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Analog Film Overlays

Um Bilder etwas spannender und Interessanter zu bearbeiten gibt es viele Möglichkeiten. Neben dem Anpassen der Farben, anwenden von verschiedenen Filtern und Color Lookups gibt es natürlich auch noch Overlays. Der ein oder andere kennt hier vielleicht Light Leaks bzw. Light Flares, die dem Bild den Look von seitlich einfallendem Licht geben kann.

Eine weitere Methode wäre dem Bild das Aussehen von alten Fotos zu geben, indem man hier per Overlay Staub bzw. kleine Dreck Partikelchen und Fusseln über das Bild legt wie man es von den analogen Filmen früher kennt.

Hier ein kleines Beispiel zuerst einmal ohne das Overlay:

und danach mit dem sogenannten Kodak Gold 200 Overlay1:

Wie man sieht, bekommt das Bild durch die hinzugefügten Unreinheiten und Fusseln eine gewisse Stimmung. Die Anwendung ist relativ simpel: Man kopiert das Overlay auf eine neue Ebene in Adobe Photoshop über der Bildebene. Danach den Modus der Ebene von „Normal“ auf einen anderen Modus wechseln. In diesem Fall habe ich „hellere Farben“ gewählt, aber es geht auch z.B. „negativ multiplizieren.

Auch hier gibt es wie auch bei dem kostenlosen Light Leak & Flares Pack von Krolop und Gerst ein entsprechendes Analog Film und Brushes Overlay Pack von SVNX. Hier gibt es sicherlich noch viele Andere, aber ich denke mit diesen beiden Packs kommt man schon sehr weit.

Aber Vorsicht ist wie bei allen Effekten, die man verwendet geboten, das es nicht ZU VIEL wird und eben Situationsbedingt und dezent angewendet wird. Viel Spaß.

Linkdump KW01 2021

Das Jahr ist schon wieder eine Woche älter und deshalb hier mal wieder ein paar interessante Links zum stöbern.

Wird oft vergessen, ist aber eben wichtig. How to write documentations Crash Course.

Windows Hilfe Dateien (chm files) erstellen LINK. Dazu kann man sich auch Sandcastle genauer anschauen.

Etwas für mich alten Nostalgiker was Musik angeht hier noch ein paar alte Beats aus dem YOUFM Clubnight Archiv.

Das legendäre Dorian Gray. Ich war dabei.

Wer wegen erhöhter Inzident Zahlen den 15Km Umkreis wissen will oder wie groß ein Areal in Quadratmetern auf google Maps ist kann HIER mal schauen.

Linkdumps KW48

Angeregt durch Dirks Logbuch, der das ja schon SEHR lange macht hab ich auch mal diese Woche einiges an Interessanten Links, die ich selbst nicht vergessen möchte und so sammele.

Diese Woche startet das Guitar Summit als Web Summit. Nach der Adobe MAX bin ich mal gespannt wie das die Musikbranche so als virtuelle Messe aufzieht.

Zur Zeit gibt es mal wieder Office365 als Familienbundle recht günstig (normalerweise um die 100,- pro Jahr – vergünstigt um die 50,-). Wer wissen will was in den verschiedenen Office365 Paketen so drin ist und wo die Unterschiede liegen kann ja auf der entsprechenden Microsoftseite vorbeischauen.

Dank Dirk muß ich mir auch mal einen Nachrichtenvorsammeldienst wie qpid anschauen. Was nutzten denn Andere so?

Padlet – Seiten bzw. Apps man zum Erstellen von Erklärvideos, Filmen, Comics, Hörspielen, kollaborativem Arbeiten etc.
Eine dynamische, wachsende Sammlung mit Tools und Apps für den Unterricht – Praxisnahe Tipps, Tutorials und Beispiele: https://padlet.com/ajoth1/lw122tw6u4oh 

jamboard (Whiteboard) kann man zum zeigen Online in Meetings immer mal gebrauchen.

Das Aufmacherbild oben ist ein Adobe Stock Bild mit der Nummer 233717656. Danke Adobe.

Adobe Creative Cloud kostenlos

Um die Adobe Creative Cloud nutzen zu können muss man sich nur die App herunterladen und kann bereits viele Programme und Dienste von Adobe völlig unkompliziert kostenlos nutzen. Ok, die meisten Kostenlos nutzbaren Adobe Apps gehen auch ohne die Creative Cloud, aber mit ist es nochmal ein bisschen angenehmer. Aber fangen wir mal vorne an. Genau wie bei google, amazon oder Facebook ist an die sogenannte Adobe-ID einiges an Diensten und Leistungen gekoppelt. Man MUSS aber kein Abo abschließen, sondern kann bereits in der kostenlosen Variante viele Dienste nutzen und nur, wenn man dann mehr möchte, kann man eben mit zusätzlichen Abos den vollen Umfang nutzen. Das System baut hier von oben nach unten auf, aber im Gegensatz zu anderen Abo- oder Lizenzmodellen wird nicht einfach irgendwas im Programm weggelassen was dann zwar angezeigt wird, aber eben ohne Lizenz oder ohne Abo nicht nutzbar ist, sondern man kann kostenlose Programme komplett ohne Einschränkung kostenlos nutzen. Ich kann also Photoshop Express, Adobe Rush oder Lightroom mobile KOSTENLOS eigenständig nutzen. Damit die Daten über die Cloud synchronisiert werden benötigt man eine Adobe-ID. Wenn man sich DANN dazu entscheidet weitere Adobe Produkten nutzen zu wollen, die im Abo erhältlich sind dann kommt das eben noch dazu. Die vorher benutzen Tools sind aber nicht eingeschränkt im Funktionsumfang sondern erweitern sich lediglich.

