Review Smart Home mit open HAB2

-Werbung- Ich wollte mein Zuhause etwas smarter gestalten und Dinge wie Rolladen, Heizungstemperatur, Licht, etc. automatisiert steuern. Hierzu gibt es ja eine Menge Smarthome Lösungen die eines gemeinsam haben und von einer zentralen Schnittstelle aus gesteuern werden müssen. Hier setzt openHab 2 an, welches als Dach über all den einzelnen Modulen sitzt und sehr individuell gestaltet werrden kann. Das Buch „Smart Home mit open HAB2 der Autorin Marianne Spiller setzt genau hier an und erklärt die Installation der frei verfügbaren Software und wie man anhand eines Demohauses verschiedene Komponenten einbindet. Das Buch ist hierbei in die 3 Teile Grundlagen, Einsatz von openHAB 2 im Demohaus und weitere Konzepte und Theorie unterteilt. Im ersten Teil bekommt man schoneinmal einen guten Überblick wie man openHAB 2 auf einem Raspberry Pi, einem Synology NAS System oder einem eignenen Computer unter Windows istalliert um danach die entsprechenden Konfigurationen und Koppelungen mit den einzelnen Modulen zu erstellen.
Im zweiten Teil geht es dann um die Integration von z.B. Phillips Hue Lampensteuerungen, Sensoren und Aktoren z.B. zur Rolladensteuerung, Multimediaintegration zum automatischen Film- und/oder Musikwiedergeben via Kodi, Szenenerstellungen mit Apple HomeKit incl. Sprachsteuerung über Siri und vieles mehr.
Hier wird einem relativ einfach die Angst vor allzu kompliziertem konfigurieren genommen da vieles über ein einfaches Webinterface erklärt wird.
Im letzten Teil welches fast die Hälfte des Buches ausmacht geht es dann ins Detail und die Konfiguration von Items, Actions, Services, Graphen erstellen, Regelwerken, openHAB 2 API und dem Support über die entsprechende Community. Hier ist es dann wirklich eher sehr Techniklastik. Das Buch beschränkt sich bis auf die angesprochenen Beispiele der namenhaften Hersteller auf den reinen Softwarepart. Wer andere Geräte ins Smarthome einbinden will wird dies können, aber es werden hier nicht alle möglichen Konfigurationen aufgeführt da sich auch der Markt sehr rasant und ständig ändern. Aber auch hier gibt es neben bekannten Marken auch diverse Standards bei denen man ggf. etwas mehr z.B. auf WLAN Funktsteckdosen aus dem Baumarkt oder entsprechende Lampen, die man in bestehende Fassungen schrauben kann hätte eingehen können.

Mir hat das Buch trotz der entsprechenden textlastigkeit Spaß gemacht und das einrichten auf dem Raspi ging hiermit leicht von der Hand. Wer sich also kein Gerät von amazon oder google ins haus stellen möchte und die Kontrolle über sein Smarthome behalten möchte ist hier genau richtig.

