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Mach es endlich digital – GTD

Irgendwie ein blöder Titel und irgendwie will es auch keiner so richtig. Aufräumen. Hat schon als Kind keiner gern gemacht. Und deshalb müllt man sich auch Online und im Digitalen alles voll.

Jeder hat auf seinem Rechner zig Spiele wovon er/sie am Ende nur ein oder zwei WIRKLICH spielen. jeder hat zig Schreibprogramme installiert aber im Grunde würde das Betriebssystemeigene Notepad für über 90% der Arbeiten die man damit macht vollkommen ausreichen. Wir surfen zig Stunden im Internet, vergessen aber wieder die wichtige Seite über den Kaffe Siphon wo man gestern das coole video dazu gesehen hat und stellt dann lieber zeitverschwendend die Frage in irgendeinem sozialen Netzwerk wo man so eine Hippster Kaffeemaschine herbekommt, usw.

Irgendwann kommt man dann auf den Trichter: Das muß doch auch einfacher und effizienter gehen. Ja.

Früher hies es immer „schalt Dein Hirn ein“, später gabs und gibt es dazu Methoden wie man sich selbst besser erziehen kann sich und seine digitale Umgebung auzuräumen.

Eines der Schlagwörter zu denen man sich da gerne mal googeln kann ist „GTD“ (steht für „Getting Things Done“) und daraus entstanden dann so Dinge wie Livin in One Textfile, Hippster PDA, Bullet Journal, etc.

Auch diverse Online Tools wie Evernote, Joplin oder Instapaper bilden selbiges ab.

Ziel all dieser Tools und Methoden ist es lediglich, das man den ganzen Ballast an unnötigen Daten um die wirklich wichtigen Informationen ausfiltert.

Das coole ist, das keines dieser Methoden oder Tools einem direkt vorschreibt WIE man WAS zu tun hat, sondern jeder kann das so anwenden und umsetzen wie er will.

Ich sammele z.B. in Joplin in verschiedenen Unterabschnitten Infos, Snippets, Screenshots, Ideen, Texte, etc. Das kann ich dann später viel leichter wiederfinden, auf dem Handy oder Desktop, kann es vor allen Dingen sehr leicht sichern (alles liegt als kleine Dateien in einem Ordner ab) und auf einem anderen Rechner wieder herstellen, etc.

Und wie man an dem Screenshot sieht könnte man das jetzt auch noch verbessern, unterteilen, etc. Aber ich mag lieber flache Hierarchien.

Natürlich kann man damit ganze Rezeptbücher, Malideen, MakeUp und Schminktipps sammeln und organisieren, Checklisten für Einkauf und Urlaub sowie Tabellen für Rechnungen oder andere Dinge im Job anlegen, verteilen, etc. Ist eben genau wie mit einem Pinsel, Schraubendreher oder Küchenmesser – alles super Werkzeuge was aber am Ende rauskommt dafür sind wir selbst verantwortlich.

Ebenso habe ich auch schon seit Jahren immer ein analoges Notizbuch so richtig aus Papier im DIN-A-5 oder A-6 Format dabei und noch meist irgendwo das oben angesprochene Hippster PDA oder wenn man so will ein paar Blätter mit einer Büro-Klammer-Klemme Dingens  zusammengehalten. Kann man dann sogar noch das Altpapier verwenden.

Wie man sieht hat sich nicht viel geändert und man hat sogar das Gefühl wenn man z.B. andere Tools aus anderen Bereichen – hier mein Kombiwinkel – dazu nimmt das alles irgendwie zusammen passt … wie hier in eine Kartentasche aus dem Foto-Bereich.

Ob man dazu jetzt Selbstorganisation, Minimalismus oder GTD sagt es bleibt dasselbe. Einfach locker durch die Hose atmen. Vielleicht hilfts dem ein oder anderen ja. Enjoy.

amazon alexa aufräumen

Foto: Alexa by Rish Bamford

Zur Zeit geht ja die Meldung durch die Presse, das Alexa’s Sprachaufzeichnungen durchsucht bzw. abgerufen werden können (Link). Dagegen und gegen andere ungewollte Verteilung von privaten Daten kann und sollte man sich schützen. Wer ein solches Gerät in seinen 4 Wänden stehen hat der sollte zuerst einmal sein Log anzuschauen. Danach kann man das Log getrost löschen. In regelmäßigen Abständen ca. einmal pro Woche bietet sich hier an.

Wenn man dann dabei ist kann man auch gleich bei google vorbeischauen und sich seine Eure Google Activity ansehen. Was man gekauft hat, und wo man so gewesen seid. Auch diese Informationen kann man löschen.

Wer unbedingt einen Sprachassistenten benötigt, weil jemand den Lichtschalter nicht mehr betätigen kann oder ähnliches kann sich einen Sprachassistenten per Open Source bauen. Hier hat man dann die volle Kontrolle über seine Daten.

Unseriöse Websites erkennen – Das Tutorial

Immer wieder wird man gefragt „Hey, kennst Du schon diese Website. Die find ich super“ Das MUSS nicht IMMER die alt bekannte Phishing Anmache sein bei der man relativ plump nach irgendwelchen Accountdaten gefragt wird das kann auch in Zeiten des Doxings eine vermeintlich gut aussehende Seite oder auch Smartphone App zum sammeln von persönlichen Daten sein.

Ich bin kein Rechtlich arg bewanderter Mensch, aber mir kommen immer wieder Bekannte mit eben diesen und ähnlichen Fragen. Deshalb hier einfach mal einige Tipps wie man sich besser schützen kann.

Grundsätzlich gilt für ALLE Internetangebote auf denen man Daten angeben soll / will, das diese

  • ein Impressum haben sollten in dem verifizierbare Kontaktdaten des Webseitenbetreibers stehen. Umsatzsteuer IDs kann man ebenso wie Firmenadressen per einfacher Suche zumindest auf Plausibilität prüfen
  • Bei Seiten auf denen man was kaufen oder bestellen kann sollte eine AGB vorhanden sein auf die man sich berufen kann.
  • Anmelde sowie Bestellseiten sind zwingend mit https verschlüsselt (gerade bei Seiten im Ausland nicht immer Standard)
  • Als Bezahlmethode sollte nicht nur Kreditkarte oder so dastehen sondern am besten mehrere zu Auswahl sein. Paypal und Überweisung sind schonmal ein guter Anhaltspunkt.
  • Man kann nach „Erfahrungsbericht“ und dann den Namen suchen. Wenn es eine Verkaufsplattform oder Hersteller oder so ist wird es sicher Einträge auf entsprechenden Bewertungsportalen geben (auch die sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, aber wenn zumindest keine zig Einträge mit „Vorsicht vor dem! “ kommt ist das schonmal ein gutes Zeichen.