In der kostenlosen Version kann man die Creative Cloud mit 2GB freiem Speicher nutzen. Das klingt nach nicht viel, aber zum testen und bearbeiten einiger Fotos, dem Austausch von Lightroom Katalogen, Pinselspitzen, Plugins und Assets ist dies durchaus ausreichend. Man kann diesen Cloudspeicher natürlich auch als reinen Cloud Speicher ohne Nutzung der Adobe Produkte unter Windows oder MacOS als reine Dateiablage nutzen. Gerade wenn man z.B. mit jemand Anderem etwas austauschen möchte, der auch eine Adobe-ID bzw. CreativeCloud hat macht das arbeiten hierüber noch mehr Spaß.

Neben dem Cloudspeicher lassen sich aber eben auch die kostenlos verfügbaren Adobe Tools wie Adobe Rush, Behance, Photoshop Express, Adobe Capture, PS Camera und noch einige andere Programme nutzen.

 

Der Vorteil der Nutzung mit einem CreativeCloud Account anstatt ohne einem Adobe-ID Account ist die Austauschbarkeit von Arbeitsdateien zwischen z.B. dem Smartphone oder Tablet über die Desktop App. Ebenso kann man mit der Desktop App die Clound Dateien besser verwalten und z.B. den Cloudspeicher oder Assets. Auch das Zusammenarbeiten über Adobe eigene Dienste wie Behance, Portfolio, Adobe Stock oder Adobe Connect Webinaren und Online Veranstaltungen gestaltet sich einfacher. Mit Adobe Capture erstellte Pinselspitzen oder Farbzusammenstellungen sind sofort in der Bibliothek für ALLE Adobe Produkte verfügbar. Selbst wenn man über Adobe Trainings über die verschiedenen Tools was lernen will benötigt man die Adobe-ID. Ein weiterer Vorteil ist, das dieser Account nicht mit anderen Verknüpft ist. Wenn man sich z.B. mit seinem Facebook Account auch bei Adobe anmelden würde und der Facebook Account gehackt wäre dann wäre auch der Adobe-Account kompromittiert.

Anwendungsbeispiele

Ein Beispiel Workflow sähe nun also z.B. so aus, das man mit dem Smartphone ein paar Bilder macht. Diese mit Adobe Rush oder Photoshop Express oder Lightroom mobile schonmal bearbeitet. Diese landen dann in der CreativeCloud. Am Rechner zu Hause kann man die Bilder dann z.B. in Adobe XD zu verschiedenen Bildserien für Instagram, TikTok oder Twitter weiterentwickeln, in Adobe Spark zu einer kleinen Präsentation oder Webseite zusammenbauen, mit Bildern aus Adobe Stock die man auch zuvor schon in seiner Bibliothek gespeichert hat in eine eigene Gallerie zusammen auf seine Homepage laden oder einen Banner für eine Facebook Seite kreieren.

Als weiterführendes Beispiel stelle man sich vor, das man auf Pinterest einige schöne Plakate mit interessanten Farben und Schriften gefunden hat. Diese Inspiration soll für ein eigenes Schulprojekt dienen um ein Abschlußball Plakat samt Flyer zu entwickeln. Mit Adobe Capture kann man dann aus den Bildideen eine Farbpalette zusammenstellen, die Schriftarten (Fonts) können ebenso mit Adobe Capture ermittelt werden. Das Schul-Logo wird von einem Aushang in der Pausenhalle abfotografiert und ebenso in Adobe Capture in eine Pinselspitze umgewandelt. All das teilt man dann über die CreativeCloud mit z.B. dem Lehrer, der eine Edu Lizenz von Adobe Photoshop hat und hier mit der Pinselspitze mit dem Schul-Logo, den ermittelten Fonts und den Farben einen einheitlichen Flyer UND Plakat erstellen kann. Das Ganze kann dann als PDF und JPG gespeichert wieder zurück über die Cloud an die Schüler verteilt werden so das diese Infos dann in den sozialen Medien ausgetauscht werden können.

Das Ganze geht natürlich auch mit Ton- und/oder Videomaterial genauso.

Editing Night – Adobe x tPIC

Immer wieder schön sind die Adobe Nights. So auch dieses mal im Zuge der tPic 2020, der Konferenz für professionelle Fotografen. Die tPIC – the Professional Imaging Conference richtet sich dabei an aktive und (angehende) professionelle Fotografinnen und Fotografen.

Hier gab es am 13.08. einen super Livestream mit vielen Speakern der diesjährigen Online-Konferenz.

Durchs Programm führten wie bei fast allen Adobe Fotonächten Sven Doelle, Principal Business Development Manager, und Matthias Schulze, Principal Solutions Consultant bei Adobe.

