ein halbes Jahrhundert

Ich glaube wenn man gerade ein halbes Jahrhundert jung geworden ist wird es Zeit die bisher gesammelten Weisheiten an das Jungvolk zu verbreiten. Ja, Ihr da draußen seid gemeint! Leider ist es in den letzten Jahren irgendwie ausser Mode gekommen auf Weise Menschen zu hören und Ihr Wissen umzusetzen und weiter zu geben, aber ich hab irgendwie noch nicht die Hoffnung aufgegeben. Deshalb hier mal einiges für die Nachwelt.

Apropos Mode … Sobald Ihr auf die Straße geht überlegt euch GENAU was Ihr anzieht. Jungs und Mädels aus er Sturm und Drang Zeit lasst euch gesagt sein Ihr ärgert euch mehr als das es den Lacher wert ist wenn Ihr meint das schicke ausgefallene Outfit was gerade sooooo arg angesagt ist an zu ziehen. Sobald Ihr vor die Tür geht lauft Ihr ja IMMER potentiell Gefahr, das ein Bild von euch im Internet landet UND DA BLEIBT ES AUCH! Irgendein Algorithmus wird euch dann nach 20-30 Jahren verfolgen und diese Jugendsünde wieder ausgraben und euch wird diese Schreckenstat vorgehalten und Ihr werdet euch in grund und Boden schämen (sofern Ihr noch einen halbwegs brauchbaren IQ habt … wer jetzt IQ mit einem SocialNetwork oder Energieriegel in Verbindung bringen will … Ihr seid dann raus). Ihr werden dann eh zum Gespött einer ganzen Generation und jeder wird mit dem Finger auf euch zeigen „Boah, so schei**** ist man früher echt rumgelaufen?! krass“.

Mode war bei den Kids vor 20-30 Jahren eh noch VIEL stärker angesagt und gehörte zur Lebenseinstellung der Teenager als Heute. Dennoch hätte man sich auch damals denken können, das Schulterpolster in Bomberjackenartigen Blousons aus Seide für Männer irgendwann mal aus der Mode kommt und dazu noch überaus dämlich aussieht.

Und Ja, auch ich hatte solche Verwirrungen sogar mit eng anliegenden schwarzweiß gestreiften Leggings und blonden Strähnen. ABER zu früheren Zeiten gabs noch keine digitalen Fotoapparate geschweige denn Handys und so kleben diese Bilder lediglich in den Gehirnen meiner Eltern und der Klassenkameraden.

Sehr interessant ist auch die Entwicklung in der Popkultur. Während Musik viel weichgespühlter geworden ist, kaum innovation bei Sounds, weniger echte Musiker und mehr „ich klicke mir Beats zusammen“ am Computer.

Bei Fernsehserien gabs früher innerhalb von 45 Minuten eine abgeschlossene Geschichte innerhalb eines Geschichtenstrangs. Heute tut sich innerhalb einer Folge einer Serie eigentlich recht wenig, es gibt mehr Dialoge, weniger Szenenwechsel und am Ende weiß man eigentlich nicht was passiert und wie es in der nächten Folge weiter geht.

Früher gab es viele Fernsehshows für die ganze Familie. Man saß mehr miteinander zusammen und schaute sich die Shows an. In den Shows wurde mehr miteinander gelacht anstatt übereinander. Seit den Anfängen von BigBrother und Co. geht es in den Shows aber eher darum sich gegenseitig fertig zu machen. Selbst in irgendwelchen Gameshows bei denen Gruppen gebildet werden ist eigentlich die Frage wer den anderen aus der Gruppe ausgrenzt, damit man sich darüber das M*** zerreißt.

Man hat das Ende des kalten Krieges, Mauerfall, Fremdenhass, Pandemie und gestreifte Leggings sowie blonde Strähnen im Haar mitgemacht. Rauchen gehörte zum guten Ton, Benzin hat noch eine Mark und später lange Zeit um EUR 1,20 gekostet. Zigaretten haben am Automaten DM 4,- gekostet und wenn man am Kiosk welche gekauft hat dann wurde man nicht nach einem Ausweis oder so gefragt. Plastiktüte beim Einkauf kostenlos dazu war selbstverständlich und bunte Plastik Strohhälme in der Cola beim Kindergeburtstag ein Muß. Ich bin noch in die USA gereist ohne von oben bis unten überprüft worden zu sein und 1990 hab ich mir ein Stück der Berliner Mauer selbst mit einem Zimmermannshammer, den ich mir von einem an der Mauer arbeitenden Bauarbeiter geliehen habe abgeklopft. Ich hing an einem Bungie Seil und wurde von einem Brückenkopf in einer Bergwachtstrage abgeseilt, habe Nachts besoffen auf dem Friedhof übernachtet und bin danach pünktlich in der Schule erschienen. Ich bin froh in der Schule Gitarre spielen gelernt zu haben, als Radiomoderator, Sanitäter, Musiker und Fotograf unterwegs sein zu dürfen und im Elektrotechnik Studium meine eigenen Gitarrenverstärker berechnen gelernt zu haben. Danke hier an meine Eltern, die mir das ermöglicht haben, meinem Vater, der mir neben vielem Anderen auch das löten und Handwerken beigebracht hat.