Grundsätzlich gilt ebenso, das wenn man ein ungutes Gefühl hat dann sollte man eh die Finger davon lassen.

Beispiel1: jemand präsentiert eine Seite mit hochwertigen Damenhandtaschen, Uhren oder Sneaker. Eine nagelneue Uhr beim Hersteller kostet z.B. 1200,- und auf dieser Website steht dann ein Preis um die 600,- oder 800,- oder so also auf jeden Fall WEIT unter den üblichen Straßenpreisen.

Nach erster Durchsicht gibt es oft eine AGB (die bei genaueren Hinsehen oft z.B. arge Fehler enthält oder gar irgendwoanders her kopiert wurde und vielleicht sogar im Text noch den Firmennamen der Originalseite enthält) und ein Impressum. Wenn jetzt die Website Den Eindruck macht, das es sich um Schuhgeschäft handelt man per google Maps aber dann irgendein Hochhaus in London als Firmensitz findet passt das nicht wirklich zusammen.

Es wird auf solchen Seiten oft auch bei den Bezahlmethoden mit kleinen Icons geworben, das es SICHER ist hier zu bezahlen, aber beim Einkaufsprozess findet alles OHNE Sicherheitszertifikat (kein HTTPS in der URL) oder es werden Bezahlmethoden angegeben, die dann garnicht zur Auswahl stehen.

Beispiel2: Eine Webseite wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt, seriös und hat zuersteinmal alle Merkmale wie die Angabe eines Impressums, AGB, etc. Allerdings kann man Inhalte erst sehen wenn man sich registriert bzw. angemeldet hat.

Dies ist meiner Meinung nach ein Absolutes NoGo und Warnhinweis. Hier sollen auf jeden Fall persönliche Daten zur Weitergabe gesammelt werden. Oftmals wird das abgreifen der Daten zusätzlich durch eine entsprechende Smartphone App unterstützt.

Bekannt sind hier in Abwandlung des Beispiels2 z.B. die Seiten die mit „In 10 Tagen zum Internet Millionär“ oder „Ich habe es geschafft. Auch DU kannst das“ oder „Ich verrate den Trick wie man ohne Eigenkapital in 30 Tagen reich werden kann. Den Trick, den sonst keiner verrät“ oder ähnliches werben. Auch hier wird man mit Lockangeboten dazu gebracht Daten von sich an zu geben, irgendwelche eBooks, Gesundheitstipps zum Abnehmen, etc. abzuschliessen. Oft bekommt man dann entweder beim Eintrag in einen Newsletter der „die Geheimnisse des persönlichen Erfolges“ oder ähnliches verspricht mehr oder weniger oberflächliche Tipps, die aus einer Datenbank automatisiert versendet werden und ggf. ein eBook (aus ca. 5-10 Seiten … also eher ein Faltblättchen) ohne wirklichen Mehrwert. DENN danach kommts erst und man wird nachdem man angefixt wurde weiter mit Newslettern und „kostenlosen Videos die Dir zeigen wie es geht“ bombardiert. Das soll dann dazu führen, das man sich entweder DAS Buch was einem WIRKLICH Zeigt wie es geht, das einem nicht nur die Tipps gibt sondern für einen noch die Arbeit macht oder das Nahrungsergänzungsprodukt was einem WIRKLICH die Pfunde purzeln lässt oder DAS Coaching Paket was einem die Selbstständigkeit ermöglicht … Egal ob es jetzt eine Website oder ein youtube Video ist welches einem das blaue vom Himmel betet sollte man sich fragen wenn das so einfach ist warum machen es dann nicht noch zig andere? Weil letztendlich nur der Newsletter Versender oder der der diese Angebotsseite einmal gebastelt hat etwas davon hat, denn man selbst geht Ihm auf den Leim.

Beim obigen Beispielscreenshot einer Website die arg an eine der bekannten SocialNetwork Seiten angelehnt ist sollte man sich auch hier fragen warum man auf eine Alternative Seite wechseln sollte, welchen Mehrwert diese hätte und auch Alleinstellungsmerkmal. Nur weil es nachgemacht ist, ist es ja nicht „besser“. Auch die nachgemachte Seite erhofft sich ja etwas von den „Usern“. Irgendwie finanzieren die sich ja auch und und und. Genauso wie man auf seine Ernährung, Qualität der Kleidung, Auswahl des Autos, Smartphones, etc. achtet sollte man eben auch hier auf einen entsprechenden Qualitätsanspruch achten. Wie wichtig die Eigenen Daten sind sollte mittlerweile klar sein.

Augen auf beim Websiteaufruf!

  • Für die Anmeldung auf einer Website ist ausser dem Namen und der Mailadresse NICHTS weiter notwendig. Auch zur „Verifizierung“ sollte immer  eine Alternative zur SMS angeboten werden damit man seine Handynummer die ansonsten mit Werbung überhäuft werden könnte eben lahmgelet ist.
  • Persönliche Daten sollten IMMER nur freiwillig (optional) sein. Sich immer selbst fragen ist die Angabe nun wirklich zur Erbringung der Leistung notwendig?
  • Wer etwas kostenlos verspricht sollte es auch ohne Gegenleistung direkt zur Verfügung stellen. Wenn es ein Abo ist sollte das eben gleich am Anfang klar sein und nicht erst später.
  • Seiten die vom Design her schon an andere bekannte Seiten erinnern führen oft nichts gutes im Schilde, denn diese haben von sich aus kein Alleinstellungsmerkmal und zielen auf die Ähnlichkeit ab
  • Wenn etwas ZU schön klingt immer sich selbst und auch die Produkt/Seitendetails hinterfragen was WIRKLICH angeboten wird.