Gäste wie DomQuichotte, Maike Jarsetz, Florian W. Müller, Dennis Schmelz, Lisa Hantke und weitere Überraschungsgäste wie u.a. Uli Staiger waren Online zugeschaltet. Mit Talks, Vorträgen, Videos und jeder Menge Tipps war die Veranstaltung gleichermaßen kurzweilig wie informativ. Fotos in der Cloud, Mobile Workflows, Erstellung von Signature Looks, Video Editing Basics, Nutzung von Stock Content, Layer Tennis und auch viel fotografische Inspiration sind nur einige der geplanten Themen dieser Nacht. Dazu gibt es im Live-Chat über den tPIC-Discord-Server die Möglichkeit mit zu diskutieren und viele Fragen zu stellen.

Wie man sieht: Es hat riesigen Spaß gemacht! Und man hat viel gelernt. Auf dem youtube Kanal von Adobe ist natürlich noch viel mehr solcher und anderer Videos zu finden.

Zusätzlich kann man noch bis Ende September noch an einem Gewinnspiel bei DOCMA mitmachen.

Popscene April 2020 Ausgabe

Sie ist jetzt schon historisch.Poscene Ausgabe 4/2020 – Die Coronaausgabe. Sie ist anders als die anderen.
Die Redaktion hat sich recht früh schon entschieden, im April nicht im Print zu erscheinen. Popscene beliefern in der Region über 500 Stellen und man wollte zum einen die eigenen Kuriere schützen und natürlich nicht als zusätzliche „Virenverteiler“ agieren.
Kurz danach hagelte es auch Veranstaltungsabsagen und später wurden dann auch die allermeisten Standorte geschlossen, sodass jetzt sowieso nicht mehr ausgeliefert werden kann.

Ausgebaut wurde die Rubrik Jobs im Saarland mit einem kleinen Schwerpunkt Pflegeberufe und Arbeitsrecht (Thema Corona) von unserer lieben Rechtsanwälting Maria Di Martino. Weiterhin ein Special zum Thema Homeoffice und Homeschooling von Henrik Heigl – und einen weiteren Servicetext zum Thema Quarantänesex.

Das E-Paper wird auf jeden Fall erscheinen und freut sich über jede Unterstützung für den Wonnemonat.
Derweil hat die Poscene für euch noch ein tolles Online-Programm.
Bleibt freundlich, gesund und hoffnungsvoll. Helft euch gegenseitig und lasst uns das wuppen!
Auf zum ePaper!

Edit: Der Artikel zum Thema Homeoffice ist ab Seite 58 zu finden und der Artikel zum Thema Homeschooling auf Seite 72

Royal Kludge RK61 mechanische Tastatur

-Werbung- Ich glaube ich habe endlich meine Traumtastatur gefunden. Ich wollte immer eine kleine Tastatur mit Kabel UND Bluetooth als mechanische Tastatur. Die Royal Kludge RK61vereint genau das.

  • Cherry MX Brown Switche
  • Wired UND Bluetooth 3.0 Modus
  • Multigeräte Konnektivität bis zu drei Geräte Umschaltbar
  • 60% Keyboard
  • stabile Verarbeitung
  • Hintergrundbeleuchtung (blau)
  • Deutsches ISO-DE Tastaturlayout
  • interne Batterie mit 10h Laufzeit / 360h Standby

Nachdem ich einige Dinge erst mühsam herausfinden musste ist die Tastatur eine echte Wohltat zum langen tippen.

Was ich herausbekommen habe und was nirgendwo steht: Wenn die Tastatur nicht voll geladen ist dann dauert es vom Tastenanschlag bis zur Darstellung auf dem Bildschirm MEHRERE Sekunden. In der Zeit hat man aber normalerweise mehrere Tasten hintereinander gedrückt. Deshalb kommt die Tastatur durcheinander. Deshalb: ERST komplett laden, DANN ausprobieren.

Das @ Zeichen: Da mit FN + q die verschiedenen Devices der Kopplung ausgewählt werden können ist unter ALTGR+q nicht wie gewohnt das @ Zeichen zu finden. Das erhält man mit STRG+ALT+Q (Achtung: geht auch erst wenn Tastatur voll geladen. Vorher spinnt das komplett!). Unter Android erhält man das @-Zeichen übrigens mit STRG+L.

Der Rest ist wie im Manual beschrieben. Die Tastatur ist für knapp 60,- ein echtes Schnäppchen. Zumal es eine der wenigen mechanischen Tastaturen mit deutschem Tastaturlayout ist. Die Hintergrundbeleuchtung ist speziell für mich als Vielschreiber, der auf die Tastatur schaut eine Wohltat, weil einfarbig hellblau hintergrundbeleuchtet. Die braunen Tasten (keine Original, aber die Tastenkappen passen und der Anschlag sind SEHR Cherry MX brown mässig!) sind sehr sanft und taktil, aber dennoch recht weich. Die Tastatur ist durch die Metallplatte recht schwer und sitzt durch die Gummifüße sehr sicher auf dem Schreibtisch.

Die Größe ist ideal für mobiles arbeiten, als Digitaler Nomade oder um mal eben schnell etwas längeres im Cafe zu tippen.. Das Tippen macht tierisch Spaß und ist ermüdungsfrei.