So, und nun bin ich gespannt auf die nächsten 50 Jahre.

Linkdump KW23 2022

Hier mal wieder ein paar interessante Links zum Durchschauen.

808 und TR303 Beatmaking:
https://808303.studio/
https://roland50.studio

TR808 Drum Machine Patterns
https://www.google.de/search?q=tr+808+pattern+sheet&source=hp&iflsig=AINFCbYAAAAAYH985lrZMMR7C4AERWc_EDAbwx2I5MvO&oq=TR808+patter&sclient=gws-wiz

 

Planet Rock:
https://www.youtube.com/watch?v=_rlUQsC8ECk
dazugehöriger Pattern:
https://www.pinterest.de/pin/531143349780660368/

Reuters Zertifikat digitaler Journalismus

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben den Reuters Schulungskurs „Einführung in den digitalen Journalismus“ abgeschlossen.

So begrüßte mich eben das Letzte Fenster des selbstfahrenden Kurses mit Multiple Choice Zwischenprüfungen. Es ersetzt sicher keine komplette journalistische Ausbildung und es enthält auch nicht wirklich viel tiefergehende Journalistische Grundlagen (Grundlagen schon, aber eben nur GANZ Grundlegende Dinge), aber es ist vielleicht der Weg in die richtige Richtung vom etwas angestaubten Berufsbild hin zum Online-Journalist.

Ich persönlich zähle mich ja zu den freien Journalisten oder Freelancern wie man oft auch sagt. Hier muß man sich ja selbst die Grundlagen, Informationen und Hintergründe des Berufes aneignen. Das führt oft selbst wenn man eben an den Journalstischen Grundsätzen, Presserecht, Verschwiegenheitserklärungen, etc. festhält und sich eben an den Codex hält trotzdem schwer sich neben den fest angestellten Kollegen behaupten zu müssen. Es ist IMMER ein Kampf obwohl es keiner sein müsste. Es gibt mehr als genügend Platz im Journalismus, das auch seriös arbeitende Freie Journalisten, die nicht fest angestellt bei irgendeiner Agentur, Zeitschrift oder Sender sind eben etwas zu den tagtäglichen Nachrichten Beitragen können.

Der ein oder andere etwas erfahrenere „Kollege“ wird jetzt hier natürlich die Nase rümpfen und sich seinen eigenen Teil denken. Aber jedes „Zertifikat“ das mir ein klein wenig hilft auszudrücken, das ich nach den journalistischen Regeln arbeite aber eben NICHT fest angestellt bin, da ich dies aus Passion und Lust am Fotojournalismus, hilft mir das ich mich nicht jedesmal neu erklären muß.

 

 

 

 

Ich freue mich zumindest diesen kleinen Teil jetzt abgeschlossen zu haben und wieder einen zumindest kleinen Teil „nachweisen“ zu können.

Online-Workshop Bildbearbeitung Landschaftsfotos

Ich habe ja bereits schon über unseren monatlich stattfindenden Online-Fotostammtisch geschrieben. In diesem Monat ist das Thema

Bildbearbeitung von Landschaftsfotos

Zusammen mit zwei anderen Kollegen geht es darum Grundsätzliche Bearbeitungen von Landschaftsbildern in Programmunabhängig auf zu zeigen. Es wird an mehreren Fotos also Beispielhaft in gängigen Programmen wie z.B. Adobe Lightroom, Photoshop und anderen Programmen wie z.B. ACDSEE und Anderen Techniken der Bildverbesserung und Retusche praktisch gezeigt. Hier kann und soll man natürlich aktiv mitarbeiten. Wer also eigene Bilder hat die er gerne Bearbeiten möchte und hierzu Live einige Tipps erhalten möchte kann diese gerne zeigen und wir schauen und das dann Gemeinsam an.