Hier noch ein paar Allgemeingültige Tipps:

  • Am besten natürlich KEINE persönlichen Daten angeben.
  • Wo immer möglich Zweifaktor Authentifizierung (2FA) verwenden. Auch hier gibt eine entsprechend seriöse Webseite über diese Möglichkeiten bereitwillig Auskunft.
  • Anmeldedaten regelmässig prüfen und ändern.
  • keine Accountdaten / Mailadressen gleichzeitig ÜBERALL und womöglich mit dem gleichen Passwort verwenden!
  • Möglichst nicht aus Bequemlichkeit „mit Facebook / Twitter… anmelden“ verwenden. Auch hier kann wenn jemand ein Passwort raus hat auf ALLE Accounts zugegriffen werden…
  • Einen guten sicheren Passwortmanager verwenden wenn man sic nicht alle unterschiedlichen Accounts merken kann

Ehrliche Werbung und ehrliches Marketing präsentiert einem eben was es auf einer Webseite oder App oder so wirklich gibt und führt einen DIREKT zum Abo oder Kauf Button ohne Umwege.

Dies sind wie gesagt nur meine persönlichen Erfahrungen über die Jahre, aber ich hoffe dem ein oder anderen Hilft es.

Farbtrends für Kreative

Bild: Adobe

Immer so zum Ende des Jahres kommen viele Seiten auf die Idee die Trends des nächsten Jahres voraus zu sehen. Dies kann Designern, Fotografen und allen möglichen Kreativen helfen Ihre Projekte auf das kommende Jahr auszulegen und ggf. eine grobe Linie vor zu geben. Warum soll mir das helfen? Nun, zum einen muss man nicht lange herum suchen wenn es um eine Art Startpunkt für kommende Projekte geht. Man kann also eben die entsprechende Farbe oder Farbpalette als Anhaltspunkt für z.B. kommende Stockfotos, die man erstellen möchte nehmen oder wenn man Kleidung designt hier eine entsprechende Kollektion anfangen.

Man kann sich aber auch nur von den Farben und Fotogalerien inspirieren lassen. Hier einmal ein paar der bekannteren:

WIE man diese Farben nun einsetzt bleibt jedem selbst überlassen. Ein guter Einstig wäre z.B. die Farben mit Adobe Capture einzulesen oder mit Photoshop die entsprechende Farbpalette zu erstellen. Damit kann man dann entsprechende Looks kreieren, Farben anpassen, Bilder einfärben, Regale anmalen oder oder oder.

Man MUSS natürlich nicht danach vorgehen, aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei der Ideenfindung. Viel Spaß.

welche Fotozeitschriften soll ich lesen?!

– kann Spuren von Werbung enthalten – Gerade heute erreichte mich diese Frage wieder von einer ehemaligen Klassenkameradin:

Ich brauche mal deinen fachmännischen Rat: mein 16 jähriger Neffe fotografiert gern und gut und ich überlege, ihm zu Weihnachten ein Abo für eine Fotografie Zeitschrift zu schenken. Hast du vielleicht eine Empfehlung für mich?

Dies ist eine typische Anfrage, die ich häufiger bekomme. Deshalb versuche ich das einmal etwas strukturierter zusammen zu fassen.

Viele sind der Meinung, das man doch eh alles Online und über Suchmaschinen finden kann. Wenn man sich dann aber die Suchergebnisse anschaut sind das meistens nur irgendwelche Kurzen Artikel nach dem Motto „meine 3 Tipps zu wie ich einen Dackel fotografiere“ oder „die 1,5 Fehler wie man den Winter falsch fotografiert“ oder „warum es Deutsche nicht wert sind Porträtiert zu werden“  oder ähnliches. Dann bekommt man eher kurze Videos oder Blogbeiträge angeboten, die vom informativen Inhalt eher in 1-2 Sätzen abgehandelt wären, aber künstlich für Klickraten, SEO oder sonstige Buzzwords aufgeblasen werden. Tiefgang und Informationsgehalt fehlen hier oft – nicht immer, aber die Zeit, die man investiert um zu den für Einen wirklich sinnhaften Ergebnissen zu kommen ist recht hoch, wenn man nicht tagtäglich mit Recherchieren beschäftigt ist.

Deshalb sind nicht zuletzt Magazine eine gute und günstige Möglichkeit gerade als Anfänger in das Ganze Thema Fotografie rein zu kommen, erste Infos zu Online Ressourcen zu erhalten wo man noch so alles nachschauen kann, Grundlagen lernen ohne gleich dicke Bücher kaufen zu müssen (obwohl man das eh tun wird…)

Als Einsteigermagazine die zudem recht günstig sind kann ich z.B.

empfehlen. Hier geht es meist eher breit gefächert um Technik und Fotografie. Natürlich ist der Werbeanteil auch entsprechend ein klein wenig höher.

Wer etwas mehr Fotolastig und ggf. Bildbearbeitungslastig lesen möchte kann sich auch mal

anschauen. Diese sind ein bisschen teurer, aber auch hochwertiger. Natürlich gibt es noch einige andere Zeitschriften am Markt, aber diese sind denke ich so die verbreitetsten.

Wer ein Abo als weiter verschenken will kann zusätzlich noch schauen was derjenige ggf. noch als Equipment braucht. Bei den Zeitschriften sind zum großen Teil auch Abo-Prämien dabei, die man dem Beschenkten dann auch zukommen lassen kann.

Auch unterschätzt ist sind die sogenannten RSS-Feeds der Magazine. man MUSS also nicht immer das Magazin sofort kaufen sondern kann sich die Online-Artikel per RSS Feed mit dem entsprechenden Reader anschauen und ist auch täglich mit News versorgt. Im Screenshot sieht man meine RSS Feeds, die ich mit meinem mail Programm dem Mozilla Thunderbird schon seit Jahren pflege. Wenn ich dann etwas zu einem bestimmten Thema suche finde ich dies schön aufgeräumt immer wieder.

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen für welche Magazine man sich entscheidet, aber gerade am Anfang oder auch wenn man sich auf längere Zeit informieren möchte was am Markt gerade so abgeht und wie Foto- und Bildbearbeitungstrends aussehen ist es immer ganz gut eine Zeitschrift als Bindeglied zwischen Online und Buch zu lesen.

Farbpaletten mit Adobe Capture und Photoshop verwalten

Neulich war wieder so ein Moment in der Firma bei dem ich froh war Photoshop und Capture zu kennen. Man stelle sich die Situation vor, das jemand aus dem Bereich Marketing oder einer sonstigen Abteilung zu einem kommt…

Wir haben doch jetzt unser neues Firmendesign. Da gibts auch so neue Farben. Da müsste jetzt die neuen Handyhüllen, Visitenkarten, Aufkleber, etc. neu gemacht werden. Hier mal das PDF mit den Farbvorgaben.
Mach mal.

