Rheinwerk Verlag

Review Smart Home mit open HAB2

-Werbung- Ich wollte mein Zuhause etwas smarter gestalten und Dinge wie Rolladen, Heizungstemperatur, Licht, etc. automatisiert steuern. Hierzu gibt es ja eine Menge Smarthome Lösungen die eines gemeinsam haben und von einer zentralen Schnittstelle aus gesteuern werden müssen. Hier setzt openHab 2 an, welches als Dach über all den einzelnen Modulen sitzt und sehr individuell gestaltet werrden kann. Das Buch „Smart Home mit open HAB2 der Autorin Marianne Spiller setzt genau hier an und erklärt die Installation der frei verfügbaren Software und wie man anhand eines Demohauses verschiedene Komponenten einbindet. Das Buch ist hierbei in die 3 Teile Grundlagen, Einsatz von openHAB 2 im Demohaus und weitere Konzepte und Theorie unterteilt. Im ersten Teil bekommt man schoneinmal einen guten Überblick wie man openHAB 2 auf einem Raspberry Pi, einem Synology NAS System oder einem eignenen Computer unter Windows istalliert um danach die entsprechenden Konfigurationen und Koppelungen mit den einzelnen Modulen zu erstellen.
Im zweiten Teil geht es dann um die Integration von z.B. Phillips Hue Lampensteuerungen, Sensoren und Aktoren z.B. zur Rolladensteuerung, Multimediaintegration zum automatischen Film- und/oder Musikwiedergeben via Kodi, Szenenerstellungen mit Apple HomeKit incl. Sprachsteuerung über Siri und vieles mehr.
Hier wird einem relativ einfach die Angst vor allzu kompliziertem konfigurieren genommen da vieles über ein einfaches Webinterface erklärt wird.
Im letzten Teil welches fast die Hälfte des Buches ausmacht geht es dann ins Detail und die Konfiguration von Items, Actions, Services, Graphen erstellen, Regelwerken, openHAB 2 API und dem Support über die entsprechende Community. Hier ist es dann wirklich eher sehr Techniklastik. Das Buch beschränkt sich bis auf die angesprochenen Beispiele der namenhaften Hersteller auf den reinen Softwarepart. Wer andere Geräte ins Smarthome einbinden will wird dies können, aber es werden hier nicht alle möglichen Konfigurationen aufgeführt da sich auch der Markt sehr rasant und ständig ändern. Aber auch hier gibt es neben bekannten Marken auch diverse Standards bei denen man ggf. etwas mehr z.B. auf WLAN Funktsteckdosen aus dem Baumarkt oder entsprechende Lampen, die man in bestehende Fassungen schrauben kann hätte eingehen können.

Mir hat das Buch trotz der entsprechenden textlastigkeit Spaß gemacht und das einrichten auf dem Raspi ging hiermit leicht von der Hand. Wer sich also kein Gerät von amazon oder google ins haus stellen möchte und die Kontrolle über sein Smarthome behalten möchte ist hier genau richtig.

Review Bildgestaltung die große Fotoschule

Es gibt viele sogenannte Dir große Fotoschule Bücher auf dem Markt. Die meisten beschäftigen sich mit einem groben Überblick über die technische Fotografie. Das Buch mit dem Titel „Bildgestaltung Die große Fotoschule“ möchte hier wohl anknüpfen und den eher kreativen und Bildgestalterischen Ansatz verfolgen. Die beiden Autoren André Giogoli und Katharina Hausel unterrichten Fotografie und Bildgestaltung an der Berufsfachschule für Design am Lette-Verein in Berlin. Aufgeteilt ist das Buch in Kapiteln zu den Themen Bildgestaltung, Ausrüstung und Technik, Motive sehen, Punkte, Linien und Flächen, Farbe und Licht, Schwarzweiss, Digitales Labor, den fotografischen Blick trainieren, Regeln brechen und Werke zeigen. Vieles davon kommt einem sicherlich bekannt vor auch wenn man diese gestalterischen Methoden nicht immer bewusst eingesetzt hat. Im Buch finden sich viele Bilder, die den lehrreichen Ansatz sehr gut unterstreichen in einem Reportageartigen Stil wieder. Auch deckt das Buch viele fotografischen Bereiche sei es Streetfotografie, Personen, Landschaft, etc. ab. 
 
 
 
Als persönliches Fazit kann ich nur sagen, das dieses spannende und eher anspruchsvolle Thema was von vielen Fotografen gerne vernachlässigt wird gut umgesetzt und vermittelt wird. Gerade bei Themen wie Motive richtig sehen und aktiv zu gestalten. Man bekommt eine bessere Einstellung zum eigenen Blick und Sichtweisen und wie man eben Dinge, die vor dem Auge erscheinen besser als Bild festhalten kann. Wer die ersten Schritte in der Fotografie bereits hinter sich hat und sich weiterentwickeln und verbessern will für den ist dieses Buch sicherlich sehr empfehlenswert.

Rezension Tell Me!

 
Seit Anbeginn der Zeit erzählen wir uns Geschichten. Geschichten um Emotionen, Wissen und Argumente zu transportieren. Thomas Pyczak kennt das Geschichtenerzählen von vielen Seiten. Als Journalist, Chefredakteur und Schriftsteller hat er Einblicke wie sonst kaum jemand. In diesem Buch  „Tell Me! – Wie Sie mit Storytelling überzeugen“ hat er sein Wissen zusammengetragen und in einer lehrreichen unterhaltsamen Art bringt er einem die Kunst des Erzählen oder eben zu neudeutsch Storytelling. Allein die Überschriften wie „Ein Hai in Hollywood“, „Nemo trifft einen Raben“ oder „Von Odysseus zu Star Wars“ machen schon Lust auf mehr. Besonders gut hat mir seine Bildsprache gefallen in der man sich sehr schnell wiederfindet und schnell Aha Effekte erfährt. Es werden viele Rezepte oder besser Methoden und Tipps zum Aufbau von Storys gezeigt und Anhand praktischer Beispiele wie z.B. Harley Davidson, Dove, Red Bull, Sixt, IKEA und anderen großen Firmen gezeigt.
 
 
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil (Connect) nimmt der Autor den Leser mit in die Welt der Story und dessen Wirkungsweise. Hier kommen Psychologen, Evolutionsbiologen und Gehirnforscher zu Wort, die sich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit Storytelling beschäftigt haben. Im zweiten Teil, (Copy) präsentiert Thomas Pyczak praktische Tools und Techniken („Kopiervorlagen“), die bei der Entwicklung der eigenen Story hilfreich sein können. Im dritten Teil (Create) stellt der Autor Beispielgeschichten für typische Situationen aus dem Arbeitsleben, wie Gründung, Branding oder Change vor.
Wer hier eine Art Anleitung im Gesamten sucht wird hier wohl eher nicht so ganz glücklich werden. Das Buch ist eher eine Art Workshop und Unterstützung beim selbst erarbeiten der Story, des Konzeptes und des Schreibens an sich. Es ist ebenso wie „Das Buch für Ideensucher“ eine zusätzliche Inspiration statt eines reinen Lehr- und „Wie mach ich das nun“-Buches.