Review manche Fehler muß man selber machen

-Werbung- Das Buch des Fotografen Patrick Ludolph „manche Fehler muss man selber machen“ aus dem dpunkt Verlag kommt mit dem Untertitel „oder wie ich Menschen fotografiere“ daher. Es beschreibt auf rund 240 Seiten Die Gedanken des Autors zu Themen rund um seine Art der Fotografie. Das Inhaltsverzeichnis ist ersteinmal etwas verwirrend, weil hier nur 134 Seiten davon aufgeführt sind. Der komplette 2. Teil „Meine Bilder und Ihre Entstehung“ tauchen hier nicht auf.
Zuersteinmal fällt auf, das das Buch nicht lackiert ist sondern auf normalem Papier bzw. Pappe. Hier sollte man ggf. gerade beim Transport oder Lagerung aufpassen, denn Kaffeeflecken lassen sich hier nicht wieder abwischen und ziehen gleich ins Papier ein!
Ich hatte das Buch z.B. in der Tasche und ein paar Flyer im Buch deren Farbe sich ins Buch reingerieben hat was nicht sehr schön ist!
Der guten Qualität des Druckes und der Farben ansich tut dies aber keinerlei Abbruch.
Der erste Teil ist hierbei in die verwendete Technik, Licht, Bildgestaltung, Kreativität, Umgang mit Menschen, Retusche, Locations, Posing, Schwarz-weiss, Bildauswahl, FAQ und über mich (also den Autor) aufgeteilt. Hier bekommt man also einen sehr guten Eindruck in die Arbeitsweise und den Stil des Fotografen Patrick Ludolph. Das Buch ist hierbei nicht als Lehrbuch im eigentlichen Sinne zu verstehen. Vielmehr als eine spielerische Art sich mit dem Thema Fotografie und wie Patrick Ludolph Sie versteht. Die hierbei entstandenen Bilder zeigen immer recht gut worum es Ihm gerade geht. Neben der Technik geht es in dem Buch auch um die persönliche Note also wie man mit dem Model umgeht, wie man das richtige Posing zusammen erarbeitet, etc.
Jedes Bild egal ob im ersten oder zweiten Teil des Buches enthält kurz die entsprechend verwendete Brennweite, Belichtungszeit, Blende und ISO Wert Angaben.

Was mir nicht so ganz gefallen hat ist an manchen Stellen die Art „Der Fotograf SOLL, der Fotograf MUSS…“ wobei dies eben nur die Ansicht eines Fotografen ist. Manch anderer macht dies nun mal eteas anders und das ist ebenso Ok. Auch kommen viele Punkte recht kurz auf nur einer Seite oder weniger dran. Viele Seiten sind garnicht mit Text oder Bild weiter ausgefüllt, es sind also viele freie Flächen, die hätten gefüllt werden können mit z.B. weiterführenden Links.
Auch Teile zur Retusche, Bildauswahl und Location sind mit wenigen Seiten abgehakt.
Im zweiten Teil werden dann insgesamt 48 Bilder und die dazugehörigen Entstehungsgeschichten erzählt. Hierbei sind die jeweiligen Texte eher unterhaltender Natur. Es wird manchmal weniger auf Aufbau, Retusche, Technik, etc. eingegangen als eher auf die Stimmung, wie es überhaupt dazu gekommen ist, usw.
Das Buch ist im gesammten wirklich sehr persönlich und man hat das gute Gefühl, das Patrick „Paddy“ Ludolph neben einem sitzt und einem nebenbei seine Bilder in einer Art Lagerfeuerromantik erzählt.
Für die kalten Tage oder als Geschenk für einen lieben Fotografen ist das Buch hervorragend geeignet. Wer allerdings ein etwas tiefergehendes Buch zum lernen sucht oder tiefergehende Einblicke in Bildgestaltung, etc. sucht wird hier nur sehr oberflächlich bedient.

Rezension Absolut Analog

-Werbung- Das Buch von Monika Andrae und Chris Marquardt „Absolut analog “ beschäftigt sich auf rund 285 Seiten mit der analogen Fotografie. Hier wird zuersteinmal sehr schön und anschaulich einige Grundlagen wie das Filmkorn, Schärfe, Filmtyp sowie Grundlagen der Kameratypen im Hinblick auch auf Belichtungsmöglichkeiten und zu verwendende Filme.
Dann geht es zur Verarbeitung im Fotolabor, die zu verwendenden Chemikalien und die Weiterverarbeitung mit dem Vergrößerer. Dazu kommen natürlich noch Weiterverarbeitungstipps wie z.B. wie man am besten scannt oder scannen läßt und wie man z.B. mit Passpartouts oder Rahmen Bildern noch mehr Ausdruck verleihen kann.
Hierbei dient für mich das Buch als Praxisbuch und Inspirationsbuch. Man lernt hier also im gesammten wie man selbst analoge Fotos macht, diese entwickelt, im Computer einscannt und dort dann auch weiter verarbeitet. Da der Punkt es ausbelichten auf Papier etwas aufwendiger ist und man am Ende meistens doch den entwickelten Film einscannt und digital bearbeitet ist dieser Punkt im Buch fast komplett ausgelassen worden. Der Leser wird allerdings mit diesem Buch viel Freude haben um mit einer analogen Kamera Bilder zu machen und diese bis zur digitalen Nachbearbeitung komplett selbst in der Hand zu haben.
Neben vielen Tipps und Tricks enthält das Buch auch im Anhang viele Bezugsquellen, die gerade bei diesem Hobby überaus hilfreich sein können wenn man nicht Tagelang suchen möchte.
Dem Fotofreund kann man dieses Buch also nur empfehlen und wer eine analoge Kamera im Keller gefunden hat wird damit viel Spaß haben.