Also hab ich einfach erst einmal die Farbfelder abfotografiert und in Adobe Captue auf dem Smartphone geladen.

Dann kann man einfach die Farben auswählen und den Farbfelndern zuweisen. Dem Farbfeld danach noch einen passenden Namen geben und in die entsprechend passende Bibliothek legen bzw. speichern.

Der Vorteil die Farben über Adobe Capture einzugeben liegt in der Geschwindigkeit und im Handling. Ich mach schnell ein Foto, habe bereits alle Farben mit deren Bezeichnung im Bild vorliegen und muss lediglich die Farbwerte geringfügig korrigieren sofern der Bildschirm nicht kalibriert ist. Aber auch wenn man nur z.B. ausgedruckte Farben hat ist diese Methode annähernd gut um zumindst Bildschirm Mockups oder ähnliches sehr schnell produzieren zu können falls man die RGB, CMYK oder Hex-Farbwerte nicht hat. Es wird einem durch Adobe Capture aber der Aufwand des manuellen anlegens dieser Farbpalette, das hinzufügen der einzelnen Farbfelder und eben die Verwaltung abgenommen.

Die Farbpalette ist schon im selben Augenblick auf dem Rechner in der Photoshop Bibliothek vorhanden und man kann direkt damit arbeiten oder die Bibliothek im Team zur Verfügung stellen. Auch lassen sich Farben hier natürlich noch im nachhinein anpassen. Kein umständliches per Hand anpassen und auf alle möglichen Rechner transferieren ist hier nötig.

 

was ich als Konzertfotograf so alles gelernt habe

Bereits im letzten Beitrag zum Thema „Events fotografieren“ hab ich schon das ein oder andere was ich so gelernt habe als Tipp weiter gegeben. Heute möchte ich davon noch etwas mehr preisgehen. Ich bin zwar kein professioneller Konzertfotograf, aber ich hoffe, das meine Erfahrungen dem ein oder anderen einen besseren Einblick geben. Nennt es einfach einen Behind the Scenes Bericht.

Wer schon einmal versucht hat als Gast aus dem Publikum Fotos bei einem Konzert zu machen wird danach feststellen, das es einen Grund hat, das es Konzertfotografen gibt. Die Bilder werden auch mit guten Handykameras nie so gut wie die eines dedizierten Fotografen vom Bühnenrand bzw. vor der Bühne. Da gehört immer einiges an Vorbereitung dazu, man benötigt lichstarke Objektive (f2.8 und „besser“), Ohrenstöpsel, genug leere Speicherkarten, am besten dunkle Klamotten um möglichst unauffällig in der Menge unter zu gehen und und und.

Nun darf man nicht vergessen, das man als Konzertfotograf oft nicht weiß wie es am Konzertabend vor der Bühne aussieht. Wie groß ist der Platz vor der Bühne, hat man überhaupt Raum vor der Bühne gelassen (allgemein als Fotograben bekannt) oder gibt es ausser dem üblichen „nur die ersten 3 Lieder, kein Blitz“ noch andere Regelungen, wieviele andere Fotokollegen sind noch vor Ort, wie sind die Künstler auf der Bühne verteilt, wie ist das Bühnenlicht, etc.
Man muß also mit möglichst wenig Equipment und in kurzer Zeit mit maximaler Performance und eine möglichst hohe Bildausbeute herausholen.

Nehmen wir z.B. das Bild von Victor Smolski welches ich auf dem Guitar Summit 2018 gemacht habe. Auf dem Bild weiter oben sieht man die Randbedingungen ganz gut:

  • Das Publikum stand eng an der Bühne
  • Zwischen Bühne und Publikum war kein Platz
  • Selbst die Filmkameras, die vor der Bühne im Publikum standen hatten Probleme über die Köpfe hinweg zu filmen
  • Es war Tag (große Fenster, kein Licht von vorne / oben nur von schräg hinten)

Diese Situation ist eher Typisch für Festivals oder Volksfeste. Man muß sich also versuchen etwas auf die Situation einzustellen. Auch die Fotos von der Treppe die man im oberen Bild die man im Hintergrund sieht waren eher normal und man hat oft das Mikrofon im Bild gehabt was gerade bei Künstler mit Instrumenten unschön ist.

Das ist sowieso IMMER ein Problem: Das Mikrofon. Jeder Sänger nutzt es und bei den anderen Bandkollegen steht auch oft eines davor. Auf seinem Bild möchte man das aber lieber nicht sehen also muß man von der Seite fotografieren oder warten bis der Künstler ein Solo spielt und sich dabei vom Mikrofon weg bewegt.

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Hier ist dann Fingerspitzengefühl und Rythmus gefragt. Man möchte ja zum einen etwas Dynamik im Bild und nicht sehen wie irgendein Typ regungslos auf der Bühne steht sondern, das der Sänger auch wirklich singt oder der Gitarrist auch wirklich mit vollem Einsatz spielt.

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Man lernt dabei auch schnell, das es wichtig ist auf die Augen zu fokussieren incl. Followfocus, die Zeit möglichst kurz zu drehen und die Blende so, das der Hintergrund unscharf ist. Das kann von Kamera zu Kamera unterschiedlich sein.

Der Tod eines jeden Konzertfotografen ist eigentlich EINFARBIGES Licht. Man kann zwar häufig noch was rausholen und versuchen das Licht zu seinem Vorteil zu nutzen, aber wenn z.B. das Ganze Konzert in rotes oder blaues Licht getaucht ist dann wird es schwer später bei der Bildauswahl auf Abwechslung zu achten. Da kommt dann oft die schwarzweiss Konvertierung zum Einsatz.

Auch sollte man natürlich versuchen während des Konzertes so die Location und die Zeit von eben 3 Liedern das zulässt die Position zu wechseln. Hierbei sollte man natürlich immer auch auf die Kollegen achten, das man denen nicht im Weg steht, zu lange auf einem Spot steht und andere blockiert, etc.

Rechter Bühnenrand, Mittelgang (vor dem Sänger) falls vorhanden und linker Bühnenrand sind die Positionen, die man hier einfach ablaufen kann. Dabei auch am besten alle Bandmitglieder einzeln ablichten und die Setlist falls man die nicht schon vor dem Konzert erhalten hat (liegt oft auf der Bühne).