Die Hintergrundbeleuchtung kann vom Modus her und der Helligkeit Stufenweise geregelt werden. der USB-C Anschluß ist zeitgemäß und mittig hinten an der Tastatur angebracht. Beim laden leuchtet die Leertaste zusätzlich neben blau noch in rot. Dies hört dann auf sobald die Tastatur vollkommen geladen ist. Die rote LED scheint auch auf zu leuchten wenn der Akku langsam nachlässt (siehe Hinweis oben Stichwort laden…). Dadurch, das es sich hier um eine 60% Tastatur also ohne Nummernblock handelt und die Länge von 29cm knapp so klein wie ein DIN-A 4 Blatt ist passt die Tastatur in jeden Rucksack rein.

Wer mehr über mechanische Tastaturen wissen möchte kann sich auch einmal meinen Artikel in der Zeitschrift c’t Ausgabe 21/2018 anschauen.

Adobe MAX 2019 Highlights

Die welweit größte Konferenz für Kreative mit über 15.000 Teilnehmern aus 62 Ländern ist die Adobe MAX und Sie findet zur Zeit gerade in Los Angeles vom 4.-6.November statt. Es wird hier neben vielen Vorträgen auch einige Highlights und Neuerungen geben die ich hier einmal kurz zusammenfassen möchte. Auf der MAX werden Erfahrungsgemäß wie in den letzten Jahren z.B. einige Neuigkeiten bzw. Highlights wie z.B. Inhalts-basiertes füllen in Adobe After Effects, der Textur Regler in Lightroom, Update der Creative Cloud Desktop App, das neue Zeichentool Adobe Fresco und Adobe Rush auf Android vorgestellt.

Auch dieses Jahr gibt es viel Neues wie z.B. Adobe Photoshop auf dem iPad. Gerade das mobile Orts-unabhängige Arbeiten wird immer wichtiger und hierzu trägt die Verwendung von Photoshop auf dem iPad natürlich wesentlich bei.

Die Arbeit ist hier sehr ähnlich der Arbeit auf dem Desktop was die Einarbeitung bzw. Eingewöhnung wesentlich beschleunigt.

Auch findet man natürlich all die gewohnten Tools, Ebenen, Pinsel, etc. an den gewohnten Stellen wieder. Neuerungen in Photoshop auf dem iPad sowie Photoshop 2020 werden u.a. inhaltsbasierte Auswahl und Masken sein mit dem das freistellen und Auswählen von Objekten aus einem gegebenen Bild wesentlich einfacher sind. Auch hier hilft Sensei ungemein gut.

Ebenso wird wohl in Photoshop 2020 (hier ist das CC in der Bezeichnung weggefallen) schnell das neue Objektauswahlwerkzeug auffallen mit dem man dann Objekte mit einem Mausklick direkt auswählen kann. Dazu kommt noch das Inhaltsbasierte Füllen sowie das hinzufügen von zusätzlichen Transformationspunkten unter Frei Transformieren – Verformen.

Ein weiterer großer Punkt ist die Vorstellung des Mal- und Zeichenprogrammes Adobe Fresco für Windows.

Dieses Sensei unterstütze Tool integriert sich hervorragend in Adobe Photoshop zur Übername der erstellten Zeichnungen sowie die Einbindung von bereits vorhandenen Photoshop Pinseln und vektorisierter Pinsel.

Das teilen der erstellten Inhalte mit Timelapse Videos direkt in die sozialen Netze ist ebenso möglich wie die
gemeinsame Nutzung mit Kommentarfunktion und In-App Livestreaming soll es ebenso in Zukunft geben.

Erhältlich natürlich auch für Windows Surface und Wacom Mobile Studio Geräten.

Auf der Adobe MAX frisch vorgestellt wurde Adobe Illustrator auf dem iPad als beta Version. Die endgültige Version wird es dann ab Anfang nächsten Jahres geben.

Auch wird die Adobe Creative Cloud Desktop App zur Adobe MAX wieder aktualisiert und hier ist besonders interessant  Integration der Creative Cloud Assets und Adobe Stock in Microsoft Word und Powerpoint. Wie man Adobe Stock in Powerpoint per Plugin integriert habe ich ja bereits beschrieben. Ähnlich sieht es dann mit den anderen Diensten aus.

Ebenso Interessant sind die Themen 3D und AR sodass es kein Wunder ist, das Adobe Aero nun am Start ist.

Die Version 1.0 wird zur MAX gestartet, es sind keine Programmierkenntnisse notwendig und es wird eine intuitives selbsterklärende Oberfläche haben. Achja, und Adobe Photoshop Camera ist auch in der beta auf der MAX draußen und wird bald als Download verfügbar sein.

Weitere Updates mit neuen Features wird es auch über die nächsten Tage und Wochen geben. Mehr dazu natürlich auch im Adobe Blog. Es bleibt spannend.

 

Adobe Photoshop Script „Save as“ angepasst

Wer in Adobe Photoshop etwas bearbeitet und das dann abspeichern möchte kenn das: Es taucht eine endlos lange Liste an Dateiformaten auf wenn man „speichern unter“ auswählt. Hierzu bietet sich (im Moment jedenfalls, Stand 2019) keine Möglichkeit an diese Liste zu verkleinern, das man z.B. NUR PSD, JPG und PNG zur Auswahl hat – was wohl die gängigsten Formate sind.

