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DIY InEar Monitoring Funkstrecke

Wer als Musiker, youtuber, Vlogger oder ähnliches unterwegs ist, stolpert früher oder später über das Stichwort Monitoring und dort gerade als Gitarrist, Bassist, Sänger, etc. über das Thema InEar Monitoring. Normalerweise sind solche Systeme wie z.B. Sennheiser EW IEM G4, Shure PSM 200 oder ähnliche schon bei größeren 3stelligen bis 4stelligen Beträgen. Für gelegentliche Aufnahmen oder Übungsessions unter Live Bedingungen ist das oft ein recht teurer Spaß. Das Ganze geht aber auch sehr viel günstiger. Zusätzlich kann man ein solches Setup hervorragend für Audio Funkstrecken für Videos oder ähnliches verwenden. Voraussetzungen sind ein PC (In meinem Fall ein Lenovo P14s Notebook; Mac und diverse Tablets habe ich nicht ausprobiert, aber die meisten Apps die ich vorstelle sollten auf allen Plattformen zu finden sein), den InEar Kopfhörer mit Mikrofon (natürlich geht es auch ohne dann ist das Setup natürlich etwas geringer und nicht ganz so umfangreich) und ein Smartphone mit Klinkenanschluss (entsprechende Abwandlungen für USB-C sind natürlich auch möglich). Dies ist als Proof-of-Konzept zu verstehen und kann natürlich noch an diversen Stellen flexibel angepasst werden.

InEar Monitoring – KZ EDX Pro (Kosten: ca. EUR 16,-)

Die InEar Monitoring Kopfhörer sind das Herz des Setups. Hier gibt es unter eben dem Stichwort viele Vorschläge von günstig bis teuer. Die KZ ZSN oder KZ EDX Pro in meinem Fall haben den Vorteil, das Sie mit guten Treibern, abnehmbaren Kabeln und austauschbaren Eartipps daherkommen. Das KZ ZSN hat gegenüber dem EDX einen etwas bessern Höhenbereich, aber ansonsten sind die beiden sich recht ähnlich. Anstatt eines solchen InEar Monitoring Kopfhörers kann man natürlich auch jeden beliebigen Kopfhörer an das Smartphone anschließen. Da es hier in diesem Fall primär um das Monitoring von/für Musiker geht habe ich mich eben für dieses InEar Monitoring System von KZ entschieden.

Das Mikrofon des KZ EDX Pro hat zwar keine Studio Qualität, allerdings ist der Klang bei diversen Testaufnahmen, die mab bei youtube in den Reviews finden kann bei weitem Besser als Standard Gaming Headsets und mit ein bisschen nachbessern bekommt man einen ähnlichen Sound wie bei einem mittelmäßigen Lavalier Mikrofon hin. Der Pegel ist auch im Mittleren Bereich. Dafür, das ein solches InEar Monitoring eben normalerweise nicht viel wert auf das Mikrofon im Kabel achtet bin ich zumindest mit dem Klang zufrieden.

Tipp: Man kann sich jetzt natürlich auch ein Setup mit einem Inear Kopfhörer und getrennt davon per Y-Kabel mit dem Smartphone verbundenen besseren Lavalier- oder Neck Mikrofon bauen. Hier ist das komplette Setup flexibel anpassbar.

Da diese InEar Monitoring Kopfhörer mit Klinkensteckern geliefert werden ist hier entweder ein Adapter notwendig oder ein entsprechendes Smartphone. Ich habe hier mein etwas älteres Huawei P Smart hergenommen. Wichtig ist hierbei eben nur, das ein Klinkenanschluß vorhanden ist oder man das Setup (z.B. beim iPhone) anpasst wenn man mehr als das interne Mikrofon und den externen Kopfhörer nutzen möchte.

Wenn also ein Android Smartphone bereits vorhanden ist wären die Anschaffungskosten eher gering zu einem entsprechenden entsprechenden Semipro Modell wie z.B.

  • Rode Wireless GO II Single (z.Zt. ca. 230,-)
  • Saramonic Funkmikrofon Set Blink 500 B1 (z.Zt. ca. 140,-)
  • SabineTek SmartMike + (z.Zt. ca. 150,-)

Wobei diese Systeme dann nur eine reine Mikrofon Funkstrecke OHNE „Kopfhörer Monitoring Anschluß“ bereitstellen. Bei dem hier vorgestellten Setup hat man beides.