Geplant ist der Online-Workshop für Donnerstag, den 19. Mai 2022 um 19:00Uhr (weitere Details stehen in
diesem Blogbeitrag HIER). Zur Eintragung in den entsprechenden Facebook Kalender gehts HIER lang.

direkter Link zum Event: https://meet.google.com/xbo-enpk-agz

Ebenso gibt es noch eine entsprechende Facebookgruppe. Auch hier können vorher aber auch nach dem Workshop Bilder gezeigt werden und sich dazu entsprechende Meinungen, Tipps und Ideen geholt werden. Und natürlich freuen wir uns auf rege Teilnahme, Fragen, Anregungen und auch Vorschläge für zukünftige Online und auch Offline Veranstaltungen die man zusammen machen kann.

 

Der Creative Jam – Capture the Flag Edition

Ein Creative Jam ist ein einzigartiges Kreativ-Event bei dem man sich in einem Wettbewerb fantasievoll miteinander messen kann. Diese Creative Jams finden meist auf Messen oder anderen Veranstaltungen statt da man dies gut mit Vorträgen und anderen Aktivitäten in dem Bereich kombinieren kann. Hierbei treten mehrere Teams gegeneinander an und haben innerhalb einer gewissen Zeit (meist ca. 3-4 Stunden) Zeit ein Thema mithilfe vorgegebener Parameter durch zu führen und am Ende vor einer Jury zu präsentieren. Der Gewinner wird dann durch Abstimmung ermittelt und das Anwesende Publikum macht oft auch mit.

Beim vergangenen Adobe CreativeMeetup im November 2017 war das Thema z.B. „Ich träume meine Gemälde und male meine Träume“ und wurde von 5 völlig unterschiedlichen Teams im Bereich Konzeption, Video und Fotografie/Composing umgesetzt.

Quelle: Adobe CreativeJam November 2017 – Team Layerzlayer: Andreas PreisDennis Schuster aka DXTR the WeirdRafael Alvarez

Das Ganze lässt sich jetzt natürlich auch auf fast alle kreativen Bereiche vom malen, zeichnen, texten, singen, moderieren, fotografieren, komponieren, musizieren, designen, etc. anwenden.

Die „Regeln“

  • Es bilden sich mehrere Teams aus jeweils ca. 3-5 Leuten. Entweder nach gleichen Interessen oder nach dem Losverfahren werden diese zusammengestellt.
  • Es wird ein vorgegebenes Thema innerhalb einer festgelegten Zeit (ca. 3-4h) selbstständig kreativ ein Werk gemeinsam erarbeitet. Wichtig ist, das hierzu die Adobe Creative Cloud Apps verwendet werden.
  • Am Ende wird das Werk welches eine Collage aus Bildern (z.B. aus Adobe Stock), ein Video, eine Zeichnung oder ein sonstiges kreatives Werk sein kann vor dem anwesenden Publikum und der Jury präsentiert.
  • Die Jury entscheidet sich nach kurzer Beratung für einen Sieger und auch das Publikum ermittelt hier einen Publikumssieger.

Weitere Infos auch auf der Adobe Creative Jams Website. #Adobe #CreativeMeetup #CreativeJam

Auf der Behance Creative Jams Seite kann man sich dazu noch weitere Inspiration holen.

#CreativeJam – Capture The Flag Edition (CtF)

Wie sieht das Ganze nun im Internet aus. Hier habe ich die CtF Edition erarbeitet:

Quelle: University-of-Oregon-Creative-Jam – Team Poster Children: Travis Kim & Mary Vertulfo

Es bilden sich mehrere Teams (ca. 3-5 ist hier ein guter Wert, genauso wie oben bereits beschrieben). Alternativ kann man natürlich auch einzeln antreten.

Aus ca. 5-10 vorgegebenen Bildern (oder Texten/Textstellen/Zitate, etc. oder Sounds oder Beispiele aus anderen Bereichen) wird zu einem Thema (siehe obiges Beispiel mit einem Zitat von Vincent Van Gogh) gemeinsam ein entsprechendes Composing erstellt. Die Vorlagen kommen herbei aus EINER gemeinsamen Quelle wie z.B. Adobe Stock, Fotolia oder einer anderen Bilddatenbank wie z.B. Flickr oder ähnliches. Idealerweise falls keine Stock Fotos verwendet werden ist auf die entsprechende Lizensierung (idealerweise CC-Lizensiert) zu achten. Bei flicker oder der google Bildersuche kann man dies angeben das nur solche Fotos verwendet werden.