Wie hier zu sehen neigt man dazu sich auch mal auf der Bühne oder den Boxen abzustützen. Dies ist mit Vorsicht zu geniessen, denn je nachdem wie gut der Bildstabilisator der Kamera und/oder dem Objektiv ist reichen di Vibrationen schon aus um eine Unschärfe zu produzieren, die man oft auf dem Kamerabildschirm nicht sieht sondern erst später am Rechner.

Ein Tipp noch zur Kameraeinstellung damit man schneller/besser arbeiten kann: Am besten die Bildschirmhelligkeit hoch drehen damit man das Bild und die Schärfe schnell beurteilen kann, falls möglich FocusPeeking einschalten und die Anzeigezeit der Vorschau auf Unendlich. Wenn man mal eben schnell kontrollieren möchte ob das letzte Bild gut war und man erst umständlich in die Bildvorschau gehen muß nimmt das alles nur unnötig Zeit weg, die man eben sinnvoller mit abdrücken genutzt hätte. Danke an dieser Stelle an Guido Karp von dessen Workshop ich diesen Tipp mitnehmen durfte.

Was man eigentlich garnicht möchte ist den Sänger oder die Sängerin DIREKT vor sich zu haben UND dann eben noch mit einem Mikro davor. Diese sogenannten „Nasenlochfotos“ sind auch für den Künstler eher unvorteilhaft (Anmerkung, es sei denn man heißt Jennifer Rostock dann sieht man eh immer gut aus). Hier kann es dann oftmals helfen einfach die Position um 2-3 Schritte zur Seite zu ändern um einen besseren freieren Blick zu bekommen. Auch hier merkt man wer viel Bühnenerfahrung hat. Die „guten“ oder „erfahreneren“ Künstler wissen sich auf der Bühne entsprechend zu präsentieren, nehmen das Mikro öfter und weiter vom Körper weg, das man diese Action Shots auch machen kann und Der Bassist steht auch mal weiter vorne und schaut nicht nur immer nach unten auf den Boden oder „versteckt“ sich hinter dem Mikro.

Wenn man die Location nicht vorher schon kennt ist es immer gut heben einem Weitwinkel für Nahaufnahmen auch ein Tele dabei zu haben. Sollte eh Standard sein, aber man weiss ja nie.

Bei dem Auftritt von Bülent Ceylan waren die Randbedingungen wieder ganz anders:

  • In der mittelgroßen Saarlandhalle waren die Laufwege etwas größer
  • Der Saal war bestuhlt, sprich man mußte mehr oder weniger aussen herum laufen
  • Es gab sogar Sitzplätze für die Presse.
  • die Bühne war recht hoch so das man (wie zu sehen) hier eher von der Seite fotografiert hat
  • Das Licht war fast durchgängig weiß

Hier hatte man also mit dem Weitwinkel Objektiv garnichts zu tun und da man eigentlich fast den ganzen Abend mit dem Teleobjektiv fotografierte, hatte man am Ende einen lahmen Arm.

In den meisten kleineren Locations kommt man aber mit einem lichstarken Weitwinkel ganz gut aus. Hier ist dann auch oft der sog. Fotograben vor der Bühne ausreichend, das zwei Fotografen aneinander vorbei können ohne sich zu behindern.

Der Nachteil ist hier allerdings auch, das man oft wirklich SEHR nahe am Künstler ist. Für Fans sicherlich eine coole Sache, für Fotografen oft nicht immer die beste Position.Da hilft dann wie immer der Positionswechsel.

Ideal ist wenn man eine Bühne mit ausreichend Platz davor und gutem Licht hat. Dann schafft man es sogar auch mal den Schlagzeuger hinter seinem Instrument zu erwischen.

Man sieht also das es viele Ecken und Kanten gibt und die Bilder am Ende nicht immer das sind was man sich erhofft hat. Es ist eben auch viel Ausschuß dabei, aber wenn man am Ende ca. 5-10 richtig gute Bilder hat dann ist das oft wirklich gut.

Wer also als Besucher auf einem Konzert oder Festival ist darf also gerne sein Handy zu Hause oder in der Hosentasche lassen die Bilder werden nie das einfangen können was Konzertfotografen hier einfangen.

In diesem Sinne noch viel Spaß auf dem kommenden Konzert.

 

 

Events fotografieren lernen

Immer wieder wenn jemand andere oder auch meine Konzertbilder sieht kommt die Frage

Oh, das will ich auch. Wie kann man das lernen?

Die Antwort ist ganz einfach: machen.

Dann kommt die Frage

aber man muss sich doch da irgendwie anmelden? Das ist mir zu kompliziert.

Naja, von nix kommt nix. Aber der Weg dahin ist eigentlich auch ganz leicht. Man muß es nur angehen. Ich verrate mal einen Trick. Geht einfach auf öffentliche Veranstaltungen und übt dort. Am besten eignen sich hier Volksfeste mit einer Bühne oder Wahlveranstaltungen. Das kann ein Karnevalsumzug, Maifest, Oktoberfest, die Parteiveranstaltung, Geflügelzüchterfest oder sonst was sein. Wichtig ist hierbei wie gesagt, das es öffentlich ist (also am besten draußen auf einem offenen Platz) und das es keinen Eintritt kostet. Somit kann man normal hingehen und Fotos machen. Somit ist die „komplizierte“ Hürde für viele Anfänger erst einmal gar nicht da.

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DANN finden diese Veranstaltungen ja meist bei etwas hellerem Tageslicht statt. Auch die Bühne ist meist noch überdacht oder zumindest außen etwas abgeschattet sodass das Licht auch recht gut ist. Von da kann man sich zur Abenddämmerung und eben den Lichtverhältnissen an der Bühne langsam anpassen, die Kameraeinstellungen prüfen und üben, üben, üben.

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Bei eben solchen Veranstaltungen ist es dann eben nicht so schlimm wenn es eben mal nicht klappt, alle Bilder unscharf sind, weil man den Fokus falsch gesetzt hat, über- oder unterbelichtet ist, etc. weil man eben nicht akkreditiert ist bzw. jemand auf gute Bilder wartet. Man hat also die besten Voraussetzungen ohne Druck sich erst einmal auszuprobieren. Dabei sollte man auch nicht allzu wählerisch sein was die Veranstaltungen ansich angeht. Es geht hierbei darum um das Gefühl in einer Menschenmenge andere Menschen zu fotografieren und die Technik im Griff zu haben.