Die Apps (kostenlos)

Man benötigt nun zwei Apps. Ich habe zumindest keine App gefunden bei der man den Hin und Rückkanal in einer App regeln kann. Wenn hier jemand eine App kennt bitte bei mir melden, danke. Wichtig ist hierbei immer, das man sich im selben WLAN Netz befindet. Man benötigt also zum einen Droidcam und zum anderen SoundWire (alternativen dazu wären noch WO MIC und Audio Relay). Beide Apps gibt es für Android und iPhone sowie als Windows Version. Beide erlauben den Aufbau einer Funkstrecke über WLAN um das Audio Signal in die eine und in die andere Richtung zu schicken.

Zuerst richten wir es so ein, das das Mikrofon vom Smartphone zum PC übertragen wird. Dazu wird auf beiden Geräten die App Droidcam installiert. Danach wird Droidcam gestartet und über WLAN verbunden (Bluetooth geht hier natürlich auch). Danach kann man in der Systemsteuerung als Eingabegerät „Droidcam“ auswählen und als Mikrofon verwenden. man kann hier natürlich auch das Bild der Smartphone Kamera mit zum PC übertragen um das z.B. in OBS als Kameraquelle auswählen zu können oder als Webcam Ersatz, aber darum soll es hier ja nicht gehen.

Wenn man jetzt das InEar Monitoring Headset an das Smartphone anschließt dann kann man hier bereits das Mikrofon des Headsets verwenden. Es kann also entweder aufgenommen werden in der DAW der Wahl, in Adobe Audition oder Audacity oder auch in OBS als Eingabegerät angegeben werden.

Tipp: Hier kann man natürlich auch ein Lavalier Mikrofon oder sonstiges Mikrofon anschließen und hat bereits eine Funkstrecke.

zum abhören

Um nun das was vom PC kommt bzw. hier aufgenommen wird auch wieder an dem am Smartphone angeschlossenen Kopfhörer bzw. dem InEar Monitoring zu hören benötigt man noch SoundWire als zweite App. Auch hier ist wieder die entsprechende Smartphone Komponente und die PC Komponente herunter zu laden und zu installieren. Nach dem Verbinden kann man hier wieder im „Input Select“ der App ausgewählt werden welches Signal an das Smartphone zurück übertragen werden soll.

Mit diesem Setup kann man als Musiker, youtuber oder Homeoffice Arbeiter eine ganze Menge rausholen.

Wer jetzt noch mit OBS und der entsprechenden Monitoring Plugin Funktion arbeitet hat hier dann natürlich noch viel mehr Möglichkeiten das Ganze anzupassen. Ebenso kann man dann natürlich auch die virtuelle Kamera von OBS verwenden um Bild und Ton (in diesem Fall eben von der hier gezeigten Funkstrecke) zu einem Zoom, Teams, Skype oder sonstigen Videotelefonat zu übertragen.

Es sei allerdings noch erwähnt, das es zwei kleine Negativpunkte gibt, die aber einfach zu beheben sind. Zum einen ist beim Smartphone WLAN UND Bluetooth im Dauereinsatz. Bei moderneren Geräten mit höherer Akku Kapazität kann man hier ggf. mehrere Stunden „Live“ gehen aber bei meinem Huawei Gerät ging der Akku doch schon bei weniger als 2h deutlich in die Knie. Das kann man wie gesagt mit einem Gerät mit höherer Akkuleistung, neuerem Bluetooth Chip oder einer Powerbank abfangen. Desweiteren kommt bei Soundwire nach ein paar Minuten eine kurze Durchsage, das es sich um die kostenlose Version handelt. Das ist nicht weiter schlimm, aber man darf sich da nicht erschrecken lassen.

Fazit:

Für weniger als 20,- bei vorhandenem Smartphone und PC eine Bidirektionale Funkstrecke für Mikrofon UND Sound Ausgabe kann man schonmal nachdenken. Ich habe hier auch keine störenden Latenzen wie bei Bluetooth feststellen können also sollte solch ein Aufbau mit etwas Optimierung durchaus brauchbare Homestudio Qualität bieten.

/Update 09.05.2022:
Es gibt wohl von der Rhode Funkstrecke eine Art China Version von Debra. Hier ist das eingebaute Mikrofon nicht sonderlich gut, das Ganze basiert auf Funk und nicht WLAN, aber für knapp 30,- könnte das fr den ein oder anderen eine Alternative sein.