Rezension Docker

-Werbung – Da ich viel in virtuellen Umgebungen arbeite wollte ich auch einige Programme bzw. Entwicklungsumgebungen und Schulungsumgebungen erstellen. Das Buch Docker – Das Praxisbuch für Entwickler und DevOps Teams kam mir da gerade recht. Bei Docker handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung um Software-Komponennten innerhalb von Containern ohne den Overhead einer kompletten virtuellen Maschine ausführen zu lassen. Nach Download des rund 500MB großen Paketes war die Installation mit Hilfe des Buches kein Problem und ab da kann man eigentlich alles Mithilfe des Buches durcharbeiten um danach seine eigenen Container zu erstellen. Das rund 426 Seiten starke Buch, welches von Bernd Öggl und dem sehr bekannten Autor Michael Kofler (diverse Linux Bücher) geschrieben wurde und aus dem Rheinwerk Verlag stammt, ist leicht verständlich und klassisch aufgebaut. Zu Anfangs wird nach einer kurzen Einführung die Docker Umgebung installiert und die Grundlagen und Docker-Images erklärt. Danach wird im Kapitel „Werkzeugkasten“ Webserver, Datenbanken, Programmiersprachen sowie Webapplikationen und CMS Systeme angerissen um dann im Praxiskapitel diverse Beispiele erstellt. Das Buch ist allerdings eher für bereits erfahrenere Programmierer im Umgang mit virtuellen Umgebungen gedacht. Auch Linux und der Umgang mit diversen Distributionen sollte man in den Grundzügen kennen. Es ist auch für Anfänger geeignet, allerdings wird man dann an der ein oder anderen Stelle einiges nachlesen müssen. Es handelt sich ja hierbei auch um ein Praxisbuch und kein Grundlagenbuch. Der große Vorteil des Buches ist die Praxisnähe. Es sind wirklich viele Beispiele im Buch enthalten und alle werden gut erklärt. Alle verwendeten Materialien stehen auch zum direkten Download oder per github bereit.
Für mich ist diese Buch eines der besten Docker-Praxisbücher und ich kann es nur jedem Entwickler empfehlen.

Review Streetfotografie

– Werbung – Das Buch Streetfotografie aus dem Rheinwerk Verlag zeigt auf über 300 Seiten Straßenfotografien vieler Fotografen. Zu jedem Bild gibt es eine vom Fotografen bzw. Autor gewählte Überschrift, einen erklärenden Text zur Entstehungsgeschichte oder Hintergründe bzw. Gedanken zu dem Bild und die technischen Angaben (Belichtungszeit, Blende, verwendete Kamera, etc.). Die Kapitel wurden versucht Thematisch aufzuteilen um eine gewisse Struktur zu erhalten. Hier geht es bei dem entscheidenden Moment los, dann etwas zum schmunzeln, ich sehe doppelt, Spiegelbilder, Geheimnisvolle Silhouetten, Flüchtige Bewegungen Geschichten, die das Leben schreibt, Die Geometrie der Straße, Was sehe ich hier, Weniger ist mehr, gut versteckt, wo Licht ist ist auch Schatten, sowie zu guter Letzt Alles so schön und bunt hier. Man merkt schon an den Überschriften, das die Aufteilung nicht wie in einem klassischen Lehrbuch nach Schwarzweiss, Farbe, Geometrie oder so ist sondern eher nach Gefühlen. Auch fühlt sich das Buch im gesamten eher wie ein Inspirationsbuch an, denn auch viele der erklärenden Texte gehen eher auf die Gefühlsebene des Künstlers zurück und wie man sich Gedanken gemacht hat um das entstandene Foto. Das Buchformat ist mit dem fast quadratischen und sehr großen Format gut zum anschauen geeignet.
Es wird eher wenig erklärt wie man sich technisch vorbereiten kann/sollte, welche Kamera man bräuchte oder wie die Bearbeitung ist. Es geht hier vielmehr um die reine Inspiration.
Zum Schluß gibt es noch ein paar Seiten, die den rechtlichen Aspekt in der Streetfotografie betrachten sowie einige Infos über die insgesamt 10 Fotografen. Ich bin bei dem Buch eher hin und hergerissen. Es sind wirklich viele Streetfotos zu denen man sich inspirieren lassen kann, aber auf der einen Seite fehlen mir entweder die eher technischen Hintergründe wie man solche Fotos macht oder wie dann wirklich die einzelnen Fotos zustande gekommen sind, wie man das angegangen ist oder so und zum anderen wäre mir für ein wirklich reines Inspirationsbuch zu viel Text und technische Infos aussenrum. Ich glaub letztendlich muß es jeder für sich entscheiden.
Wer ein Inspirationsbuch als Geschenk sucht ist hier denke ich genau richtig.