Pro Werk sind mindestens 2 der vorgegebenen Bilder zu verwenden.

Die Bilder werden auf einer gemeinsamen Plattform wie Behance, flickr, Discord, einer Facebook Gruppe oder einer sonstigen Plattform hochgeladen mit dem Hinweis welches das primär verwendete Bild sein soll (das ist ab jetzt wichtig). Wichtig ist hierbei auch, das nachvollziehbar ist wann GENAU das Bild hochgeladen wurde. Das kann durch den entsprechenden Zeitstempel erfolgen der mit dem Posting veröffentlicht wurde, das kann durch eine Mail an „die Jury“ geschehen in der die Primärbilder mitgeteilt werden.

Jedes Team kann / wird also mehrere Werke erstellen. Wenn ein fertiges Bild aber hochgeladen ist mit einem bestimmten der 5-10 Primärbilder ist diesesverbrannt“ sprich kein anderes Team kann hiernach weitere Werke mit demselben Bild darin hochladen bzw. Punkte dafür bekommen. Wenn in dem Bild 2 der 5 Bilder verwendet worden sind gibt es 2 Punkte, bei 3 Bildern 3, usw.

Ein fertiges Composing wäre z.B. wenn eben mindestens 2 der Primärbilder entsprechend freigestellt und in einen Hintergrund zusammen mit mehreren „Sekundärbildern“ (geben keine Punkte, dienen aber dazu das Gesamtthema besser dar zu stellen) verwendet wurden. Die Jury vergibt dann entsprechend die Punkte. Bei Musik und Video würde es analog zu den Kriterien aussehen.

Jedes Team hat also die Chance 1 bis 5 „Flags“ zu bekommen.

Gewinner ist wer am Ende die meisten Punkte hat.

Hinweis: Hier kommt es also darauf an zum einen die richtige Bildauswahl zu treffen und möglichst schnell zu arbeiten und zum anderen ggf. sogar an mehreren Werken gleichzeitig zu arbeiten, das man im Falle eines Falles nicht alle Energie in ein Werk gesteckt hat, ein anderes Team schneller war und man dann komplett von vorne anfangen muß. Hier kommt es also auf Kreativität und Strategie an.

Wer mit wem und wie zusammen arbeitet ist hierbei jedem Team selbst überlassen.

Beispiel:

Es gibt 3 Teams mit je 5 Teammitgliedern. Das Thema ist „blaue Stunde“ und es sind die Bilder

  1. Ente
  2. Tür
  3. Apfel
  4. Fahrrad
  5. Wasser

zu verwenden. Man einigt sich darauf diese über die google Imagesuche zusammen zu suchen (ich habe hier zur direkten Veranschaulichung entsprechende Adobe Stock Bilder aus dem kostenlosen Bereich verlinkt).

Team 1 weist jedem Einzelnen ein Bild als Primärbild zu, jeder erstellt ein Grundkomposing. Nach 1h gehen alle die Bilder gemeinsam durch, die Sekundärbilder werden eingebaut und man entscheidet welches hochgeladen werden soll und wo noch nachgearbeitet werden soll. Jedes Werk enthält 2 Bilder.

Team 2 weist 3 Mitgliedern je ein Primärbild zu und lässt parallel von einem anderen Mitglied die weiteren Bilder recherchieren und das 5. Mitglied steht auf StandBy um die Korrekturen zu erledigen, die sekundären Bilder mit ein zu bauen und das hochladen zügig zu übernehmen. Es kommen je Werk ca. 2-4 Bilder zum Einsatz

Team 3 versucht jeweils möglichst viele Bilder je Werk ein zu bauen und verwendet je 3-5 Bilder. Jeder bekommt ein Primärbild zugewiesen und kann dann soviele weitere Bilder dazunehmen wie er mag.

Man erkennt an den Beispielen die Vor- und Nachteile ganz gut. Team 2 arbeitet sehr effizient und wird recht wenig Arbeit mit den einzelnen Werken haben und relativ schnell die ersten Werke hochladen können. Nachteil ist, das recht wenig Punkte pro Einzelwerk erzielt werden können.