GTD – Wie man ein Tickler File schnell erstellt und seine Arbeit besser organisiert

Wer mich kennt weiß, das ich so ein kleiner GTD und Living in ONE Textfile Fan bin. Nun bin ich gerade Dabei, meine Arbeit im Gesamten etwas besser zu strukturieren. Gerade wenn man mehrere Dinge parallel macht ist es wichtig, dass man gut strukturiert ist. Von Vorteil ist dabei das 43 Ordner Prinzip welches man gut mit Evernote oder Joplin anwenden kann. Neudeutsch wird das auch gerne als Tickler System bezeichnet.

Wie geht so ein Tickler Ordner vom Prinzip her?

Nun, man kann sich das Ganze in Papierform mit normalen Büroordnern oder einer Mappe für Unterwegs basteln oder digital – das Prinzip ist immer dasselbe.

Um ein solches Tickler System zu erstellen benötigt man 43 Ordner (Ja, 43):

  • 31 Ordner für jeden Tag im Monat
  • 12 Ordner für jeden Monat im Jahr

Man kann sich die Tage des Monats auf entsprechende Zwischenablageblätter schreiben oder farbig markieren. Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Die Ordner kann man wie gesagt frei ins Regal stellen um dann pro Monat einen Ordner auf dem (Arbeits)Tisch zu haben oder man hat eine entsprechende Mappe dabei. Im gut sortierten Schreibwarenladen gibt es auch schon vorgefertigte Ziehharmonikamappen und Ordnerunterteilungssysteme.

Wie erstelle ich mir nun solch ein Tickler in Evernote oder Joplin?

Das Prinzip ist hier genauso.

1.) Notizbuch erstellen

Als erstes erstellt man sich die 12 Monats-Ordner einzeln. Hierbei ist es ratsam die Ordner-Namen nicht mit „1 Januar … 2 Februar…“ durchzunumierieren sondern mit „01 Januar … 02 Februar…“ weil ansonsten bei der Sortierung später Probleme entstehen können.

2.) Notizbuch als Stapel zusammenschieben.

Nun einfach den „02 Februar“ auf den „01 Januar“ schieben und somit einen Notizbuchstapel erzeugen. Danach alle anderen Monate in den Stapel schieben.

3.) Notizen erzeugen

Nachdem die Monate alle gestapelt sind im Monat Januar 31 einzelne Notizen erstellen und diese mit „01, 02, 03 ….31 “ durchnummerieren. Danach kann man in den Notizoptionen (alle Notizen gleichzeitig markiert) die Sortier Reihenfolge noch Aufsteigend bzw. Absteigend anpassen

4.) Notizen kopieren

nachdem für einen Monat die 31 leeren Notizzettel erstellt wurden können diese in die anderen Monate kopiert werden.

5.) Favorit erstellen

Nun kann man einen Favorit des aktuellen Monats erstellen.

Somit kann man schnell auf die aktuellen Tasks des aktuellen Monats zugreifen und diese abarbeiten.

Ebenso nützlich kann hier auch ein Hipster PDA sein.

 

 

Adobe Audition Easteregg

nach der letzten Adobe MAX 2021 Veranstaltung hatte ich auch einen Beitrag der Audition Team Mitarbeiter angeschaut. Hier gab es zum Abschluß freundlicherweise einen kleinen Easteregg den ich nicht vorenthalten wollte.

In Adobe Audition ist ein Spiel versteckt.

Man öffne also Adobe Audition und in Audition über Datei – Neu – CD Layout (File – new – CD Layout) eine neue Datei im CD Layout. Keine Sorge es werden keine weiteren Audio Dateien benötigt.

Danach öffnet man dann die Eigenschaften (Propperties) und gibt im CD Text Feld Message dann „game“ ein.

Hiernach kann man dann mit einem Rechtsklick im CD Layout Fenster dann „Spiel“ (Game) auswählen und ein kleines Spiel zwischendurch spielen.

Viel Spaß. Der 8-Bit Sound allein ist es schon wert 😉

 

Ich der Konzertfotograf

Die Konzertfotografie ist meine Leidenschaft. Das Jahr 2020/2021 ist hierzu leider nicht mit aktuellen Veranstaltungen bzw. Konzerten bestückt, weshalb etwas Zeit ist Interessierten ein bisschen Einblick in den Ablauf zu bringen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen Hobby- oder sogar Profi Fotografen und dazulernen kann man ja immer. Ich mach das Ganze jetzt schon 10 Jahren und Fotografie an sich schon fast 15 Jahre wenn man das herumspielen als kleiner Junge mit der analogen Revue Spiegelreflexkamera vom Vater nicht mitrechnet.