Rezension GIMP 2.10

– Werbung – Wenn es um Bildbearbeitung geht gibt es im Opensourcebereich als DAS Programm schlechthin eigentlich nur GIMP. Da man sich aber oft etwas schwer mit dem Einstieg tut ist mir das Buch „GIMP 2.10 Praxiswissen für Einsteiger“ von Winfried Seimert aus dem mitp Verlag über den Weg gelaufen und ich habe es mir einmal näher angeschaut.
Das Buch fängt hierbei ganz klassisch bei den ersten Schritten an und gibt einen kurzen Überblick über die ersten Schritte, die Benutzeroberfläche, Tastenkombinationen, Ansichten, Werkzeuge, Auswählen und Ebenen. Danach geht es zum bearbeiten von Bildern und wie man mit Raster, Lineal, Journal und diversen Korrekturen wie Transformationen, Linien, Farben, Auswahlen und Freistellen von Bildbereichen, etc. Arbeitet. Hiernach folgt ein umfangreicheres Kapitel zu Ebenen und wie man hiermit umgeht gefolgt von einem Kapitel zum Thema Belichtung, Farbabgleich, Sättigung, Schatten, Lichter, Gradiationskurven, etc. Nach dem Kapitel zu Filtern und weiteren Werkzeugen kommt zum Schluß noch das Thema Farbmanagement, Plugins und Animationen dran. Obwohl das Buch nur knapp 316 Seiten umfasst ist es doch voll gespickt mit Wissen welches sehr gut und auch für den Laien sehr verständlich erklärt ist. Es gibt viele Hinweise und Tipps im Text selbst und alle Bilder sind in Farbe was das navigieren sehr erleichtert. Mir persönlich hat hier sehr gut gefallen, das der Autor eine Balance zwischen dem erklären der Grundlagen und der Praxisorientieren Umsetzung im Programm gefunden hat. Man lernt so wie man mit dem Programm umgeht aber auch warum man das so macht wie man das macht ohen zu arg in die Tiefe einsteigen zu müssen.
Als Nachschlagewerk auch weit über die Version 2.10 hinaus ist dieses Nachschlagewerk von meiner Seite aus uneingeschränkt empfehlenswert. Ich möchte es nicht mehr in meinem Bücherschrank missen!