Das Ziel ist am Ende seine Kamera so zu beherrschen, das man dann im Einsatz in der dunklen Konzerthalle bei lautester Musik direkt vor den Boxen stehend sich nicht vom Getümmel ablenken lässt und gute Fotos macht. Auch wenn man beim Stadtfest oder der Geschäftseinweihung die gespielte Musik ganz und gar nicht mag die Musiker oder der Moderator ist meist ein gutes Übungsobjekt. Es geht darum Emotionen einzufangen, zu lernen wann der richtige Moment ist abzudrücken und wo man sich am besten hinstellt, das weder das Mikrofon im Gesicht ist noch irgendwelche Köpfe. Ebenso lernt man dabei sich unauffällig bei solchen Veranstaltungen zu verhalten und nicht mit Werbeshirt in rot mit gelber „wewewe.ich-bin-der-größte-Fotograf.de“ direkt auf der Bühne vor dem Sänger oder Redner zu stehen sondern eben unauffällig von der Seite. Ebenso lernt man ggf. gerade wenn die Veranstaltungen dann mit der Zeit etwas größer werden und ggf. der ein oder andere Star bzw. Promi z.B. zur Kaufhauseröffnung oder Sache-für-den-guten-Zweck die Werbetrommel rührt wie man mit mehreren Fotografen gemeinsam dasteht und sich gegenseitig genug Raum zum fotografieren gibt, das jeder mal dran kommt.

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Denn wer es dann in den Konzertgraben vor die Bühne geschafft hat und gerade mal die typischen 3 Lieder Zeit hat möglichst viele und gute Bilder zu produzieren wird froh sein vorher eben genug geübt zu haben!

Viel Spaß!

 

Smartphone Update ein objektiver Praxisbericht

Ich habe ja die Mobilfunk Ära seit der glorreichen Nokia 2110 und EPlus „dem Türkisgrünen“ mitgemacht und war wohl einer der Ersten in Deutschland mit einem BBS System welches ausschliesslich über das E-Netz gelaufen ist. langlang wars her. Ebenso wie die üblichen Updates alle 1-3 Jahre auf neue Hardware (mehr oder weniger ungewollt, aber gewünscht).

Direkter Vergleich: Links Huawei P Smart – rechts iPhone X. selbst mit dem Geräte und Displaygrößenunterschied ist die effektiv nutzbare Bildschirmgröße annähernd gleich.

iPhone6 zu iPhone X

Jetzt habe ich vor kurzem erst mein Firmenhandy von einem iPhone6 auf das iPhone X „upgedatet“. Beide Geräte haben 64GB und zuletzt hatten beide auch dieselbe OS Version. Das Gerät tut seine Dienste, gehört ja auch eher zur Spitzenklasse was den Preis angeht. Im laufenden Betrieb und im direkten Vergleich bin ich eher enttäuscht, denn das „größere“ Display lässt sich effektiv durch den „Nodge“ ab oberen Bildschirmrand nicht nutzen und so bleibt es im praktischen Betrieb bei den eher 4,9 Zoll. Die kleinere technischen Updates wie Display Pixeldichte, Helligkeit, etc. machen sich im betrieb eher garnicht bemerkbar. Ebenso merkt man den schnelleren Prozessor nicht weiter. Alle Apps laden genauso schnell wie vorher. Auch die 3GB statt der vorher 1GB RAM merkt man nicht weiter obwohl ich kaum Apps zumache und diese also ständig irgendwo rumdümpeln (was man ja auch eher nicht machen sollte).

Man muss an dieser Stelle dazusagen, das ich fast keine Spiele auf dem Smartphone habe da ich das Gerät eher produktiv und ggf. für SocialMedia unterwegs nutze sowie eben für kleinere Fotoarbeiten. Deshalb betrachte ch das Ganze aus der Sicht eines eher IT lastigen Fotografen. Wer jetzt eher so der Game-Freak ist wird hier eher wenig Infos finden, sorry.

Was mich angenehm überrascht hat ist das induktive Laden. Hier wird es sicher in Zukunft neben den Ladeschalen im Auto auch Möbel geben (hier hatte ich bei meinem Besuch auf der Kölner Möbelmesse schon Eindrücke sammeln können).

Auch bei den Megapixeln bei der kamera hat es zwar einiges an Verbesserung gegeben allerdigs finde ich die KameraApp ansich immer noch nicht Fotografenfrendlich obwohl man jetzt ja wohl auch mit RAW Dateien umgehen können mag man aber in der Standard iPhone App immer noch nicht die Standardeinstellungen die jeder Fotograf gerne manuell einstellen möchte (ISO, Zeit, Blende) und man muß immer noch auf extra Apps ausweichen. Schade, aber vielleicht kommt das ja irgendwann mal.

nach wie vor ein großes Manko finde ich, das man keine Objektive direkt anstecken oder anschrauben kann. Man benötigt immer ein Case oder eine Klammerlösung eines Drittherstellers. Ich hatte ein entsprechendes Case für das iPhone6 und müsste jetzt wieder überlegen ob es eine neue Lösung gibt. Das ist etwas nervig.

Dickenvergleich: Auch wenn das iPhone X und das P Smart fast gleich dick sind schaut die Kante der Kamera doch recht arg aus dem gehäuse heraus. Ohne entsprchendes Case fast nicht herumtragbar.

Huawei Ascend P7 zu P Smart

Auch privat habe ich gerade mein altes Huawei Ascend P7 zu einem P Smart upgedatet. Hier sieht es mit der Performance ähnlich aus. Hier war ich eher wegen der vom Hersteller nicht unterstützen OS Updates (ich habe hier maximal Android 5 auf dem Ascend P7) und da gerade Android 8 aktuell ist und aus der Erfahrung mindestens 1-2 Major Updates von Huawei unterstützt werden bin ich da halt erstmal wieder gut bedient. Es hat natürlich nicht Huawei sein müssen, aber im gesamten war bei einem Vertrag mit Zuzahlung um die 140,- alles soweit Ok.