Mein Equipment

Bei Konzerten wie auch Events wenn ich mich noch als Pressefotograf versuche ich möglichst mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein. Eine Fototasche wie die Compagnon Messenger in schwarz, dazu je nach Anlaß einen unbedruckten schwarzen Hoodie oder schwarzes Hemd bzw. Poloshirt samt schwarzer Hose läßt einen rein optisch schon nicht auffallen was schonmal ein Vorteil ist. Wenn man das Geschehen fotografieren möchte sollte man bei einem Konzert nicht die Blicke auf sich lenken – Der Künstler sollte nach wie vor im Vordergrund stehen. Oft unterschätzt, aber ebenso wichtig ist das gute dazu passende Schuhwerk. Wer hier mit schicken Ausgeh Lacklederschuhen oder den neuesten rot strahlenden Sneaker irgendeines Markenherstellers ankommt wird nicht nur die dreckigen und zerdrückten Treter Abends verfluchen, sondern auch die schmerzenden Füße werden es einem nicht danken. Der Vorteil der Compagnon Tasche ist, das sie auch schwarz ist, durch das Porsche Leder wirklich SEHR robust, aber weder klobig noch unhandlich ist und je nach Situation auch mal als Modeaccessoire getragen werden kann. Wenn man sich durch Menschenmengen drücken muß trägt Sie nicht zu doll auf, passt sich hervorragend der Situation an und schützt das Equipment trotzdem super. Zu guter Letzt ist auch hier kein großer Aufdruck drauf, der schreit „ich bin eine Fototasche“ sondern eher unauffällig daherkommt. Genau was ich mag und was es braucht.

Von der Kamera her mag ich meine Canon EOS 90D mit dem 70-200 f2.8 L IS USM und das 28-75 f2.8 IF Macro von Tamron. Diese beiden Brennweitenbereiche haben sich als universell verwendbar und fast immer passen erwiesen. Dazu noch Ohrstöpsel als Gehörschutz, Speicherkarten, Zusatzakkus, Notitzblock, Stift, Visitenkarten Ausdruck der Akkreditierung, und mein Presseausweis für alle Fälle. Mehr habe ich nicht dabei und brauche ich auch nicht. Die Konzerte sind bei mir zum größten Teil Abends und in Hallen.

Workflow

Nach dem Event bzw. Konzert kommen die Bilder auf den Rechner (oft schon im Auto auf das Notebook) und von dort eins-zu-eins auf ein per Netzwerklaufwerk verbundenes NAS (Network Attached Storage). Dies geht per Adobe Lightroom aber auch anderen Programmen sehr gut zu verwalten. Ich verwende hierzu u.a. das bereits beschriebene Script in angepasster Version um meine entsprechenden Arbeitsverzeichnisse immer in dergleichen Art und Weise zu benennen. Somit bleiben Verlinkungen zur Ordnerstruktur immer gleich und hat es später im Workflow einfacher gerade wenn man so wie ich auch noch Artikel für verschiedene Zeitschriften erstellt und nicht lange suchen muß. Aber auch wer jetzt nur als Hobbyfotoraf sich solch eine Struktur anlegt wird es später immer einfacher haben durch solch eine immer gleichbleibende Struktur.

Die Weisheiten nach welchem Schema man die Dateien benennt gehen weit auseinander. Die einen verwenden das Datum, andere … the sky is the limit. Für mich hat sich folgendes Schema bewährt.

Beispiel: Rock Meets Classik, 19.04.2018, Mannheim Rosengarten

Die Bilder liegen zuerst einmal in den Unterordnern „DCIM1 … DCIMx“ für die einzelnen eins-zu-eins Backups der Speicherkarten. Es gibt bei mir immer noch einen Ordner „Material und Snippets“ in dem ich entweder meine eigenen Artikel ablege oder Vorabinfos zum Konzert, Texte, Presseinfos, Akkreditierungen, etc. Dann gibt es einen Ordner „LR Export“ und einmal „JPG web“ Beim LR Export ist die Dateibenennung dann in der Art „RockmeetsClassic-April20-HenrikHeigl-xxxx“ wobei ich die Dateinummerierung der Kamera hier einfach so beibehalte. Ich bin was das angeht faul, es ist eh eine einheitliche Nummer (die Kamera zählt schließlich ständig aufwärts) und im Normalfall fotografiere ich keine gesamten Tourneen (was noch ein Traum von mir ist) da reicht das.