Hier hat sich Jürgen Mayr von Photobooth-Deluxe die Mühe gemacht und ein entsprechendes Script zusammengestellt welches beim Aufruf das „speichern unter“ Menu in einer bereinigten Form eben NUR mit den Auswahlmöglichkeiten PSD, JPG oder PNG zur Verfügung stellt.

HIer ein kurzes Video wie das dann aussieht:

Hierzu ist das Script lediglich in den Adobe Photoshop Skriptordner (unter Windows ist das C:\Program Files\Adobe\Adobe Photoshop CC 2019\Presets\Scripts unter MAC sieht das ähnlich aus) abzulegen. Danach Photoshop neu starten und unter dem Menupunkt „Bearbeiten – Tastaturbefehle“ im Bereich „Datei“ dann im Unterabschnitt „Skripten“ den Befehl „custom save as V1“ auswählen und einer Tastenkombination zuweisen (ich habe hier STRG + ß gewählt, weil ich den „normalen“ speichern unter Dialog noch zusätzlich beibehalten wollte). Danach wird beim Aufruf der vorher festgelegten Tastenkombination das mit dem Skript reduzierte „speichern unter“-Menu aufgerufen. Wie das Ganze dann in Aktion und im Vergleich zum normalen „speichern unter“ aussieht ist dann im kurzen Video oben nochmals zu sehen.

Hier noch eine Info von Jürgen für diejenigen, die das Skript gerne haben wollen:

Gegen eine Spende in beliebiger Höhe an die Aktion www.dein-Sternenkind.eu

Paypal: spende@dein-sternenkind.eu
Verwendungszweck: Photoshopaktion

bekommst man das Script von mir bzw. Jürgen gerne zugeschickt.
Schick Jürgen Mayr von Photobooth-Deluxe oder mir an wonderer [at] gmd [dot] de einfach einen Screenshot von Paypal.
Eine Kurzanleitung wie man das Skript einbindet ist nochmals dem Downloadpaket beigelegt.

 

Jetzt werde ich Master-Visagist

Diese Vorgehensweise kommt in vielen Bereichen dran und der Ablauf ist immer gleich oder sehr ähnlich. Durch schöne Versprechungen „Erfolg als xyz – Kostenfrei und unverbindlich“ wird man zur ersten Infoveranstaltung eingeladen. Danach wird man mit einigen eher allgemeinen infos versorgt und es wird einem der Mund mit den Erfolgschancen wässrig gemacht. Es wird natürlich immer wieder darauf hingewiesen, das alles freiwillig ist, das man keine Verpflichtungen hat, etc. aber letztendlich ist das komplette Konzept an EINE Marke gebunden. Wer sich extrem-Beispiele wie z.B. mal Network Marketing bei PulseEmpire oder anderen „Verkaufsprofis“ anschaut erkennt diese Vorgehensweise recht schnell. Ich habe jetzt auch einmal einen Selbstversuch in der Beauty-Industrie gewagt und bin auf ähnliche Erkenntnisse gestoßen. Dies soll nur als ein weiteres Beispiel dienen und ist sicherlich auf viele andere Bereiche ebenso anwendbar.

Ich mag da vielleicht auch komplett falsch liegen und es wird sicher immer Leute geben, die dem was Sie bei solchen oder ähnlichen Firmen- und Vertriebsstrukturen vorfinden meinen glücklich zu werden, aber letztendlich verdient NUR die Pyramidenspitze und keiner untendrunter.

Der Ablauf

Aber mal von Anfang an – dann kann sich jeder ein Bild davon machen:

Ich bin – wie wahrscheinlich viele auf den SocialMedia Kanälen – auf ein Posting in einer Gruppe aufmerksam geworden in dem ein kostenloses Webinar angeboten wurde:

Erfolg als Schellmori Visagist (Anmerkung: Markenname natürlich ebenso wie alle weiteren Namen erfunden) – Webinar / Online
Du spielst immer mal wieder oder schon seit längerem mit dem Gedanken, vielleicht doch die Visagisten Ausbildung zu machen oder kennst jemanden, der sich dafür interessiert? Weisst aber nicht genau ob dieser Schritt überhaupt etwas für Dich ist? Nutz unser Webinar und stell alle möglichen und unmöglichen Fragen. Du erfährst, was man als Visagistin erreichen kann, wie man Kundinnen gewinnt, Empfehlungen bekommt und damit auch ein entsprechendes Einkommen erzielt. Anmalen kann jeder, schminken lernst Du bei Schellmori . Bei Interesse gern PN an mich, ich schick Dir dann die Zugangsdaten. #visagist #traumjob #ausbildung 

Hier sieht man schon sehr gut wie der Aufbau solcher Texte ist: Es wird KEINE Info ansich gegeben sondern NUR eine Call-for-Action Aktion hervorgerufen damit man selbst NOCHMAL aktiv werden muß. Ich kontaktiere hier per PN einfach irgendeine person von der man garnicht weiß wer das ist. Man hätte auch ganz einfach eine Facebook Veranstaltungsseite oder so erstellen können oder direkt auf eine Webseite verweisen können auf der wirklich alle Infos stehe. Das passiert aber in en seltensten Fällen. Gleichzeitig wird mit Reizwörtern und Worthülsen gearbeitet „Efolg … was man erreichen kann … Kundinnen gewinnen … Empfehlungen…traumjob …“ sind so die Triggerwörter. Auch ist die Fragestellung immer ähnlich, das man nur mit „Ja“ antworten kann bzw. möchte.