mechanische Tastaturen

Schreiben oder nicht schreiben das ist hier die Frage. Im Zeitalter von Alexa, Siri, VR Brillen und Touchscreen wirkt es fast schon Retro mit einer Tastatur vor sich da zu sitzen, aber für viele Gamer und Computerarbeitsplätze ist Sie eben unerlässlich und für manche möchten Ihre heissgeliebte Tastatur nicht mehr missen. Da verwundert es dann auch nicht, das der Urvater der Tastatur nämlich die sogenannte mechanische Tastatur einen waren Hype dieser Tage erfährt. Auch ich habe meinen Schatz eine Model M Tastatur aus dem Jahre 1993  – also 25 Jahre – wieder aus dem Keller aus einem gut verschlossenen Koffer, eingepackt in Decken und Wachspapier, damit auch ja nichts passiert ausgepackt extra für diesen Artikel in der Zeitschrift c’t Ausgabe 21/2018 herausgeholt. Im Zuge dessen sind natürlich noch viele weitere Informationen und Quellen angesammelt die aus redaktionellen Gründen nicht Platz in den Artikel finden konnten und so teile ich diese hier mit den Lesern.

Zusätzlich zu dem erschienenen Artikel kann ich also noch Keychatter empfehlen. Hier sind auch mehrere Foren u.a. bei reddit verlinkt in denen auf weitere Group-Buys hingewiesen wird. Hier findet man dann auch z.B. Tastaturen im Apple Stil aber auf Basis der Microsoft Ergonomie Modelle oder die sog. 68er oder gar 40er Tastaturen die nur knapp 68% bzw. 68 Tasten bzw. 40% der „Originalgröße“ einer Tastatur haben.

Ich selber bevorzuge z.B. die Cherry MX Blue Tasten in meiner Razer Blackwidow Tournament Edition Tastatur. Alternativ noch die Qisan Magicforce 68 mit braunen Switches.

Desweiteren ist es natürlich noch sehr beliebt die entsprechende Tastatur zu verändern und auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dazu sind sogenannte Keycaps sehr beliebt. Diese gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen. Bei Kono im Kono Store bzw. Input Club gibt es ständig neue Tastaturkappen Kit’s. Wer darüber informiert sein möchte kann sich bei Facebook auf der Seite mal genauer umschauen. Weitere Sets gibts u.a. auch bei KBDfans oder auch mechanicalkeyboards.

Da die Cherry MX Tasten sozusagen DER Standard sind an dem sich alle anderen halten ist es relativ einfach hier selbst gestaltete Tasten bzw. Keycaps zu verwenden. Im reddit Forum weiter oben findet man sogar in Harz gegossene Kappen, die dann wenn von unten beleuchtet besonders schick sind.

Ich habe hier z.B. mit einem guten Bekannten (Danke Patrick) gesprochen da er einen eigenen 3D Drucker hat. Er so „klar, schick mir das 3D File zu“. Ich hab dann einfach mal bei Thingiverse nach „Keycap“ gesucht und was passendes gefunden, ausdrucken lassen, fertig. Man sieht es auf dem Bild nicht so genau, aber die einzelnen Layer sind schon SEHR fein und man sieht das im Normalfall fast garnicht. Auch hier kann man sich natürlich was Farben und Formen angeht entweder was passendes suchen oder selbst etwas gestalten.

Wer dann NOCH etwas verrückter werden möchte kann sich sein USB Kabel selbst gestalten bei cool cable. Da sind dann auch Zwischenstecker möglich.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr eure Tastatur einfach mal zeigt. Bei Fragen einfach Fragen.

 

Rock meets Classic 2018

Ich glaube das ist der Traum eines jeden eingefleischten Musikfans und jedes Konzertfotografen einmal die Creme de la Creme der Musikgrößen auf einer Bühne zu haben. Bei Rock meets Classic kann dieser Traum wahr werden. Die Besetzung war in diesem Jahr wieder einmal Einzigartig und durch eine sehr glückliche Fügung hatte ich sogar die Ehre diese Show im Rahmen eines Workshops von Guido Karp in Mannheim (das Abschlußkonzert der Tour) fotografieren zu können.

Hier erst einmal das Lineup:

von STATUS QUO: Francis Rossi
von GOTTHARD: Leo Leoni & Nic Maeder
von SUPERTRAMP: John Helliwell & Jesse Siebenberg
von THE HOOTERS: Eric Bazilian
from SAGA: Michael Sadler
& The Mat Sinner Band & RMC Symphony Orchestra

Wenn man dann so wie ich auch noch selbst langjähriger Gitarrist ist und selbst schon auf der Bühne gestanden hat kann man dieses Gefühl gleich nochmal so gut nachempfinden wenn ein ganzer Saal elektrisiert applaudiert. Wahre Emotionen!