In dem „JPG Web“ Ordner sind die kleineren Bilder, teils mit unsichtbarem Wasserzeichen die dann nur die Dateibezeichnung und meinen Namen drin haben, die ich dann für die eigene Website verwende. Diese Bilder sind schon so aufs Web angepasst, das diese kleiner gerechnet und eben von den Farben angepasst sind. Ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber ich hab hierzu eh  eine schöne Aktion in Photoshop, die das seit Jahren immer schön für mich anpasst und das Leben eben erleichtert.

Weitere Details halte ich dann per Metadaten in den EXIF Daten fest um Sie in Lightroom oder anderen Tools welches diese Verschlagwortungsart verwendet nutzen zu können.

Neben der immer gleichbleibenden Ordnerstruktur und der Dateibenennung ist auch das eigentliche Backup wichtig. Hier nutze ich zum einen die Synchronisation von einem NAS zu einem zweiten und von dort aus sicher ich das Ganze noch auf einen externen Speicher welcher entweder in der Cloud sitzt oder ein alter Rechner im Keller ist an dem ein Bandlaufwerk angeschlossen ist. Das mag einigen etwas übertrieben vorkommen, aber bereits von meinem Job als Systemadministrator weiß ich wie wichtig ein gutes Backup sein kann wenn es eben mal zu einem Supergau gekommen ist.

Wichtig ist, das ein Backup keine Synchronisation ist wo die Daten noch im sich ändernden Zustand sind. Die Arbeitskopie auf dem lokalen Rechner oder Arbeits-NAS wird auf einen zweiten lokalen Ordner kopiert von wo aus die Daten nicht mehr bearbeitet werden sondern nur noch zu einem dritten Ort ausserhalb der eigenen 4 Wände gespiegelt werden.

Bearbeitung und digitales Nomadentum

Das große Thema was uns Konzertfotografen immer begleiten wird ist zum einen Flexibilität, Datensicherheit aber auch schnelles abliefern des Endproduktes.
Vieles kann man ja mittlerweile schon im Vorraum zur Konzerthalle am Smartphone in Lightroom mobile bearbeiten. Dies mache ich allerdings nur in Ausnahmefällen, da dies trotz allem zusätzliche Zeit erfordert und man das Bild letztendlich am größeren Monitor viel entspannter bearbeiten kann. Ich stelle die Bildoptik meist über Weißabgleich, Tonwerte und Präsenz mit den Schiebereglern ein. Presets oder Vorlagen verwende ich sehr selten da zwar die Grundstimmung recht ähnlich erscheint, aber gerade in diesen LowLight Situationen oft Fingerspitzengefühl angesagt sind. Der ein oder anderen mag sich für gewissen Locations jetzt vielleicht sagen „Wenn man aber doch häufiger in der Gebläsehalle, Messe oder Batschkapp fotografiert dann ist das doch gleich?!“ Das ist aber ein Trugschluß, denn gerade das aufgebaute und verwendete Licht ist nicht immer gleich und jeder Künstler hat hier ggf. sein eigenes Equipment am Start. Dann macht man sich eher unnötig die Mühe Vorgaben und Templates zu basteln wo man dann trotzdem noch Zeit investiert das anzupassen.

Was ich noch bearbeiten muss und schon bearbeitet habe, markiere ich ebenfalls: Neben den fünf Sternen gibt es noch sieben Farben, beginnend mit Rot (Taste „6“), gelb („7“), grün („8“)…. weiter bin ich nie gekommen, denn ich nutze nur Rot und Grün.
Grün sind die Bilder, die ich in Lightroom fertig “bearbeitet” habe. Dort habe ich Kontraste, Belichtungsverhältnisse, Schärfe, Farben, etc. alles manuell korrigiert, so dass ich mit dem Bild vollständig zufrieden bin. Gelb da sind halt nur noch Bildausschnitt oder nur die Schärfe oder nur die Helligkeit kurz anzupassen, aber sonst nicht viel.
 
 
Rot: Dennoch gibt es Bilder, bei denen man mehr eingreifen muss, also wirkliche Retusche-Arbeit in Photoshop leisten muss. Diese Bilder markiere ich rot – wenn ich also mit den grünen durch bin, bearbeite ich die roten in Photoshop.

Gerade mit den Kameras mit Bluetooth und WLAN Anbindung kann man bereits im Auto vor der Konzerthalle bereits interessante Fotos per Lightroom mobile bearbeiten und in den sozialen Medien teilen.

