so gefragt. Plastiktüte beim Einkauf kostenlos dazu war selbstverständlich und bunte Plastik Strohhälme in der Cola beim Kindergeburtstag ein Muß. Ich bin noch in die USA gereist ohne von oben bis unten überprüft worden zu sein und 1990 hab ich mir ein Stück der Berliner Mauer selbst mit einem Zimmermannshammer, den ich mir von einem an der Mauer arbeitenden Bauarbeiter geliehen habe abgeklopft. Ich hing an einem Bungie Seil und wurde von einem Brückenkopf in einer Bergwachtstrage abgeseilt, habe Nachts besoffen auf dem Friedhof übernachtet und bin danach pünktlich in der Schule erschienen. Ich bin froh in der Schule Gitarre spielen gelernt zu haben, als Radiomoderator, Sanitäter, Musiker und Fotograf unterwegs sein zu dürfen und im Elektrotechnik Studium meine eigenen Gitarrenverstärker berechnen gelernt zu haben. Danke hier an meine Eltern, die mir das ermöglicht haben, meinem Vater, der mir neben vielem Anderen auch das löten und Handwerken beigebracht hat.

So, und nun bin ich gespannt auf die nächsten 50 Jahre.

Linkdump KW23 2022

Hier mal wieder ein paar interessante Links zum Durchschauen.

808 und TR303 Beatmaking:
https://808303.studio/
https://roland50.studio

TR808 Drum Machine Patterns
https://www.google.de/search?q=tr+808+pattern+sheet&source=hp&iflsig=AINFCbYAAAAAYH985lrZMMR7C4AERWc_EDAbwx2I5MvO&oq=TR808+patter&sclient=gws-wiz

 

Planet Rock:
https://www.youtube.com/watch?v=_rlUQsC8ECk
dazugehöriger Pattern:
https://www.pinterest.de/pin/531143349780660368/

Reuters Zertifikat digitaler Journalismus

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben den Reuters Schulungskurs „Einführung in den digitalen Journalismus“ abgeschlossen.

So begrüßte mich eben das Letzte Fenster des selbstfahrenden Kurses mit Multiple Choice Zwischenprüfungen. Es ersetzt sicher keine komplette journalistische Ausbildung und es enthält auch nicht wirklich viel tiefergehende Journalistische Grundlagen (Grundlagen schon, aber eben nur GANZ Grundlegende Dinge), aber es ist vielleicht der Weg in die richtige Richtung vom etwas angestaubten Berufsbild hin zum Online-Journalist.

Ich persönlich zähle mich ja zu den freien Journalisten oder Freelancern wie man oft auch sagt. Hier muß man sich ja selbst die Grundlagen, Informationen und Hintergründe des Berufes aneignen. Das führt oft selbst wenn man eben an den Journalstischen Grundsätzen, Presserecht, Verschwiegenheitserklärungen, etc. festhält und sich eben an den Codex hält trotzdem schwer sich neben den fest angestellten Kollegen behaupten zu müssen. Es ist IMMER ein Kampf obwohl es keiner sein müsste. Es gibt mehr als genügend Platz im Journalismus, das auch seriös arbeitende Freie Journalisten, die nicht fest angestellt bei irgendeiner Agentur, Zeitschrift oder Sender sind eben etwas zu den tagtäglichen Nachrichten Beitragen können.

Der ein oder andere etwas erfahrenere „Kollege“ wird jetzt hier natürlich die Nase rümpfen und sich seinen eigenen Teil denken. Aber jedes „Zertifikat“ das mir ein klein wenig hilft auszudrücken, das ich nach den journalistischen Regeln arbeite aber eben NICHT fest angestellt bin, da ich dies aus Passion und Lust am Fotojournalismus, hilft mir das ich mich nicht jedesmal neu erklären muß.

 

 

 

 

Ich freue mich zumindest diesen kleinen Teil jetzt abgeschlossen zu haben und wieder einen zumindest kleinen Teil „nachweisen“ zu können.

Linkdump KW11

Ich habe für diese Woche mal wieder einige interessante Links zusammen gesammelt.

Tipp: Wenn man https://henrikheigl.de/category/linkdump/ eingibt bekommt man ALLE Linkdumps dieser Website aufgerlistet. Viel Spaß.

Bandcamp music für Nerds und Hackers: https://legowelt.bandcamp.com/album/shadow-wolf-cyberzine-cover-tape-1

Über 5000 Musikgenres mit Hörbeispielen: https://everynoise.com/

Curl ist schon über 23 Jahre alt geworden – https://daniel.haxx.se/blog/2021/03/20/curl-is-23-years-old-today/

GTD – Wie man ein Tickler File schnell erstellt und seine Arbeit besser organisiert

Wer mich kennt weiß, das ich so ein kleiner GTD und Living in ONE Textfile Fan bin. Nun bin ich gerade Dabei, meine Arbeit im Gesamten etwas besser zu strukturieren. Gerade wenn man mehrere Dinge parallel macht ist es wichtig, dass man gut strukturiert ist. Von Vorteil ist dabei das 43 Ordner Prinzip welches man gut mit Evernote oder Joplin anwenden kann. Neudeutsch wird das auch gerne als Tickler System bezeichnet.

Wie geht so ein Tickler Ordner vom Prinzip her?

Nun, man kann sich das Ganze in Papierform mit normalen Büroordnern oder einer Mappe für Unterwegs basteln oder digital – das Prinzip ist immer dasselbe.

