Rezension

Rezension Tell Me!

 
Seit Anbeginn der Zeit erzählen wir uns Geschichten. Geschichten um Emotionen, Wissen und Argumente zu transportieren. Thomas Pyczak kennt das Geschichtenerzählen von vielen Seiten. Als Journalist, Chefredakteur und Schriftsteller hat er Einblicke wie sonst kaum jemand. In diesem Buch  „Tell Me! – Wie Sie mit Storytelling überzeugen“ hat er sein Wissen zusammengetragen und in einer lehrreichen unterhaltsamen Art bringt er einem die Kunst des Erzählen oder eben zu neudeutsch Storytelling. Allein die Überschriften wie „Ein Hai in Hollywood“, „Nemo trifft einen Raben“ oder „Von Odysseus zu Star Wars“ machen schon Lust auf mehr. Besonders gut hat mir seine Bildsprache gefallen in der man sich sehr schnell wiederfindet und schnell Aha Effekte erfährt. Es werden viele Rezepte oder besser Methoden und Tipps zum Aufbau von Storys gezeigt und Anhand praktischer Beispiele wie z.B. Harley Davidson, Dove, Red Bull, Sixt, IKEA und anderen großen Firmen gezeigt.
 
 
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil (Connect) nimmt der Autor den Leser mit in die Welt der Story und dessen Wirkungsweise. Hier kommen Psychologen, Evolutionsbiologen und Gehirnforscher zu Wort, die sich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit Storytelling beschäftigt haben. Im zweiten Teil, (Copy) präsentiert Thomas Pyczak praktische Tools und Techniken („Kopiervorlagen“), die bei der Entwicklung der eigenen Story hilfreich sein können. Im dritten Teil (Create) stellt der Autor Beispielgeschichten für typische Situationen aus dem Arbeitsleben, wie Gründung, Branding oder Change vor.
Wer hier eine Art Anleitung im Gesamten sucht wird hier wohl eher nicht so ganz glücklich werden. Das Buch ist eher eine Art Workshop und Unterstützung beim selbst erarbeiten der Story, des Konzeptes und des Schreibens an sich. Es ist ebenso wie „Das Buch für Ideensucher“ eine zusätzliche Inspiration statt eines reinen Lehr- und „Wie mach ich das nun“-Buches. 

Rezension OneNote für Journalisten

Das Taschenbuch „OneNote für Journalisten“ von Stefan Malter welches über amazon erhällich ist führt auf über 220 Seiten in das Thema dieses digitalen Notitzblockes ein.
Angefangen vom Aufbau und ersten Schritten in OneNote, organisieren von einzelnen Notizbüchern und Unterabchnitte in OneNote samt Synchonisationsoptionen, Texte und Bilder einfügen und formatieren, bis hin zu Zusatztools wie den Webclipper oder Scan Apps. Der Focus der rund 7 Kapitel liegt dabei im allgemeinen Umgang mit den Programm. Obwohl viele der gezeigten Beispiele eben für Journalisten und Redakteure ist kann man das natürlich auch beliebig auf seine eigene Arbeit anwenden. Angefangen vom einfachen anlegen von Notitzbüchern, dem formatieren der Texte, einbinden von Bildern, Videos und Tondateien, Tabellen, Arbeiten mit Kategorien, etc. ist alles dabei was man auch vom Umgang mit anderen Office Produkten so kennt.
Sehr gut hat mir der allgemeine Aufbau gefallen. Egal ob man nun eher im Radio, TV, Print oder Online unterwegs ist man wird in jedem Bereich fündig. Als kleiner Vierbesserungswunsch würde ich mir die Shortcuts als EINE Extraseite zum ausdrucken wünschen. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen, wirkt nicht zu schwer geht aber genug in die Tiefe das es nicht nur Anfänger sondern auch erfahrenere Computerfreaks anspricht.
Sehr gut finde ich, das auch das Zusatzmaterial und den Zusatztools mit denen man eben ganze Webseiten sichern kann oder per Smartphone Kamera eine abfotografierte Seite „einscannen“ kann oder der Webclipper mit dem man ganze Seiten aus dem Web als Quelle speichern kann angesprochen werden. Gerade diese Zusatzoptionen machen OneNote eigentlich erst wertvoll. Allerdings muß ich auch sagen, das mir Ende hin beim Bonusmaterial so ein paar Tipps und Kniffe die WIRKLICH aus der Redaktionspraxis kommen und einen Workflow zeigen gewünscht hätte. Also wie dann z.B. ein ganzes Notitzbuch von z.B. einem Zeitungsjournalisten aussieht, welche Unterabschnitte wann wie befüllt werden und welche Vorlagen und AddIns am Ende wie verwendet wurden.
Nichts desto Trotz bietet OneNote gerade den Journalisten und Pressekollgen aller Ressourcen ziemlich viel gerade im Umgang in größeren Redaktionen mit Funktionen wie das teilen von ganzen Notitzbüchern, etc.
Somit liefert das Buch von Stefan Malter eine solide und gut geschriebene Grundlage.