Manche Bilder möchte ich aber auch im Portfolio in gedruckter Version haben. Da kommt dann spätestens Photoshop mit diversen Retusche arbeiten zum Einsatz. Auch da arbeite ich gerne noch vor Ort im Vorraum, an irgendeinem Stehtisch in der Ecke, in einer ruhigen Ecke in der Nähe vom Einlass, etc. denn oft hab ich mein kleines Lenovo (früher X31 jetzt Yoga 260 also die 2-in-1 Modelle mit Stift zum „malen“) dabei wenn ich weiß, das in der Location entsprechende Plätze vorhanden sind.

Lightroom und Photoshop sind hier das ideale Duo, um erst die besten Bilder schnell herauszufiltern, dann zu entwickeln und schnell zu korrigieren. Photoshop steht dann als Spezialist bereit, wenn es ans Eingemachte in Sachen Bildbearbeitung geht. Alternativ geht natürlich auch die Kombination GIMP und Darktable als OpenSource Variante. Somit kann ich schnell und flexibel reagieren und bin immer Programmunabhängig unterwegs und nur dem Foto selbst verpflichtet.

Wie man also sieht ist die Event- und Konzertfotografie eine eigene Sparte für sich selbst mit eigenen Anforderungen, eigenem Stil und Anforderungen. Viel Spaß.

 

Vinyl knistern in Adobe Audition

Genauso wie es bei der Fotobearbeitung die Möglichkeit gibt Ebenen basiert z.B. Analog Film Overlays über ein Bild zu legen um eine Stimmung im Vintage Stil zu erzeugen gibt es dieselbe Möglichkeit natürlich auch im Audio Bereich.

Wer z.B. seiner Musik ein Schallplattenspieler knistern und knacken mitgeben möchte kann dies in Adobe Audition sehr einfach erledigen. Hierzu kann man sich einfach das kostenlose Vinyl knistern und Rauschen Pack herunterladen, eine neue Audio Spur in die Multitrack Aufnahme einfügen und hier dann eines der Samples dort einfügen.

Natürlich kann man das Schallplattengeräusch auch wiederholen oder eines der anderen Sounds mit dazu nehmen. So bekommt man eine schöne warme Stimmung in der Aufnahme. Es empfiehlt sich ebenso diese und ähnliche Effekte nach dem Mixing „drüber“ zu legen bzw. dazu zu schalten. Bei anderen Audiobearbeitungstools sieht die Vorgehensweise ähnlich aus.

Aber hier genauso wie bei der Bildbearbeitung gilt diesen Effekt gezielt und nicht zu stark einzusetzen damit er nicht überladen wirkt oder das Stück überfrachtet.

Loupedeck CT – The Stand

// For english readers please use Translation Service like google Translate or any other. Thanks. //

Ich nutze das Loupedeck CT nun schon einige Wochen und bin immer mehr begeistert. Bereits ganz am Anfang wurden ja schon viele Presets für eine Menge Programme mitgeliefert, aber mittlerweile gibt es nicht nur einige zusätzliche Custom Profiles zum download sondern man kann sich nun auch selbst für eigene Programme entsprechende Profile basteln und das Loupedeck Tool wird immer weiter entwickelt.

Nun liegt das Loupedeck CT die meiste Zeit flach auf dem Tisch was für die meisten Arbeiten auch vollkommen Ok ist. Allerdings bin ich als Musiker diese leicht erhöhte Mischpultposition gewöhnt und gerade wenn ich mit Adobe Audition oder Audacity arbeite vermisste ich so ein wenig diesen Winkel. Ich hab das Loupedeck CT auch im Laptophalter im Magicarm eingeklemmt genutzt, aber der Coolnessfaktor wollte sich da nicht so richtig einstellen.

Deshalb habe ich mir ein ca. 18mm starkes Buche Leimholz Brett aus dem Baumarkt für sagenhafte EUR 1,- aus der Restekiste geholt und es in die 5 im Bild folgenden Teile geschnitten um einen Loupedeck Stand draus zu bauen. Arbeitszeit: ca. 2-3h.

Wie man sehen kann ist für die beiden identischen Seitenteile lediglich ein Winkelschnitt notwendig. Mit einer Tischkreissäge geht dies perfekt, aber auch mit einer Stichsäge sollte dies funktionieren. Ich habe die Vorderkantenhöhe bewußt mit 4cm etwas höher belassen falls ich hier später z.B. passend zu anderen Geräten noch etwas einbauen möchte (USB Hub, Lichtregelung, etc.).