Wenn man dann der Person – ich nenne Sie mal Helga Z. – per PN kontaktiert hat bekommt man natürlich nicht sofort den Link:

Hier die Antwort von der Helga:

Guten Morgen ich freu mich über Ihr Interesse an unserem Webinar. Damit ich etwas genauer weiss, welche Infos für Sie wichtig sind, wäre mein Vorschlag , dass wir vor dem webinar kurz miteinander telefonieren, dann geb ich Ihnen gern den link und kann Ihre Fragen ins Webinar gleich mit aufnehmen, denn was für Sie interessant ist, ist für die anderen Teilnehmer sicher auch wichtig. Ich freue über Ihren Anruf am besten in der Zeit von 15.00 – 18.00 uhr unter xxxxx-xxxxxxx oder Sie schicken mir Ihre Nummer dann melde ich mich gern. VG Helga Z.

Wie hier zu sehen wurde bisher immer noch nicht einmal der Link zur eigentlichen Firma Schellmori genannt und man wird gebeten die Dame, die in keinem direkten Zusammenhang mit Schellmori steht und auch natürlich nicht im Auftrag der Firma handelt sondern eigenverantwortlich…  zu kontaktieren. Somit hat man hier schon wesentliche Kontakt- und Aquisedaten hinterlassen um entsprechende Geschäftskontakte knüpfen zu können … obwohl man ja noch garnicht weiss worum es überhaupt geht.

Aus diesem Grund habe ich Ihr geantwortet, das ich bis zum webinar Termin unterwegs bin und deshalb nicht anrufen kann. Daraufhin habe ich dann doch den Link zu einem etwas weniger bekannten Webconference Anbieter erhalten, der kostenlose Webconference Zugänge für bis zu 100 Teilnehmern bei einer Maximallänge von 45 Minuten anbietet. Das war in meinem Fall ganz lustig, weil das Webinar letztendlich knapp länger als 35 Minuten gedauert hat und die 5 anderen Teilnehmer neben meiner Wenigkeit dann noch Fragen hätten stellen können.  Aber das nur am Rande.

 

In der Zwischenzeit habe ich mir die Firma Schellmori doch mal etwas genauer angeschaut und danach zuerst einmal über eine Suchmaschine gesucht und bin dann nach ein bisschen suchen (komischerweise findet man DIREKT unter dem Begriff natürlich nichts was bei bekannteren Firmen eigentlich IMMER der Fall ist. Wer nach Chanel, Lancome, Vichy, Dior oder sonst einer entsprechenden seriösen Marke sucht wird gleich auf deren Website gelenkt und findet alle Infos. HIER hab ich z.B. als ich dann auf der Seite war noch nicht einmal direkt Infos zu diesen Webinaren gefunden – kann man auch nicht, weil diese ja wiederum von „Markenbotschaftern“ oder Partnern oder sonst etwas eigenständig durchgeführt werden, weil diese ja eben keine direkten Mitarbeiter des sagen wir mal Mutterkonzerns sind. Was auch oft auffällt, das die Firmensitze im Ausland sind (in diesem Fall in einem Fürstentum in Mitteleuropa) wo es immer schwierig ist entsprechende Ansprüche geltend zu machen falls es mal dazu kommen sollte. auch ist in solchen Ländern das mit dem Impressum und der Nennung entsprechender Personen so eine Sache – in diesem Fall ist darüber auch nichts zu lesen, es steht „Postfachnummer 2″ drin und wenn man auf einer Karte sich diesen Ort genauer anschaut wirkt das Ganze wie ein anonymes Bürogebäude und oftmals sitzen entsprechende Tochterfirmen, etc. an demselben Ort.

Als das webinar dann losging wurde einem schnell klar worum es geht. Ich fasse das einmal zusammen:

– Die „Ausbildung“ zur Schellmori Visagistin dauert 8 Ausbildungstage verteilt auf mehrere Monate (ca. 4 Einzeltermine … ggf. wichtig für die weiter unten anfallenden Übernachtungskosten und jeweilige Anfahrten die nicht weiter im Preis enthalten sind)

– am 1. Tag geht es um die Bedeutung des Schminkens, Makeup Grundlagen, Planung des Makeups, Farbwirkung, Kosmetik, Aufbau des Schminkens bis hin zum abschminken

– am 2. Tag geht es um MakeUp, Powder und Co. u.a. um Themen wie Contouring, Brightener, Pinselkunde bis hin zur Hygiene und Marketingsheets

– am 3. Tag geht es dann um den erfolgreichen Schminktermin wobei der Aufbau eines solchen Termins ist, das man der Kundin wohl nur eine Gesichtshälfte schminkt und die Kundin sich die zweite Seite selbst schminkt. Das alles in ca. 1,5h (dazu komme ich später noch), aus der Bedarfsanalyse der Kndin werden dann die Folgetermine generiert, motivierende Grundlagen des Erfolges, Potenzialgenerierung für Empfehlungen und Neu-Kundengewinnung

– am 4. Tag geht es dann um die Lippen, Cremerouge, Farbtypisierung, etc.