Hardwareseitig bin ich mit dem Design und der verbauten Hardware Grundweg zufrieden. Das Design ist dem iPhone6 schon ziemlich gut nachempfunden und liegt gut in der hand. Es fehlt zwar sowas wie induktives laden dafür habe ich einen Kopfhöreranschluss bei dem ich ein externes Mikrofon bzw. meinen Zoom H1N problemlos nutzen kann.

Die 1GB mehr Speicher, die durchaus verbesserte Kamera App mit vielen Features machen sich positiv bemerkbar. Aber auch hier hapert es bei den manuellen Einstellmöglichkeiten. Auch wieder nur per extra Ap zugreifbar.

Der OS Unterschied (Android 5 zu Android 8) ist natürlich SEHR arg merkbar. gerade was die features und Schnelligkeit angeht bin ich im Gesammten sehr angenehm überrascht. Kleinigkeiten wie Doubletap zum Bildschirmaufwecken (im Vergleich beim iPhones ist das ein einfaches tippen) find ich im Alltag praktisch. Ebenso wieder direkte Kamerazugriff über den Sperrbildschirm, der jetzt wohl endlich überall Einzug gefunden hat und Standard ist.

Alles in allem macht sich solch ein Handyupdate egal ob iPhone oder Android für den etwas ambitionierteren Smartphone User bei ca. 3-4 Jahren Smartphonenutzung bzw. 3-4 Handygenerationen weiter vernunftsbedingt Sinn. Wer hier alle 1-2 Jahre wechselt mag das aus Lifestylegründen natürlich gerne tun, aus technischer Sicht wird man im alltäglichen Betrieb allerdings keinerlei großartigen Nutzen feststellen es sei denn man benötigt WIRKLICH und DRINGEND Animojis und ist bereit für solche Software Features mehrere hundert Euronen auszugeben. Ich persönlich brauche das nicht bei mir muss das Arbeitsgerät zuverlässig jeden Tag funktionieren. Nun bleibt abzuwarten was der Markt in 3-4 Jahren mit sich bringen wird.

Praxistipp

Beim Smartphone Upgrade nicht vergessen vorher alle Apps zu checken ob Anmeldedaten benötigt werden und diese entsprechend notieren (falls nicht per Passwortmanager). Ebenso sollte man so einen Wechsel auch dazu nutzen um nicht ALLE Apps die man vorher hatte wieder 1:1 zu installieren. Eine „Entschlackung“ kann hier helfen einfach mal auf zu räumen.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder direkt mit den beiden Smartphones im Vergleich.

iPhone X Testbild (unbearbeitet; Out of Cam)

Hua

Huawei P Smart Testbild (unbearbeitet, out of cam)

Ich hoffe somit hat jeder einen kleinen Überblick was man alle 2-3 Jahre von einem Smartphone Update erwarten kann UND wie sich die Kameraqualität eines 1000,- Smartphones zu einem ca. 200-150,- Smartphone im Unterschied ist. Viel Spaß.

VRAID oder virtuelles NAS

Bereits im Jahr 2008 oder 2009 war es glaube ich zu einer Zeit als NAS Systeme relativ teuer waren kam ich auf die Idee das man ein NAS auch virtualisieren könne. Hierzu habe ich dann einen Proof-of-Concept geschrieben bei dem gezeigt wurde, das man mithilfe (kostenloser) FTP-Accounts und einigen Software Tools ein verteiltes Raid System aka VRAID im/über das Internet abbilden und auch praktisch verwenden kann.

Nun einige Jahre später sind neben FTP natürlich noch weitere Cloud Speicher hinzu gekommen. Deshalb wollte ich hier eine aktuelle Abhandlung des Ganzen einmal darstellen.

Ausgangslage

Ich möchte Auf einem normalen Windows Desktop oder Laptop ein NAS-System ähnlich eines Synology oder QNAP NAS virtuell aufbauen sodass ich hier im Beispiel 3 Festplatten „verbaue“. Diese 3 Festplatten bestehen aus Cloud-Speicher, der per WEBDAV angesprochen und als lokales Laufwerk eingebunden ist um darauf dann mit einem Software NAS – in meinem Beispiel FreeNAS – zugreifen zu können um hieraus dann das virtuelle NAS zu bauen auf dessen System man dann wiederum lokal zugreifen kann. Klingt etwas umständlich, aber durch das Bild oben sollte es etwas klarer werden.

Der Cloudspeicher

Zuerst habe ich bei GMX, t-Online und OneDrive jeweils einen Account angelegt. Es gibt sicher auch noch andere Möglichkeiten, aber zu Testzwecken sollte das erst einmal reichen. Danach wird über den net use Befehl dieser Speicher als Laufwerk eingebunden. Die Webdav Parameter / URLs habe ich hier nochmals aufgelistet:

  • GMX (2GB Speicher) „https://webdav.mc.gmx.net“
  • T-Online (10GB Speicher) „https://webdav.mediencenter.t-online.de“
  • OneDrive (40GB Speicher) „https://d.docs.live.net/Deine-ID“

Als Grundlage dient hier die Anweisung, die ich zum T-Online Webdav HIER gefunden habe. Wie man bei OneDrive die Deine-ID herausfindet ist HIER beschrieben. Das Anmelden von z.B. mehreren T-Online WEBDAV Accounts funktioniert nicht weshalb hier verschiedene Anbieter gewählt werden sollten.
Hiermit ergeben sich folgende WebDav Anmeldelinks, die man einfach nacheinander in die Kommandozeile eingeben kann:

net use s: „https://webdav.mediencenter.t-online.de“ /User:Accountxyz@Mailadresse.com Passwort

net use t: „https://webdav.mc.gmx.net“/User:irgendwas@gmx.de GMXPasswort

net use u: „https://d.docs.live.net/12345678“ /User:irgendwas@live.com Passwort

Nach jeder Zeile kann es ein paar Momente dauern bis die Bestätigung „Der Befehl wurde erfolgreich ausgeführt“ erscheint. Danach hat man bei sich im Windows Explorer 3 neue Laufwerksbuchstaben s, r, u.

Dieser Speicher kann natürlich jetzt schon als normales Laufwerk genutzt werden, aber wir wollen auch hier eine gewisse Ausfallsicherheit erreichen und gehen einen Schritt weiter.

VMWare und FreeNAS

Nun benötigen wir eine kleine virtuelle Umgebung (keine Angst ist nicht schwer). Hierzu unter www.vmware.com die freie Version (Workstation Player oder Server) herunterladen und installieren.