Auf dem nächsten Bild ist oben die obere Kante, die das Loupedeck CT vor dem herunterrutschen schützt zu sehen. Unten Links die vordere Blende die ich oben ursprünglich etwas angeschrägt habe da ich erst ohne die obere Kante arbeiten wollte. Dies hat aber nicht so gut gehalten weshal diese Kante einfach oben auf gesetzt wurde.

Das größere rechte Teil ist dann an der Hinterseite zur Stabilisierung angebracht.

Die nächsten Bilder zeigen dann das fertige Gestell für das Loupedck CT.

Wie hier bereits zu erkennen habe ich auch das original schwarze Kabel durch ein etwas farbigers ausgetauscht da ich doch öfters mal Geräte wechseln muß und man so schneller das richtige Kabel erwischt.

Ebenfalls habe ich den hinteren Abschluß nicht bis ganz nach oben gezogen. So ist das aufsetzen des Loupedeck CT einfach gehalten und man kann noch eine Kabelführung, Stifthalter, Beleuchtung oder sonstiges Zubehör anbringen.

Man kann auch an den recht dicken Wanduneg erkennen, das man das Loupeck CT auch IN den Rahmen einlassen könnte. Damit hätte man sich die vordere obere Kante gespart und der Abschluß hätte ggf. etwas aufgeräumter gewirkt. Zum einen hatte ich aber keinen entsprechenden Fräser um die ca. 7-8mm aus den beiden Seitenteile heraus zu fräsen, dann wäre es Fräsen in einem Winkel gewesen damit es wirklich ordentlich sitzt und es hätter NUR das Loupedeck CT gepasst. Mit der Kante kann ich auch ein Smartphone, Tablet oder kleines Notebook mit diesem schicken Holzständer verwenden.

Auch hätte man ein nur ca. 10mm starkes Brett nehmen können dann hätte das Loupedeck komplett auf der Kante aufgesessen. Das Reststück welches ich im Baumarkt für EUR 1,- bekommen hatte war aber eben so dick und die Kosten von einer neuen Platte ein Stück abschneiden zu lassen (Zusatzkosten Zuschnitt) wären den Aufwand nicht wert gewesen.

Wer jetzt noch seinen Schreibtisch oder Homestudio hiermit aufwertet wird sicher noch mehr Spaß mit seinem Loupedeck CT haben. Viel Spaß!

Script Arbeitsverzeichnis erstellen

Es ist eigentlich eine einfache Sache und oft immer wiederkehrend wenn man als Programmierer, Fotograf, Musiker, Produzent oder eben an Projekten sei es privat oder beruflich nach gewissen Strukturen arbeitet. Man hat auf dem Arbeitsverzeichnis immer einen entsprechenden Unterordner mit dem Namen des Projektes und darin eine für sich selbst angepasste Ordnerstruktur. Wenn man nun ein neues Projekt anfängt legt man sich einen neuen Unterordner an und DARIN soll dann immer nach demselben Schema die Ordnerstruktur entstehen. Das kann gerade zu Beginn recht nervig sein diese oft hohe Zahl an Unterordnern immer und immer wieder eingeben zu müssen. Meine Bekannte Heike hat dies mit Automator für den Mac automatisiert und ich hab mir daraufhin gedacht, das man das für Windows als ein kleines Batch Script machen kann.

Ist im Grunde genommen ja nicht viel, aber je nach Umfang kann das eingeben von 10 oder mehr Unterverzeichnissen per Hand schon Zeitraubend sein.

Das Script einfach in das entsprechende Arbeitsverzeichnis entpacken und per Kommandozeilenaufruf oder Doppelklick auf die Datei Script.cmd  ausführen. Danach gibt man seinen neuen Projektnamen an und das war’s.

Wenn man nun mit einem neuen Projekt anfängt einfach wieder das Script.cmd ausführen, neuen Namen angeben, fertig.

Das Script ist sehr einfach gehalten und kann natürlich nach den eigenen Bedürfnissen und der eigenen Verzeichnisstruktur angepasst werden. Hierzu eignet sich jeder Texteditor.

Link zum Script.cmd.