Team 2 arbeitet noch effizienter, braucht aber durch das Fertigstellen ggf. etwas mehr Zeit, hat aber auch eine höhere Punkteausbeute pro Werk

Team 3 arbeitet zwar eher ineffizient gegenüber den anderen beiden Teams hat aber ggf. die höchste Punkteausbeute pro Werk.

Man sieht in diesem Beispiel ganz gut wie interessant es werden kann im Team zu arbeiten, effizient die Kreativität um zu setzen und den strategischen und Spielerischen Sieg einzufahren.

Wer ein solches #CreativeJam veranstaltet kann dies auch gerne über entsprechende Gruppen verbreiten, bei der Creative Usergroup Saar bei Facebook vorbeischauen oder mir eine Nachricht zukommen lassen. Würde mich freuen von euch zu hören.

Natürlich veranstaltet Adobe selbst auch immer wieder diese Creative Jams. Einfach auf dem Blog, der Facebookseite oder auf youtube vorbeischauen.

 

Linkdump KW 17 2022

Ich habe für diese Woche mal wieder einige interessante Links zusammen gesammelt.

Tipp: Wenn man https://henrikheigl.de/category/linkdump/ eingibt bekommt man ALLE Linkdumps dieser Website aufgerlistet. Viel Spaß.

Textfiles: http://textfiles.com/directory.html
Hier gibts dann den Oldie, but Goldie B.O.F.H. http://www.textfiles.com/humor/COMPUTER/BOFH/

Die Tools der Hacker: https://www.golem.de/news/it-sicherheit-die-lieblingstools-der-hacker-2103-155073.html (incl. Voip, etc.)

schöne Hintergrundmusik https://www.lofi.cafe/

Workshop Bildkritik und Bildaufbau

Ich habe ja bereits schon über unseren monatlich stattfindenden Online-Fotostammtisch geschrieben. In diesem Monat ist das Thema

Bildaufbau und Fotokritik – aber richtig!

Dabei soll es in dem Workshop darum gehen richtig begutachtet, bewertet und daraus dann eine entsprechende Bildkritik für sich oder Andere ableitet. Hier soll es darum gehen gemeinsam zu schauen, was ein Bild „gut“ macht und wie man eben gezielt erkennen kann, wo es noch Möglichkeiten der Verbesserung gibt. Damit soll jeder in der Lage sein seine eigenen Fotos egal, ob das nun Urlaubs Schnappschüsse oder Fotos vom letzten Fotoshooting ebenso wie die typischen Fragen in Foren und Social-Media Plattformen der Art „hier mal mein erster Versuch. Was kann ich besser machen?“ mit fundierten Antworten zu versehen als bloß „is Kacke“ oder „geil“. DAS hilft nämlich kaum einem Fotografen oder einer Fotografin. Wie macht man das aber jetzt richtig?!

Wenn Du nun aber jemand bist, der nur für sich selbst Blumen, den eigenen Hund oder die Katze oder Produktfotos für Deinen ebay Shop im stillen Kämmerchen fotografierst wird dieser Online-Workshop Dir helfen besser zu werden. Das Ganze ist natürlich wie immer kostenlos, keinerlei Anmelderei, etc. notwendig. Einfach mitmachen und dazulernen!

Geplant ist der Online-Workshop für Donnerstag, den 21. April 2022 um 19:00Uhr (weitere Details stehen in
diesem Blogbeitrag HIER). Zur Eintragung in den entsprechenden Facebook Kalender gehts HIER lang.

Der Workshop ist hierbei in zwei Teile aufgeteilt: Am Anfang gibt es eine kurze Einführung mit Erklärungen und eben den Infos wie man das Ganze angehen kann, worauf man achten sollte, Tipps & Tricks, usw. Im zweiten (praktischen) Teil geht es dann natürlich darum das erlernte gleich zu üben und praktisch umzusetzen. Hierzu ist es gut wenn man eben Übungsmaterial hat. Deshalb die Bitte an jeden der teilnimmt und Lust hat entweder Thomas Fuhrmann oder mir so ca. 2-3 Bilder zukommen zu lassen. Das können Bilder sein, die Ihr gerade erst gemacht habt oder Bilder die Ihr schon länger auf der Festplatte habt. Das können unbearbeitete oder retuschierte, eigene Fotos sein. Hauptsache es gibt Fotos an denen man eine Bildbesprechung machen kann. Idealerweise bitte rechtzeitig vorher, das wir die Bilder noch in den Workshop einbauen können, aber auch Schnellentschlossene können die Bilder während des Workshops natürlich noch zeigen.