– am 5. Tag geht es dann um Augenbrauen mit Korrekturen, Rouge, Modellieren, Glanzpuder, Reliefpunkt

– am 6. Tag geht es um um das Unternehmen mit Themen wie Persönlichkeitscoaching, Trendbewusstes Erscheinungsbild, Selbstmanagement

– am 7. Tag geht es dann um „das kleine Schwarze“ also um Natürliches, Neutrales, Tages, Business und Braut Makeup

– am 8. Tag geht es um Verschiedenes wie Smokey Eyes, Wet & Dry Techniken und wieder Marketingsheets

Nach den 8 Tagen, die in einem extra Hotel stattfinden in das man reisen muß kann man nach Absprache zu den letzten Terminen sein eigenes Model mitbringen. Man bekommt danach und nach Abgabe von 30 Vorher/Nachher Bildern von den Schminkergebnissen ein von Schermori ausgestelltes Zertifikat. WENN man DANN noch Lust hat diese Ausbildung weiter zu machen kann man das auch noch und bekommt dann nach einer entsprechenden Prüfung eine Abschlußurkunde.

Hiernach wurde einem dann noch ein Rechenbeispiel gezeigt was man denn so alles verdienen kann:

Beispiel nach dem ersten Modul: Foundation (30,-) plus Puder (20,-) plus Conceiler (20,-) = Umsatz: 70,- = Einkommen: 20,-

Auch dieses Beispiel lasse ich mal so stehen. Danach wurden einem nebenbei die Kosten für diese Ausbildung als sehr günstig dargestellt:

  • Kosten für die 8 Ausbildungstage; 280,-
  • Tagungspauschale (also die Hotelkosten): 216,- (wobei hier NICHT gesagt wurde ob das für alle 8 Termine oder nur eine Übernachtung ist, wobei nach einer kurzen Recherche der beiden später genannten Schulungsorte die Übernachtungspreise der Ortsansässigen Hotels- und Landgasthöfe bei ca. 100,-/Nacht liegen also werden die 216,- pro Schulungstermin sein.
  • Die komplette „Dekoausstattung“ von über 130 Produkten kostet statt über 2240,- „nur“ noch knapp unter 1500,-
  • Auch hier werden die Preise immer mit den marktüblichen Preisen von Visagistenschulen dargestellt und das man dann natürlich VIEL günstiger ist.
  • Ebenso wird einem erklärt, das man als Visagist ja ein Dienstleister ist, für seine Aufträge unterwegs ist und von der Zeitvorgabe der jeweiligen Kunden und Auftragseingang abhängig ist und als Schellmori Visagist wird das Einkommen durch die kostenfreie Dienstleistung und durch den Produktverbrauch generiert also auch bei NICHT arbeiten und Nachbestellungen kommt das Geld rein (also ist man eher Verkaufspartner anstatt Dienstleister…), man bestimme seine Arbeitszeit ja selbst wann die Kundinnen zu einem kommen und man hat natürlich noch weitere Berufsmöglichkeiten durch Schellmori MakeUp Artist (Weiterbildung), Schelmori Beauty & Vitalcoach, etc.
  • Wenn jemand ein Coachng über 8 Tage abhält und die Gebühren der Teilnehmer u.a. die eigenen Kosten und Ausgaben sowie ein „Einkommen“ generieren sollen dann wird dieses Einkommen sehr gering ausfallen wenn man nicht eben noch als Coach Produkte an die Workshop-Teilnehmer verkauft …

Zusammenfassende Analyse

An dieser Aufstellung ist natürlich gut zu erkennen, das es sich eben nur um BEISPIEL Rechnungen handelt und die Kosten für die Schulung natürlich NICHT nur 280,- sondern eben vorneweg schon mal 2000,- sind OHNE das man hier Umsatz geschweige denn „Einkommen“ und daraus entsprechenden Gewinn erzielt hat. Auf der Schellmori Website werden z.B. einfache Kosmetik Wattepads für 20,- pro 11 Stück angeboten. Ich habe spaßeshalber mal versucht extra teure Wattepads im normalen Drogeriemarkt zu finden, die an diese Preise heran reichen, aber teurer als knapp 2,- pro 50 Stück kam ich nicht.

Desweiteren findet man keinerlei Inhaltsangaben zu den dort angepriesenen Kosmetik- Vital und MakeUp Produkten.  Es gibt zwar eine Seite die sich „Inhaltsstoffe“ nennt, aber hier wird einem etwas von pflanzlichen Stammzellen erzählt, die sich angeblich beim Schnitt von Pflanzen an deren Schnittstelle bilden und den Heilungsprozess fördern und diese pflanzlichen Stammzellen die aus einer bestimmten Fruchtsorte aus Burgund gewonnen wird werden dann im MakeUp und den anderen Produkten verwendet. Dann wird noch mit einigen wohl mehr oder weniger eingetragenen Markennamen geworben, die u.a. Epi- Sola- Vita- oder Stimu enthalten die man mit bekannten Worten assoziiert. Dann wird noch mit Extrakten eines in der Erde wachsenden Pilzes, der als Lebensmittel recht teuer ist geworben wobei ein kurzer Blick auf wikipedia schon hilft zu erkennen, das hier keinerlei kosmetische Wirkung zu erwarten ist. Auch mit Worten von Edelmetallen Puder wird geworben wobei auch hier kein entsprechender Zusammenhang zu erkennen ist.