Videokonferenz Hintergrund Karten

Wer öfters an Videokonferenzen teilnimmt oder diese durchführt ist sicher schon auf das Problem gestoßen, das ja meist Eine Person redet, alle anderen hören zu. Wenn man dann aber z.B. etwas sagen möchte oder man den Vortragenden auf etwas aufmerksam machen möchte kann das u.U. schwer im Redefluss sein.
Hier gibt es entweder Karten zum hochhalten wie z.B. https://www.amazon.de/dp/B01MYBM520/
 
 
oder als fertige Karten bestellen wie z.B. bei https://videokonferenzkarten.de
 
Eine Option, die ich aber noch nicht weiter gesehen habe und die für den ein oder Anderen zum direkten Einsatz oder zur Weiterentwicklung dienen kann ist diese Karten, als Hintergrundbild einzubinden. Aus diesem Grund habe ich nach den unter CC-BY-SA 4.0 Lizenz stehenden Karten, die unter dem GMK Link oben zu finden sind, entsprechende Hintergründe erstellt.
 
 
Wenn man jetzt während der Videokonferenz öfters die Hintergrund-Karten Grafiken ändern möchte dann geht das ggf. direkt über die entsprechend verwendete Software oder über das Tool OBS. Hier kann man dann einfach verschiedene Szenen mit den entsprechenden Hintergründen anlegen. Über das OBS Plugin virtual Cam kann dann OBS wiederum als Webcam angesteuert werden und ist in der verwendeten Videokonferenz Software sei es Skype, Zoom, Teams oder was anderes als Videoquelle auszuwählen. OBS bietet dann die Möglichkeit die zuvor angelegten Szenen per Tastaturkombination oder per extra Geräten, die ggf. der ein oder andere Gamer oder youtuber eh hat wie z.B. Elgato Streamdeck oder Loupdeck CT, umzuschalten. Wenn jemand eine elegantere Möglichkeit kennt während der Videokonferenz schnell den Hintergrund zu wechseln oder entsprechende Bilder einzublenden kann ja gerne mal Bescheid sagen.
 

Adobe Capture Desktop

Wer mich kennt weiß, das ich absoluter Fan von Adobe Capture bin. Egal ob es darum geht Farbpaletten aus Filmen oder Prospekten zu erstellen oder selbst erstellte Brushes damit zu erhalten. Das Tool ist für Kreative einfach in meinen Augen ein MUß.

Nun konnte man schon eine Zeit lang über die Libarys in Adobe Photoshop oder anderen Tools wie z.B. Adobe Illustrator auf diese Assets zugreifen, aber so richtig integriert war es (noch) nicht. Das ist nun vorbei. Adobe hat das Tool nun endlich für Desktop-Programme bzw. konkret Photoshop freigegeben. Man kann die Erweiterung aktivieren und hat dann Zugriff auf die Farbpaletten, Verläufe, Formen und Muster. Weitere Infos kann man wie immer im Adobe Blog nachlesen. Hier wird auch erklärt wie das Tool in der Praxis am besten benutzt wird. Viel Spaß.

Nachtrag zum Fotojahresplaner

Es gibt ja einige Methoden sich das Jahr hindurch Fotografisch interessant zu halten. Man kann sich ein 365 Tage Projekt vornehmen und JEDEN Tag ein Foto machen und veröffentlichen. Man kann sich dem OCOLOY Projekt stellen, Es gibt Fotoaufgaben Kartensets wie The Bigger Picture oder Inspiracles und man kann sich natürlich einen eigenen Plan machen. Das kann entweder per extra Buch geschehen oder man führt einfach einen elektronischen Kalender mit wöchentlichen Aufgaben bei sich im Smartphone bzw. Computer. Somit hat man in diesem Fall die Aufgabe bzw. Erinnerung immer bei sich und immer im Blick, kann sich kurze Notizen machen oder mit Tools wie Joplin, Evernote oder OneNote die entsprechenden Notizen und Bilder gleich verknüpfen um diese später weiter verarbeiten zu können und das Ganze besser organisieren zu können.

Ich habe hier einmal einen solchen (google)Kalender mit entsprechenden Aufgaben für ein Jahr erstellt. Diese Aufgaben kann man natürlich nach belieben abändern und seinen Bedürfnissen anpassen. Ich habe versucht auch Saisonelle Ereignisse wie Ostern oder Halloween zu beachten und auch ein wenig die Wetter bedingten Gegebenheiten. Diesen Kalender kann man sich also herunterladen und im google Kalender oder Outlook importieren und danach eben nach Bedarf anpassen oder einfach so verwenden. Viel Spaß

Der Kalender kann dann entweder zusammen mit dem Foto-Planer oder einem anderen Tool verknüpft bzw. zusammen verwendet werden. Ganz nach belieben. Somit ist solch ein Kalender sehr flexibel anpassbar und einsetzbar.