Man kann diese Bilder entweder direkt (wenn die Bilder zusammen weniger als 10MB sind) an hheigl at gmx Punkt net zumailen, direkte Links zu den Bildern wenn diese schon Online zu sehen sind zuschicken oder einen Dienst wie z.B. Wetransfer nutzen um Bilder mit mehr als 10MB Dateigröße uns zukommen zu lassen (E-Mail Adresse hierzu steht ja in diesem Absatz).

Ebenso gibt es noch eine entsprechende Facebookgruppe. Auch hier können vorher aber auch nach dem Workshop Bilder gezeigt werden und sich dazu entsprechende Meinungen, Tipps und Ideen geholt werden. Und natürlich freuen wir uns auf rege Teilnahme, Fragen, Anregungen und auch Vorschläge für zukünftige Online und auch Offline Veranstaltungen die man zusammen machen kann.

DIY InEar Monitoring Funkstrecke

Wer als Musiker, youtuber, Vlogger oder ähnliches unterwegs ist, stolpert früher oder später über das Stichwort Monitoring und dort gerade als Gitarrist, Bassist, Sänger, etc. über das Thema InEar Monitoring. Normalerweise sind solche Systeme wie z.B. Sennheiser EW IEM G4, Shure PSM 200 oder ähnliche schon bei größeren 3stelligen bis 4stelligen Beträgen. Für gelegentliche Aufnahmen oder Übungsessions unter Live Bedingungen ist das oft ein recht teurer Spaß. Das Ganze geht aber auch sehr viel günstiger. Zusätzlich kann man ein solches Setup hervorragend für Audio Funkstrecken für Videos oder ähnliches verwenden. Voraussetzungen sind ein PC (In meinem Fall ein Lenovo P14s Notebook; Mac und diverse Tablets habe ich nicht ausprobiert, aber die meisten Apps die ich vorstelle sollten auf allen Plattformen zu finden sein), den InEar Kopfhörer mit Mikrofon (natürlich geht es auch ohne dann ist das Setup natürlich etwas geringer und nicht ganz so umfangreich) und ein Smartphone mit Klinkenanschluss (entsprechende Abwandlungen für USB-C sind natürlich auch möglich). Dies ist als Proof-of-Konzept zu verstehen und kann natürlich noch an diversen Stellen flexibel angepasst werden.

InEar Monitoring – KZ EDX Pro (Kosten: ca. EUR 16,-)

Die InEar Monitoring Kopfhörer sind das Herz des Setups. Hier gibt es unter eben dem Stichwort viele Vorschläge von günstig bis teuer. Die KZ ZSN oder KZ EDX Pro in meinem Fall haben den Vorteil, das Sie mit guten Treibern, abnehmbaren Kabeln und austauschbaren Eartipps daherkommen. Das KZ ZSN hat gegenüber dem EDX einen etwas bessern Höhenbereich, aber ansonsten sind die beiden sich recht ähnlich. Anstatt eines solchen InEar Monitoring Kopfhörers kann man natürlich auch jeden beliebigen Kopfhörer an das Smartphone anschließen. Da es hier in diesem Fall primär um das Monitoring von/für Musiker geht habe ich mich eben für dieses InEar Monitoring System von KZ entschieden.

Das Mikrofon des KZ EDX Pro hat zwar keine Studio Qualität, allerdings ist der Klang bei diversen Testaufnahmen, die mab bei youtube in den Reviews finden kann bei weitem Besser als Standard Gaming Headsets und mit ein bisschen nachbessern bekommt man einen ähnlichen Sound wie bei einem mittelmäßigen Lavalier Mikrofon hin. Der Pegel ist auch im Mittleren Bereich. Dafür, das ein solches InEar Monitoring eben normalerweise nicht viel wert auf das Mikrofon im Kabel achtet bin ich zumindest mit dem Klang zufrieden.

Tipp: Man kann sich jetzt natürlich auch ein Setup mit einem Inear Kopfhörer und getrennt davon per Y-Kabel mit dem Smartphone verbundenen besseren Lavalier- oder Neck Mikrofon bauen. Hier ist das komplette Setup flexibel anpassbar.

Da diese InEar Monitoring Kopfhörer mit Klinkensteckern geliefert werden ist hier entweder ein Adapter notwendig oder ein entsprechendes Smartphone. Ich habe hier mein etwas älteres Huawei P Smart hergenommen. Wichtig ist hierbei eben nur, das ein Klinkenanschluß vorhanden ist oder man das Setup (z.B. beim iPhone) anpasst wenn man mehr als das interne Mikrofon und den externen Kopfhörer nutzen möchte.