 

Wer sich dann noch die Mühe macht einfach mal eine Produktseite einer bekannten MakeUp Firmen und dieser hier miteinander zu vergleichen erkennt bereits an der doch recht eingeschränkten und einseitigen Farbwahl, den hohen und – egal ob Lippenstift, Puder, MakUp, Wimperntusche, etc. – immer ähnlich hohen Preisen das hier was nicht stimmen kann. Ein 250ml Herren Schampoo für knapp 30,- oder ein kleiner Lippenstift (ohne Gewichts bzw. Größenangabe) für über 20,- ist dann doch eine Preisregion wo man sich gerade als VisagistIn mit einer gewissen Verantwortung den Kunden gegenüber doch etwas mehr Informationen zur Zusammensetzung, Gewicht, Verpackungseinheiten, etc. wünschen würde. Nicht zuletzt, weil man diese Produkte ja ersteinmal selbst einkaufen muß um diese dann wieder zu verkaufen. Man merkt eben auch an der Verteilung der Themen der „Ausbildung“ das ein großer Teil eben auf Marketing und Verkauf ausgelegt ist anstatt sich auf das reine schminken zu konzentrieren.

Das „Problem“ dabei ist genau dasselbe wie bei allen anderen MLM (MultiLevelMarketing) Systemen, das man immer neue Kunden gewinnen muß, weil nach 1-3 Mal diese auch wieder weg sind. „Folgetermine“ oder der Verkauf der produkte ergibt sich eben nicht wie so schön angepriesen von allein, sondern man muß hier eben aktiv um die Kunst der BestandskundInnen und auch NeukundInnen wieder und wieder werben. Auch gehört dann eben neben der eigentlichen Visaarbeit (auch wenns nur darum geh ein gesicht nur halbseitig zu schminken) auch Buchhaltung, (Eigen)Werbung, Recht, Marketing, Präsentation, etc. dazu was an und für sich schon alles eigene Schulungen sein sollten und nicht innerhalb von wenigen Stunden erklärt werden kann. Weshalb die „richtigen“ Visagistenausbildungen eben über viele Monate hinweg und oft eben ganztägig/Arbeitswoche gehen. Das es hier eben unter dem Vorwand das man einem helfen will seinen Traum zur Visagistin zu verwirklichen eigentlich nur per Netzwerkmarketing die überteuerten Produkte verkaufen will und weitere handlanger rekrutieren will sollte allerspätestens jetzt klar sein.

Aber selbst wenn das alles so gut klingt ist der „wert“ der 8 Tage Schulung auch eher viel weniger wert, denn wenn man sich nur mal die Themen anschaut, das auf 4-5 Stunden reine Zeit ohne die dazwischenliegenden Pausen, etc. umrechnet und dann die Themen zu Marketing, den Schermori „wir sind toll“-Texten, etc. ausnimmt bleibt nicht mehr viel Zeit für die eigentlichen Makeup Themen geschweige denn Zeit zum üben.

Mein Fazit und goldene Regeln

  • Wenn eine Leistung nicht eindeutig beschrieben wird und so etwas wie „das ist nur eine Beispielrechnung“ oder „ca. Preis“ oder ähnliches verwendet wird ist Vorsicht geboten
  • Lieber etwas mehr in die Ausbildung investieren anstatt in Versprechungen
  • Firmen mit vollmundigen Versprechungen im Ausland und lediglich mit Handlangern, die wenn es zu Reklamationen oder sonstigen Komplikationen kommt eh nicht zuständig sind sollte man auch eher mit Vorsicht genießen
  • man sollte Firmen und Leistungen immer hinterfragen und selbst recherchieren. Produkte und Leistungen sollten anhand von Randdaten IMMER mit Anderen vergleichbar sein wie z.B. Handys oder Autos auch.
  • Gerade am Anfang nicht allzu leichtgläubig persönliche Daten oder Mailadressen rausgeben auf denen man kontaktiert und im Zweifelsfall ungebetene Rechnungen oder anderes Material unaufgefordert zugeschickt bekommt
  • Eine Dienstleistung will auch fair bezahlt sein damit der Dienst etwas leistet.

Wie gesagt für den ein oder anderen mag dieses Konzept passen, aber in Aller Regel ist die erbrachte Leistung der Visagisten Ausbildung vom vermittelten Wissen bei solchen Angeboten wie eben bei Schermori um einiges niedriger als bei vergleichbaren Angeboten anderer bekannter Institutionen.

Ebenso ist mein Beispiel der fiktiven Firma Schermori natürlich nur zu Lernzwecken gedacht und Personen und Orte sind frei erfunden, Abläufe und für die Beispiele wichtige Details stimmen natürlich und sind aus dem Gedächtnisprotokoll erstellt, basieren aber eben auf erlebten Tatsachen.

ich hoffe dieser Erfahrungsbericht und dessen Analyse sowie Fazit konnte dem ein oder Anderen weiterhelfen.

Bildquellen: Unsplash.