Ebenso darf ich mich an dieser Stelle nicht nur bei Guido Karp und seiner Frau für die gute Betreuung bedanken sondern natürlich auch beim Veranstalter Manfred Hertlein und alle, die hinter den Kulissen die Show zu dem macht was Sie ist. Danke.

Hier also ohne viel Blabla einige Impressionen dieses wunderbaren Abends.

Wem diese Bilder nun gefallen haben dem kann ich nur wärmstens solch einen Workshop bei Guido Karp oder auch anderen Konzertfotografen wie z.B. Martin Black empfehlen. Auch wenn man so wie ich schon eine Zeit lang dabei ist kann es nie schaden seinen Horizont zu erweitern und einfach mal in Ruhe mit den Kollegen zu quatschen.

Weitere Bilder hab ich wie immer auch in Event – Galerie eingestellt.

Farbpaletten mit Adobe Capture und Photoshop verwalten

Neulich war wieder so ein Moment in der Firma bei dem ich froh war Photoshop und Capture zu kennen. Man stelle sich die Situation vor, das jemand aus dem Bereich Marketing oder einer sonstigen Abteilung zu einem kommt…

Wir haben doch jetzt unser neues Firmendesign. Da gibts auch so neue Farben. Da müsste jetzt die neuen Handyhüllen, Visitenkarten, Aufkleber, etc. neu gemacht werden. Hier mal das PDF mit den Farbvorgaben.
Mach mal.

Also hab ich einfach erst einmal die Farbfelder abfotografiert und in Adobe Captue auf dem Smartphone geladen.

Dann kann man einfach die Farben auswählen und den Farbfelndern zuweisen. Dem Farbfeld danach noch einen passenden Namen geben und in die entsprechend passende Bibliothek legen bzw. speichern.

Der Vorteil die Farben über Adobe Capture einzugeben liegt in der Geschwindigkeit und im Handling. Ich mach schnell ein Foto, habe bereits alle Farben mit deren Bezeichnung im Bild vorliegen und muss lediglich die Farbwerte geringfügig korrigieren sofern der Bildschirm nicht kalibriert ist. Aber auch wenn man nur z.B. ausgedruckte Farben hat ist diese Methode annähernd gut um zumindst Bildschirm Mockups oder ähnliches sehr schnell produzieren zu können falls man die RGB, CMYK oder Hex-Farbwerte nicht hat. Es wird einem durch Adobe Capture aber der Aufwand des manuellen anlegens dieser Farbpalette, das hinzufügen der einzelnen Farbfelder und eben die Verwaltung abgenommen.

Die Farbpalette ist schon im selben Augenblick auf dem Rechner in der Photoshop Bibliothek vorhanden und man kann direkt damit arbeiten oder die Bibliothek im Team zur Verfügung stellen. Auch lassen sich Farben hier natürlich noch im nachhinein anpassen. Kein umständliches per Hand anpassen und auf alle möglichen Rechner transferieren ist hier nötig.

 

was ich als Konzertfotograf so alles gelernt habe

Bereits im letzten Beitrag zum Thema „Events fotografieren“ hab ich schon das ein oder andere was ich so gelernt habe als Tipp weiter gegeben. Heute möchte ich davon noch etwas mehr preisgehen. Ich bin zwar kein professioneller Konzertfotograf, aber ich hoffe, das meine Erfahrungen dem ein oder anderen einen besseren Einblick geben. Nennt es einfach einen Behind the Scenes Bericht.

Wer schon einmal versucht hat als Gast aus dem Publikum Fotos bei einem Konzert zu machen wird danach feststellen, das es einen Grund hat, das es Konzertfotografen gibt. Die Bilder werden auch mit guten Handykameras nie so gut wie die eines dedizierten Fotografen vom Bühnenrand bzw. vor der Bühne. Da gehört immer einiges an Vorbereitung dazu, man benötigt lichstarke Objektive (f2.8 und „besser“), Ohrenstöpsel, genug leere Speicherkarten, am besten dunkle Klamotten um möglichst unauffällig in der Menge unter zu gehen und und und.