Wenn also ein Android Smartphone bereits vorhanden ist wären die Anschaffungskosten eher gering zu einem entsprechenden entsprechenden Semipro Modell wie z.B.

  • Rode Wireless GO II Single (z.Zt. ca. 230,-)
  • Saramonic Funkmikrofon Set Blink 500 B1 (z.Zt. ca. 140,-)
  • SabineTek SmartMike + (z.Zt. ca. 150,-)

Wobei diese Systeme dann nur eine reine Mikrofon Funkstrecke OHNE „Kopfhörer Monitoring Anschluß“ bereitstellen. Bei dem hier vorgestellten Setup hat man beides.

Die Apps (kostenlos)

Man benötigt nun zwei Apps. Ich habe zumindest keine App gefunden bei der man den Hin und Rückkanal in einer App regeln kann. Wenn hier jemand eine App kennt bitte bei mir melden, danke. Wichtig ist hierbei immer, das man sich im selben WLAN Netz befindet. Man benötigt also zum einen Droidcam und zum anderen SoundWire (alternativen dazu wären noch WO MIC und Audio Relay). Beide Apps gibt es für Android und iPhone sowie als Windows Version. Beide erlauben den Aufbau einer Funkstrecke über WLAN um das Audio Signal in die eine und in die andere Richtung zu schicken.

Zuerst richten wir es so ein, das das Mikrofon vom Smartphone zum PC übertragen wird. Dazu wird auf beiden Geräten die App Droidcam installiert. Danach wird Droidcam gestartet und über WLAN verbunden (Bluetooth geht hier natürlich auch). Danach kann man in der Systemsteuerung als Eingabegerät „Droidcam“ auswählen und als Mikrofon verwenden. man kann hier natürlich auch das Bild der Smartphone Kamera mit zum PC übertragen um das z.B. in OBS als Kameraquelle auswählen zu können oder als Webcam Ersatz, aber darum soll es hier ja nicht gehen.

Wenn man jetzt das InEar Monitoring Headset an das Smartphone anschließt dann kann man hier bereits das Mikrofon des Headsets verwenden. Es kann also entweder aufgenommen werden in der DAW der Wahl, in Adobe Audition oder Audacity oder auch in OBS als Eingabegerät angegeben werden.

Tipp: Hier kann man natürlich auch ein Lavalier Mikrofon oder sonstiges Mikrofon anschließen und hat bereits eine Funkstrecke.

zum abhören

Um nun das was vom PC kommt bzw. hier aufgenommen wird auch wieder an dem am Smartphone angeschlossenen Kopfhörer bzw. dem InEar Monitoring zu hören benötigt man noch SoundWire als zweite App. Auch hier ist wieder die entsprechende Smartphone Komponente und die PC Komponente herunter zu laden und zu installieren. Nach dem Verbinden kann man hier wieder im „Input Select“ der App ausgewählt werden welches Signal an das Smartphone zurück übertragen werden soll.

Mit diesem Setup kann man als Musiker, youtuber oder Homeoffice Arbeiter eine ganze Menge rausholen.

Wer jetzt noch mit OBS und der entsprechenden Monitoring Plugin Funktion arbeitet hat hier dann natürlich noch viel mehr Möglichkeiten das Ganze anzupassen. Ebenso kann man dann natürlich auch die virtuelle Kamera von OBS verwenden um Bild und Ton (in diesem Fall eben von der hier gezeigten Funkstrecke) zu einem Zoom, Teams, Skype oder sonstigen Videotelefonat zu übertragen.

Es sei allerdings noch erwähnt, das es zwei kleine Negativpunkte gibt, die aber einfach zu beheben sind. Zum einen ist beim Smartphone WLAN UND Bluetooth im Dauereinsatz. Bei moderneren Geräten mit höherer Akku Kapazität kann man hier ggf. mehrere Stunden „Live“ gehen aber bei meinem Huawei Gerät ging der Akku doch schon bei weniger als 2h deutlich in die Knie. Das kann man wie gesagt mit einem Gerät mit höherer Akkuleistung, neuerem Bluetooth Chip oder einer Powerbank abfangen. Desweiteren kommt bei Soundwire nach ein paar Minuten eine kurze Durchsage, das es sich um die kostenlose Version handelt. Das ist nicht weiter schlimm, aber man darf sich da nicht erschrecken lassen.