Bevor wir nun eine neue virtuelle Maschine anlegen können benötigen wir hierzu noch eine Installations-CD. ich habe mich wie auch schon bei der FTP-Variante für das OpenSource Tool FreeNAS entschieden. Unter https://download.freenas.org/ sind u.a. auch ältere Versionen unter „archived“ zu bekommen. Hier reicht die 8er oder 9er Version vollkommen aus und benötigt im Gegensatz zur aktuelleren Version nicht so viel Speicher. Die ISO-Datei einfach irgendwo auf der lokalen Festplatte ablegen.

Nach der Installation von VMware und dem Download unserer FreeNAS Installations CD können wir nun also im Programm VMWare eine neue Virtuelle Maschine (VM) anlegen. Bei der Auswahl des CD Laufwerkes hier dann die lokal abgelegte ISO-Datei auswählen. Die neu anzulegende virtuelle Festplatte auf der FreeNAS installiert werden soll kann recht klein gehalten werden. Ich habe hier lediglich 10GB angegeben. Ebenso kann man unter Settings neue virtuelle Festplatten hinzufügen. Hier sollte man dann eben 3 neue virtuelle Discs (vmdk) auf den eben angelegten Netzwerklaufwerken erstellen.

Also liegt z.B. auf R:\ eine „disk3.vmdk“. Die virtuelle Festplatte sollte natürlich nicht größer sein als der über WEBDAV zur Verfügung gestellte Speicher sonst kann es zu Datenverlust kommen. In meinem Beispiel habe ich die vmdk’s jeweils 2GB groß gemacht.

Nach dem anlegen der virtuellen Festplatten und Einbinden der FreeNAS Installations CD sprich der ISO Datei kann die virtuelle Maschine gestartet werden und FreeNAS installiert werden. Zum Abschluss wird die virtuelle maschine nochmals neu gestartet und hierbei in der Konfuguration die CD (also die ISO Datei) aus der Konfuguration entfernt. Danach startet FreeNAS

Man sieht dann auch falls man das vorher nicht im VMware Player konfiguriert hat und die virtuelle Maschine sich selbst eine IP Adresse aus dem VMware eigenen DHCP Server genommen hat eben diese nach dem hochfahren. Diese kann man dann in seinem eigenen Browser eingeben und die abschließenden Konfigurationen vornehmen zu können.

FreeNAS Konfiguration

Je nach der verwendeten FreeNAS Version kann sich der Ort an dem man die entsprechenden Einstellungen findet natürlich unterschieden. ich habe habe hierzu als erstes unter dem Menupunkt „Storage“ auf „Volume Manager“ geklickt. Da werden einem dann schon die drei freien virtuellen Disks angezeigt, die man dann auswählen und zu einem Volume zusammenführen kann. Weitere Details zu den verschiedenen Feinheiten zu UFS, ZFS, Encryption, etc. erspare ich mir hier erst einmal das kann jeder für sich durchlesen. Im Grunde genommen kann man aber alles auf Standard“ lassen, die 3 Laufwerke auswählen, einen Namen für das Volume wählen und fertig.

 

Danach kann man unter „Users“ noch einen Benutzer angeben unter dem man dann später unter seinem lokalen Windows darauf zugreifen möchte und unter dem Menupunkt „Sharing“ unter „Ad Windows (CIFS) Share“ eine entsprechende Freigabe (für mein Beispiel habe ich den Share vraid genannt).

Danach ist soweit alles vorbereitet, das man nur noch unter seinem lokalen Windows ein neues Netzwerklaufwerk hinzufügen muß und hier dann den Pfad zur virtuellen Maschine und dem entsprechenden Windows (CIFS) Share.

In meinem Beispiel ist das dann \\192.168.187.133\vraid

Danach können Dateien ganz „normal“ auf diesem Share abgelegt werden.

Fazit: Man kann sich hierdurch entweder durch freie Cloud Dienste oder zusammen mit anderen Webdav fähigen Cloud-Speichern ein NAS aufbauen. Wenn ein Cloudspeicher einmal nicht erreichbar sein sollte hat man durch das RAID Volume im FreeNAS eine entsprechende Ausfallsicherheit. Auch kann man so auch von unterwegs aus immer darauf zugreifen. man muß dann nur jeweils die Laufwerke lokal mit „net use“ einbinden, die FreeNAS virtuelle Maschine kurz hochfahren und hat dann seinen Speicher wieder zur verfügung.

Dasselbe kann man statt mit WEBDAV auch mit FTP-Speicher machen. Dieser muß allerdings noch über ein älteres Tool Namens Netdrive (NetDrive: http://www.pcwelt.de/downloads/heft-cd/05-05/109253/ oder http://www.fhhannover.
de/de/rz/service/software/downloads/ or http://www.boku.ac.at/zid-netdrive.html oder ggf. nach anderen Quellen suchen) als lokale Laufwerke verbunden werden. Da ich nicht weiß ob und wie lange dieses ältere Tool zur Verfügung steht und ob es noch andere Möglichkeiten gibt/geben wird Netzwerkspeicher über das Anbinden als lokales Laufwerk in eine virtuelle maschine zu integrieren lasse ich alles weitere hier einfach mal offen.

An dieser Stelle sei noch vermerkt, das der Speicher ausreichend schnell ist um z.B. Videos oder Musik je nach Internetverbindung wiedergeben zu können aber man sollte hier natürlich nicht die gleiche Performance wie bei einem lokalen NAS erwarten. Nach oben ist von der Anzahl der WEBDAV Volumes natürlich kaum eine Grenze gesetzt, somit erhöht sich ggf. der Speicher und die Ausfallsicherheit. Wirklich wichtige Daten würde ich hier ggf. auch nochmals auf einem weiteren NAS oder Festplatte oder sonstigem Speicher ablegen. Ebenso sollte man sich ggf. noch Gedanken um Dateiverschlüsselung, etc. machen.

Allerdings kann ein solches VRAID als Ergänzung z.B. zu einem bestehenden Synology NAS mit Hyper Backup oder Cloud Sync gute Dienste leisten, ist flexibel konfigurierbar und da es eben virtuell vorhanden ist kann es leicht mitgenommen werden.

 

/EDIT: Ich habe noch den alten Artikel aus dem jahre 2007 bei hackaday.com gefunden. Bereits damals gab es überlegungen das Konzept mit anderen Quellen umzusetzen.