Nun darf man nicht vergessen, das man als Konzertfotograf oft nicht weiß wie es am Konzertabend vor der Bühne aussieht. Wie groß ist der Platz vor der Bühne, hat man überhaupt Raum vor der Bühne gelassen (allgemein als Fotograben bekannt) oder gibt es ausser dem üblichen „nur die ersten 3 Lieder, kein Blitz“ noch andere Regelungen, wieviele andere Fotokollegen sind noch vor Ort, wie sind die Künstler auf der Bühne verteilt, wie ist das Bühnenlicht, etc.
Man muß also mit möglichst wenig Equipment und in kurzer Zeit mit maximaler Performance und eine möglichst hohe Bildausbeute herausholen.

Nehmen wir z.B. das Bild von Victor Smolski welches ich auf dem Guitar Summit 2018 gemacht habe. Auf dem Bild weiter oben sieht man die Randbedingungen ganz gut:

  • Das Publikum stand eng an der Bühne
  • Zwischen Bühne und Publikum war kein Platz
  • Selbst die Filmkameras, die vor der Bühne im Publikum standen hatten Probleme über die Köpfe hinweg zu filmen
  • Es war Tag (große Fenster, kein Licht von vorne / oben nur von schräg hinten)

Diese Situation ist eher Typisch für Festivals oder Volksfeste. Man muß sich also versuchen etwas auf die Situation einzustellen. Auch die Fotos von der Treppe die man im oberen Bild die man im Hintergrund sieht waren eher normal und man hat oft das Mikrofon im Bild gehabt was gerade bei Künstler mit Instrumenten unschön ist.

Das ist sowieso IMMER ein Problem: Das Mikrofon. Jeder Sänger nutzt es und bei den anderen Bandkollegen steht auch oft eines davor. Auf seinem Bild möchte man das aber lieber nicht sehen also muß man von der Seite fotografieren oder warten bis der Künstler ein Solo spielt und sich dabei vom Mikrofon weg bewegt.

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Hier ist dann Fingerspitzengefühl und Rythmus gefragt. Man möchte ja zum einen etwas Dynamik im Bild und nicht sehen wie irgendein Typ regungslos auf der Bühne steht sondern, das der Sänger auch wirklich singt oder der Gitarrist auch wirklich mit vollem Einsatz spielt.

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Man lernt dabei auch schnell, das es wichtig ist auf die Augen zu fokussieren incl. Followfocus, die Zeit möglichst kurz zu drehen und die Blende so, das der Hintergrund unscharf ist. Das kann von Kamera zu Kamera unterschiedlich sein.

Der Tod eines jeden Konzertfotografen ist eigentlich EINFARBIGES Licht. Man kann zwar häufig noch was rausholen und versuchen das Licht zu seinem Vorteil zu nutzen, aber wenn z.B. das Ganze Konzert in rotes oder blaues Licht getaucht ist dann wird es schwer später bei der Bildauswahl auf Abwechslung zu achten. Da kommt dann oft die schwarzweiss Konvertierung zum Einsatz.

Auch sollte man natürlich versuchen während des Konzertes so die Location und die Zeit von eben 3 Liedern das zulässt die Position zu wechseln. Hierbei sollte man natürlich immer auch auf die Kollegen achten, das man denen nicht im Weg steht, zu lange auf einem Spot steht und andere blockiert, etc.

Rechter Bühnenrand, Mittelgang (vor dem Sänger) falls vorhanden und linker Bühnenrand sind die Positionen, die man hier einfach ablaufen kann. Dabei auch am besten alle Bandmitglieder einzeln ablichten und die Setlist falls man die nicht schon vor dem Konzert erhalten hat (liegt oft auf der Bühne).