Fazit:

Für weniger als 20,- bei vorhandenem Smartphone und PC eine Bidirektionale Funkstrecke für Mikrofon UND Sound Ausgabe kann man schonmal nachdenken. Ich habe hier auch keine störenden Latenzen wie bei Bluetooth feststellen können also sollte solch ein Aufbau mit etwas Optimierung durchaus brauchbare Homestudio Qualität bieten.

/Update 09.05.2022:
Es gibt wohl von der Rhode Funkstrecke eine Art China Version von Debra. Hier ist das eingebaute Mikrofon nicht sonderlich gut, das Ganze basiert auf Funk und nicht WLAN, aber für knapp 30,- könnte das fr den ein oder anderen eine Alternative sein.

Linkdump KW11

Ich habe für diese Woche mal wieder einige interessante Links zusammen gesammelt.

Tipp: Wenn man https://henrikheigl.de/category/linkdump/ eingibt bekommt man ALLE Linkdumps dieser Website aufgerlistet. Viel Spaß.

Bandcamp music für Nerds und Hackers: https://legowelt.bandcamp.com/album/shadow-wolf-cyberzine-cover-tape-1

Über 5000 Musikgenres mit Hörbeispielen: https://everynoise.com/

Curl ist schon über 23 Jahre alt geworden – https://daniel.haxx.se/blog/2021/03/20/curl-is-23-years-old-today/

GTD – Wie man ein Tickler File schnell erstellt und seine Arbeit besser organisiert

Wer mich kennt weiß, das ich so ein kleiner GTD und Living in ONE Textfile Fan bin. Nun bin ich gerade Dabei, meine Arbeit im Gesamten etwas besser zu strukturieren. Gerade wenn man mehrere Dinge parallel macht ist es wichtig, dass man gut strukturiert ist. Von Vorteil ist dabei das 43 Ordner Prinzip welches man gut mit Evernote oder Joplin anwenden kann. Neudeutsch wird das auch gerne als Tickler System bezeichnet.

Wie geht so ein Tickler Ordner vom Prinzip her?

Nun, man kann sich das Ganze in Papierform mit normalen Büroordnern oder einer Mappe für Unterwegs basteln oder digital – das Prinzip ist immer dasselbe.

Um ein solches Tickler System zu erstellen benötigt man 43 Ordner (Ja, 43):

  • 31 Ordner für jeden Tag im Monat
  • 12 Ordner für jeden Monat im Jahr

Man kann sich die Tage des Monats auf entsprechende Zwischenablageblätter schreiben oder farbig markieren. Hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Die Ordner kann man wie gesagt frei ins Regal stellen um dann pro Monat einen Ordner auf dem (Arbeits)Tisch zu haben oder man hat eine entsprechende Mappe dabei. Im gut sortierten Schreibwarenladen gibt es auch schon vorgefertigte Ziehharmonikamappen und Ordnerunterteilungssysteme.

Wie erstelle ich mir nun solch ein Tickler in Evernote oder Joplin?

Das Prinzip ist hier genauso.

1.) Notizbuch erstellen

Als erstes erstellt man sich die 12 Monats-Ordner einzeln. Hierbei ist es ratsam die Ordner-Namen nicht mit „1 Januar … 2 Februar…“ durchzunumierieren sondern mit „01 Januar … 02 Februar…“ weil ansonsten bei der Sortierung später Probleme entstehen können.

2.) Notizbuch als Stapel zusammenschieben.

Nun einfach den „02 Februar“ auf den „01 Januar“ schieben und somit einen Notizbuchstapel erzeugen. Danach alle anderen Monate in den Stapel schieben.

3.) Notizen erzeugen

Nachdem die Monate alle gestapelt sind im Monat Januar 31 einzelne Notizen erstellen und diese mit „01, 02, 03 ….31 “ durchnummerieren. Danach kann man in den Notizoptionen (alle Notizen gleichzeitig markiert) die Sortier Reihenfolge noch Aufsteigend bzw. Absteigend anpassen

4.) Notizen kopieren

nachdem für einen Monat die 31 leeren Notizzettel erstellt wurden können diese in die anderen Monate kopiert werden.

5.) Favorit erstellen

Nun kann man einen Favorit des aktuellen Monats erstellen.

Somit kann man schnell auf die aktuellen Tasks des aktuellen Monats zugreifen und diese abarbeiten.

Ebenso nützlich kann hier auch ein Hipster PDA sein.