Um ein solches Tickler System zu erstellen benötigt man 43 Ordner (Ja, 43):

  • 31 Ordner für jeden Tag im Monat
  • 12 Ordner für jeden Monat im Jahr

Man kann sich die Tage des Monats auf entsprechende Zwischenablageblätter schreiben oder farbig markieren. Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Die Ordner kann man wie gesagt frei ins Regal stellen um dann pro Monat einen Ordner auf dem (Arbeits)Tisch zu haben oder man hat eine entsprechende Mappe dabei. Im gut sortierten Schreibwarenladen gibt es auch schon vorgefertigte Ziehharmonikamappen und Ordnerunterteilungssysteme.

Wie erstelle ich mir nun solch ein Tickler in Evernote oder Joplin?

Das Prinzip ist hier genauso.

1.) Notizbuch erstellen

Als erstes erstellt man sich die 12 Monats-Ordner einzeln. Hierbei ist es ratsam die Ordner-Namen nicht mit „1 Januar … 2 Februar…“ durchzunumierieren sondern mit „01 Januar … 02 Februar…“ weil ansonsten bei der Sortierung später Probleme entstehen können.

2.) Notizbuch als Stapel zusammenschieben.

Nun einfach den „02 Februar“ auf den „01 Januar“ schieben und somit einen Notizbuchstapel erzeugen. Danach alle anderen Monate in den Stapel schieben.

3.) Notizen erzeugen

Nachdem die Monate alle gestapelt sind im Monat Januar 31 einzelne Notizen erstellen und diese mit „01, 02, 03 ….31 “ durchnummerieren. Danach kann man in den Notizoptionen (alle Notizen gleichzeitig markiert) die Sortier Reihenfolge noch Aufsteigend bzw. Absteigend anpassen

4.) Notizen kopieren

nachdem für einen Monat die 31 leeren Notizzettel erstellt wurden können diese in die anderen Monate kopiert werden.

5.) Favorit erstellen

Nun kann man einen Favorit des aktuellen Monats erstellen.

Somit kann man schnell auf die aktuellen Tasks des aktuellen Monats zugreifen und diese abarbeiten.

Ebenso nützlich kann hier auch ein Hipster PDA sein.

 

 

Nachruf Sven Guckes

Ein guter Freund von mir und vielen meiner Freunde ist letzte Nacht verstorben. Normalerweise ist es nicht meine Art hier groß drüber zu schreiben, aber er hat nicht nur mir sondern wahrscheinlich fast jedem der deutschen Linux Community auf die eine oder andere Weise vim, zsh, screen oder mutt näher gebracht in einem seiner unzähligen Vorträge auf den vielen Linuxtagen in Chemnitz, Berlin, Dresden, Flensburg, Zweibrücken oder anderen Deutschen und europäischen Metropolen.

Ich durfte bei Ihm schon in jungen Jahren mit zig Anderen auf dem Boden in der Berliner Wohnung seiner Tante übernachten und Morgens zu seinen drei Katzen aufwachen die einen beim Schlafen auf dem Boden zugeschaut haben. Wir haben zusammen Linux-Camps organisiert und er hat auch mir Berlins historische Ecken erklärt wir kein Anderer. Egal an welcher Ecke man gerade in Berlin stand es kam immer eine interessante Anekdote was gerade an dieser Hausecke zu einem historischen Datum geschehen war. Ich werde immer an seine roten und blauen Schals denken ohne die er nie außer Haus ging und er hat mir Kraft auch in schweren Zeiten gegeben und war mit gebotenem Abstand für mich da. Er war einer der Ersten, die meinen GPG Key unterschrieben haben und wir saßen mit einer Flasche Club Mate im Keller beim CCC Congress vor über 20 Jahren in Berlin und schauten gemeinsam auf die Röhrenfernseher. Wir haben zusammen in einer zugigen Turnhalle im Schlafsack übernachtet und haben zusammen viele Menschen für das CAcert Zertifikat beglaubigt.

Vielleicht hätte ich es merken müssen als ich Ihn kurz vor der Pandemie als ich Ihn und einen seiner Bekannten zu einem Essen beim Chinesen in Berlin traf, aber auch wenn er blass und abgemagert wirkte hatte er sich den Tumor wohl nicht anmerken lassen und hatte sogar zu der Straße vor dem Restaurant noch eine Anekdote parat wie das Kopfsteinpflaster aus den Trümmern der Mauersteine aus dem 2.Weltkrieg dort verlegt wurden. Meine Anekdote zu dieser Nacht war, das ich mein Auto hierzu in einer Parkgarage in der Nähe abgestellt habe, diese aber um 23Uhr bereits zu gemacht hat. Ich kam um kurz nach 12 dort an, Türen waren also zu. Es gab einen Hinweis sich im Hotel xy zu melden. DAS wiederum war aber nur durch einen Innenhof und dann noch einmal um einen Häuserblock herum zu erreichen. Dort hat man dann eine Ausfahrtkarte bekommen und eine Anleitung wie man über den Einzigen Nachteingang zu diesem Tiefgaragenkomplex kommt. Wenn man also die Ausfahrtkarte benutzt und zusätzlich dem Nachtportier NOCHMAL per Sprechanlage Bescheid sagen muß, das man mit der Keycard xyz nun ausfahren möchte. So ist Berlin. Es war kalt in dem Winter, meine Füße haben mir weh getan, ich hatte keine Jacke an weil ich ja dachte das ich ja vom Restaurant aus nur einen Katzensprung entfernt war. Ich musste die ganze Zeit daran denken wie Sven mir in diesem Moment wahrscheinlich zum Innenhof des Hotels und der Tiefgarage noch erzählen konnte wann diese gebaut wurden und wofür diese wohl ursprünglich gedacht waren. So war er.

Danke, das ich ein Teil Deines und Du ein Teil meines Lebens sein durftest.

 

P.S.: Bram Molenaar (Autor vom vim) wird vim 9 Sven widmen. Eine schöne Geste.