Wie hier zu sehen neigt man dazu sich auch mal auf der Bühne oder den Boxen abzustützen. Dies ist mit Vorsicht zu geniessen, denn je nachdem wie gut der Bildstabilisator der Kamera und/oder dem Objektiv ist reichen di Vibrationen schon aus um eine Unschärfe zu produzieren, die man oft auf dem Kamerabildschirm nicht sieht sondern erst später am Rechner.

Ein Tipp noch zur Kameraeinstellung damit man schneller/besser arbeiten kann: Am besten die Bildschirmhelligkeit hoch drehen damit man das Bild und die Schärfe schnell beurteilen kann, falls möglich FocusPeeking einschalten und die Anzeigezeit der Vorschau auf Unendlich. Wenn man mal eben schnell kontrollieren möchte ob das letzte Bild gut war und man erst umständlich in die Bildvorschau gehen muß nimmt das alles nur unnötig Zeit weg, die man eben sinnvoller mit abdrücken genutzt hätte. Danke an dieser Stelle an Guido Karp von dessen Workshop ich diesen Tipp mitnehmen durfte.

Was man eigentlich garnicht möchte ist den Sänger oder die Sängerin DIREKT vor sich zu haben UND dann eben noch mit einem Mikro davor. Diese sogenannten „Nasenlochfotos“ sind auch für den Künstler eher unvorteilhaft (Anmerkung, es sei denn man heißt Jennifer Rostock dann sieht man eh immer gut aus). Hier kann es dann oftmals helfen einfach die Position um 2-3 Schritte zur Seite zu ändern um einen besseren freieren Blick zu bekommen. Auch hier merkt man wer viel Bühnenerfahrung hat. Die „guten“ oder „erfahreneren“ Künstler wissen sich auf der Bühne entsprechend zu präsentieren, nehmen das Mikro öfter und weiter vom Körper weg, das man diese Action Shots auch machen kann und Der Bassist steht auch mal weiter vorne und schaut nicht nur immer nach unten auf den Boden oder „versteckt“ sich hinter dem Mikro.

Wenn man die Location nicht vorher schon kennt ist es immer gut heben einem Weitwinkel für Nahaufnahmen auch ein Tele dabei zu haben. Sollte eh Standard sein, aber man weiss ja nie.

Bei dem Auftritt von Bülent Ceylan waren die Randbedingungen wieder ganz anders:

  • In der mittelgroßen Saarlandhalle waren die Laufwege etwas größer
  • Der Saal war bestuhlt, sprich man mußte mehr oder weniger aussen herum laufen
  • Es gab sogar Sitzplätze für die Presse.
  • die Bühne war recht hoch so das man (wie zu sehen) hier eher von der Seite fotografiert hat
  • Das Licht war fast durchgängig weiß

Hier hatte man also mit dem Weitwinkel Objektiv garnichts zu tun und da man eigentlich fast den ganzen Abend mit dem Teleobjektiv fotografierte, hatte man am Ende einen lahmen Arm.

In den meisten kleineren Locations kommt man aber mit einem lichstarken Weitwinkel ganz gut aus. Hier ist dann auch oft der sog. Fotograben vor der Bühne ausreichend, das zwei Fotografen aneinander vorbei können ohne sich zu behindern.

Der Nachteil ist hier allerdings auch, das man oft wirklich SEHR nahe am Künstler ist. Für Fans sicherlich eine coole Sache, für Fotografen oft nicht immer die beste Position.Da hilft dann wie immer der Positionswechsel.

Ideal ist wenn man eine Bühne mit ausreichend Platz davor und gutem Licht hat. Dann schafft man es sogar auch mal den Schlagzeuger hinter seinem Instrument zu erwischen.

Man sieht also das es viele Ecken und Kanten gibt und die Bilder am Ende nicht immer das sind was man sich erhofft hat. Es ist eben auch viel Ausschuß dabei, aber wenn man am Ende ca. 5-10 richtig gute Bilder hat dann ist das oft wirklich gut.

Wer also als Besucher auf einem Konzert oder Festival ist darf also gerne sein Handy zu Hause oder in der Hosentasche lassen die Bilder werden nie das einfangen können was Konzertfotografen hier einfangen.

In diesem Sinne noch viel Spaß auf dem kommenden Konzert.